85 Beschäftigte

In Caritas-Werkstatt in BJB-Halle ist Arbeit Lebens-Elixier

Die Neheimer Caritas-Werkstatt ist aus der Halle im  Ohl  in eine rund 1600 Quadratmeter große BJB-Halle am Mühlengraben umgezogen. Unser Bild zeigt die Standortleiter Georg Erdélyi (rechts) und Simone Tillmann (Zweite von links) mit  Gruppenleiter Thorsten Schulte-Niemand (Dritter von links) und drei Beschäftigten

Die Neheimer Caritas-Werkstatt ist aus der Halle im Ohl in eine rund 1600 Quadratmeter große BJB-Halle am Mühlengraben umgezogen. Unser Bild zeigt die Standortleiter Georg Erdélyi (rechts) und Simone Tillmann (Zweite von links) mit Gruppenleiter Thorsten Schulte-Niemand (Dritter von links) und drei Beschäftigten

Foto: Caritas-Verband

85 Menschen mit psychischer Beeinträchtigung nehmen in Caritas-Werkstatt Produktmontagen vor. In der Corona-Zeit gibt es aber weniger Aufträge.

Neheim. Die Caritas-Werkstatt Neheim ist vom bisherigen Standort „Im Ohl 16a“ in eine BJB-Werkshalle am Mühlengraben 7 umgezogen. Die Suche nach einer geeigneten Halle war nicht einfach, deshalb ist der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern als Träger der Einrichtung dem lichttechnischen Betrieb BJB dankbar für die Zusammenarbeit. Schnell war zwar klar, dass die rund 1600 Quadratmeter große BJB-Halle das Potenzial besaß, um als Werkstattstandort in Frage zu kommen. Doch dann waren schon einige Gespräche, Planungen und Umbaumaßnahmen nötig, bis am 30. Juni 2020 das Gebäude hergerichtet war und der Umzug stattfinden konnte. Anfang Juli nahm die Caritas-Werkstatt dort ihren Betrieb auf.

Zwölf Mitarbeiter betreuen 85 Beschäftigte

Während Mitte Juni die letzten Arbeiten im Gebäude noch fertiggestellt wurden, begann das Team der Werkstätten im laufenden, durch die Corona-Pandemie etwas ruhigeren Betrieb mit dem Umzug. „Wir sind sehr stolz, dass das Team alles in Eigenregie gestemmt und in wenigen Tagen umgesetzt hat“, berichtet die Standortleitung, bestehend aus Simone Tillmann und Georg Erdélyi. Beide fügen gleichlautend an: „Alle waren wirklich sehr engagiert und haben den Umzug mit geplant und durchgeführt.“

In der „neuen“ Werkstatt sind 85 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen beschäftigt. Damit ist die Neheimer Caritas-Werkstatt voll belegt. Betreut werden die Beschäftigten von zwölf Mitarbeitern. Durch die Tätigkeit in der Werkstatt wird den Beschäftigten mit psychischen Beeinträchtigungen Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht.

Weniger Aufträge in Corona-Zeit

„Für unsere Beschäftigten ist Arbeit Lebens-Elixier. Wenn zu wenig Arbeit da ist, fehlt den Beschäftigten etwas“, sagt Georg Erdélyi im Gespräch mit unserer Zeitung. So sei in der Lockdownzeit in Einzelfällen sogar Arbeit zu Werkstatt-Beschäftigten in deren Wohnung gebracht worden, weil die Tätigkeit stark vermisst worden sei. Darüber hinaus habe es natürlich auch Gespräche und Betreuung am Telefon gegeben.

Erdélyi berichtet weiter: „In der Corona-Zeit sind die Aufträge für uns leider weniger geworden. Dies liegt zum einen daran, dass einige Industriebetriebe, die nun Kurzarbeit haben, Arbeitsaufträge nicht mehr an uns vergeben, sondern selbst erledigen. Zum anderen befürchten einige Firmen, dass unsere Lieferung nicht gesichert sein könnte, falls es wieder zu einem Lockdown im Caritas-Werkstattbereich kommen sollte.“ Von Mitte März bis Anfang Mai war die Neheimer Werkstatt rund sechs Wochen geschlossen.

Keine Arbeitslosigkeit

Wegen Auftragsmangels werden die Werkstatt-Beschäftigten in der jetzigen Corona-Zeit aber nicht arbeitslos. Die Betreuung läuft stets weiter. Wenn weniger Aufträge abzuarbeiten sind, können Beschäftigte zum Beispiel weiterqualifiziert werden.

Einige Betriebe sind der Caritas-Werkstatt durch Aufträge treu geblieben. „Unterm Strich gibt es aber derzeit noch freie Produktionskapazitäten bei uns. Gerne nehmen wir Anfragen entgegen und beraten Firmen, was möglich ist, und wie eine Zusammenarbeit aussehen kann “, berichtet Georg Erdélyi. Zu den Aufgaben der Beschäftigten gehören vor allem Produktmontagen und Verpackungsarbeiten für Unternehmen aus der heimischen Industrie. Die Auftraggeber finden sich quer durch die Branchen.

Dank an BJB

Die Werkstattleitung dankt besonders BJB: „Die Zusammenarbeit mit BJB war von Anfang an super. Wir danken auch dem Werkstattrat der Werkstatt Neheim, der sich in allen Phasen der Umsetzung mit Ideen und Anliegen einbrachte.“

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