Arnsberger Bier

In der Gasthausbrauerei Arnsberger Mühlenbräu wird angezapft

„Wir haben einfach die Tür aufgeschlossen und die Gäste sind gekommen.“  Melanie und Christian Krick in ihrer „Gasthausbrauerei Arnsberger Mühlenbräu“.

„Wir haben einfach die Tür aufgeschlossen und die Gäste sind gekommen.“ Melanie und Christian Krick in ihrer „Gasthausbrauerei Arnsberger Mühlenbräu“.

Foto: Ted Jones/WP

Arnsberg.   In Arnsberg wird wieder Bier gebraut: Heimlich, still und leise hat die „Gasthausbrauerei Arnsberger Mühlenbräu“ den Betrieb aufgenommen. Es ist angezapft.

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Nach einem Probelauf und einer Eröffnung ohne „Pomp“ ist es jetzt amtlich: Arnsberg hat wieder eine Brauerei. Mit angeschlossener Gaststätte. Das Ganze firmiert unter dem Namen „Gasthausbrauerei Arnsberger Mühlenbräu“. Betreiber sind Christian und Melanie Krick. Renovierung und Umbau der einstigen Gerberei in der Mühlenstraße in ein uriges Lokal haben rund ein Jahr in Anspruch genommen.

Etwas mulmig war dem Ehepaar schon vor dem Start in eine neue berufliche Zukunft. „Doch es war dann ein sehr schönes Gefühl und Gänsehaut pur, als sich am Wochenende die Räume mit Menschen füllten. Denn darauf haben wir schließlich lange hingearbeitet,“ gibt Melanie Krick einen Blick auf ihre Gefühlswelt frei.

Doch das Warten und auch die Aufregung unmittelbar vor Eröffnung hätten sich letztlich gelohnt. „Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv. Mit einem Wow-Effekt bei den meisten.“

Zum Bier rustikale Speisen

Ursprünglich, sagt Neu-Gastronom und Brauer Christian Krick, habe man bereits erheblich früher öffnen wollen. „Doch wir haben uns dann die Zeit gelassen, um alles bis ins Detail vorzubereiten, damit bei Eröffnung auch alles funktioniert.“ Damit meint Krick aber nicht das Öffnen der Zapfhähne, aus denn nun drei Sorten „Arnsberger Mühlenbier“ sprudeln, sondern Küche und Service. Da habe man absolut nichts dem Zufall überlassen wollen und daher in jeder freien Minute immer wieder aufs Neue getestet.

„Schließlich,“ sagt Melanie Krick, „haben wir alle Rezepte der von uns angebotenen rustikalen Speisen selbst erarbeitet. Und auch das muss schließlich in der Umsetzung alles funktionieren.“ Wie das gesamte Küchen- und Serviceteam.

Bei den angebotenen Speisen setzen die Brauhaus-Betreiber auf frische Produkte aus der Region und - an den Wochenenden - auf selbst gebackenen Blechkuchen. Und weil man eben grundsätzlich auf gesunde Ernährung Wert lege, so Melanie Krick, werde zum Beispiel auch keine Cola ausgeschenkt, sondern ausschließlich ökologische Produkte wie zum Beispiel Schorlen und Direktsäfte, hergestellt in einem norddeutschen Familienbetrieb. „Da ist nichts Künstliches enthalten.“

Wie im „Arnsberger Mühlenbräu“, für das Christian Krick verantwortlich zeichnet. Der gelernte Papiermacher hat sich das erforderliche Brauer-Wissen als Autodidakt angeeignet und - zunächst im Kleinen und als „Geheimtipp“ für Bierliebhaber - immer weiter perfektioniert. Bis zu diesem Schritt in die gastronomische Selbstständigkeit. Denn während seine Ehefrau ihrem Beruf treu bleibt, sorgt Krick jetzt dafür, dass der Nachschub an Gerstensaft nicht mehr versiegen wird.

Nach 46 Jahren wieder Bier aus Arnsberg

So wird nun in der Mühlenstraße fleißig Bier gebraut. Und damit an diesen Tagen ein angenehm würziger Duft um die Häuser ziehen, der Appetit macht auf mehr. Wie es bis 1972 an der Rumbecker Straße war, als dort die Brauerei Höynck noch das Arnsberger „Löwenbräu“ produzierte.

Im Angebot gibt es übrigens neben dem Pils ein „Arnsberger Mühlenbier dunkel“ und ein Weizen. Der Sudkessel, so Krick, erlaube einen Jahresausstoß von beachtlichen 50 000 Litern Bier. „Allerdings werden wir nur 36 000 Liter brauen, weil unsere Tankkapazität nicht größer ist.“

Mit der Fertigstellung bzw. der Eröffnung des Brauhauses wird das „Mühlenviertel“ aufgewertet. Und sollte einmal das gegenüberliegende Wehr als Teil der Arnsberger Industriegeschichte optisch aufgemöbelt werden, wäre dies noch ein besonderes Sahnehäubchen.Und eine runde Sache für die Stadt.

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