Oberst kandidiert nicht erneut

In Hüstener Schützenbruderschaft steht Führungswechsel bevor

Thomas Buchmann , hier vor dem historischen Haus Hüsten, kandidiert nicht erneut für das Amt des Hüstener Schützenobersts.

Thomas Buchmann , hier vor dem historischen Haus Hüsten, kandidiert nicht erneut für das Amt des Hüstener Schützenobersts.

Foto: Martin Schwarz

Hüstener Schützenoberst Thomas Buchmann kandidiert nicht für Wiederwahl. Hauptmann Ulrich Neuhaus wird als Nachfolger vorgeschlagen.

Hüsten. In der knapp 1200 Mitglieder starken Hüstener Schützenbruderschaft steht ein Führungswechsel bevor: Oberst Thomas Buchmann kandidiert bei den kommenden Vorstandswahlen nicht für eine weitere Amtszeit. Der geschäftsführende Vorstand wird den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung Hauptmann Ulrich Neuhaus als Buchmanns Nachfolger vorschlagen. Die Versammlung findet am Samstag, 10. Oktober, um 17 Uhr in der Hüstener Schützenhalle statt.

Völker könnte Hauptmann werden

Sollte Ulrich Neuhaus gewählt werden, kandidiert auf Vorschlag des geschäftsführenden Vorstands Christian Völker für das frei werdende Amt des Hauptmanns. „Selbstverständlich können noch während der Jahreshauptversammlung andere Kandidatenvorschläge gemacht werden“, erläutert Buchmann das Wahlverfahren. Im Gespräch mit unserer Zeitung begründete der scheidende Oberst seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit damit, dass nach seinen 15 Jahren als Oberst (2005 bis 2020) nun ein guter Zeitpunkt für einen Führungswechsel sei. „Ein Nachfolger steht bereit. Auch befindet sich die Bruderschaft in einem guten Zustand, so dass mein Nachfolger gut starten kann“, sagt der 53-jährige Hüstener.

Thomas Buchmann war als 18-Jähriger der Bruderschaft beigetreten, dann wirkte er einige Jahre in der Jugendkompanie mit, war 1993/94 Schützenkönig, von 1997 bis 2000 Kompanieführer und von 2000 bis 2005 Hauptmann (stellvertretender Oberst), bis er 2005 zum Oberst gewählt wurde. Insgesamt blickt er also auf 35 Jahre Schützenerfahrung in verschiedenen Funktionen zurück. Als Oberst war ihm besonders wichtig, Jung und Alt in einer Schützenfamilie zusammenzuführen. Denn gerade das Zusammenwirken der Schützengenerationen mache die Bruderschaft stark. „Heute kommen viele Söhne von altgedienten Schützenbrüdern in unsere Jugendkompanie. Aus den Freundeskreisen der Schützen-Söhne kommen dann auch wieder neue Jungschützen zu uns“, freut sich Thomas Buchmann.

Starke Jugendkompanie

Die Jugendkompanie führt aber kein reines Eigenleben. „Wir wollen, dass die Jugend auch ihre Ideen für das Vereinsleben und speziell die Schützenfestgestaltung, zum Beispiel mit Vorschlägen für die Auswahl der Musikband), einbringt. Deshalb wird der Jugendkompanieführer zur Sitzung des geschäftsführenden Vorstands der Bruderschaft regelmäßig eingeladen“, so Buchmann. Der scheidende Oberst wollte also immer die Kräfte vernetzen. „Ich mache keine One-Man-Show, sondern setze auf das Team“, betont Buchmann.

Neugestaltung der Schützenhalle im Jahr 2012

In Buchmanns Amtszeit fiel auch der Umbau bzw. die Neugestaltung der Schützenhalle im Jahr 2012. „Seitdem verfügen wir über eine attraktive Veranstaltungsstätte mit moderner Technik, die für verschiedene Events genutzt wird. Hierfür investierte die Bruderschaft damals rund 500.000 Euro.“, so Buchmann. In den vergangenen Jahren wurde die Halle sehr gut gebucht, mit der Corona-Pandemie kam aber - wie für andere Veranstaltungsstätten auch - ein Rückschlag. Mittlerweile ist die Vermietung aber wieder angelaufen (IHK-Prüfungen, Arnsberger Ratssitzungen etc.). Mit Blick auf die künftigen Jahre, in denen er nicht mehr Hüstener Schützenoberst ist, überlegt Buchmann zurzeit, ob er seine Erfahrungen aus dem Schützenwesen auf anderer Ebene im Schützenwesen einbringen kann.

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