Soziales Engagement

Jägerkönigin und Hund Lenni in der Tagespflege engagiert

Claudia Heppelmann und ihr Labrador Lenni sind regelmäßig zu Besuch in der Caritas-Tagespflege in Arnsberg.

Claudia Heppelmann und ihr Labrador Lenni sind regelmäßig zu Besuch in der Caritas-Tagespflege in Arnsberg.

Foto: Privat

Arnsberg.   Claudia Heppelmann besucht mit ihrem speziell ausgebildeten Labrador regelmäßig Senioren. Und erlebt dabei wunderbare viele Momente.

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Neheims Jägerkönigin Claudia Heppelmann und ihr Hund Lenni sind ein eingespieltes Team: Gemeinsam besuchen sie regelmäßig die Senioren in der Tagespflege der Caritas in Arnsberg.

Wenn Lenni sein geblümtes Geschirr umgelegt bekommt, dann weiß er ganz genau: Ein neuer Arbeitseinsatz steht bevor. Dazu hat der fünfjährige Labrador eine spezielle Ausbildung absolviert.

Die Verständigung erfolgt durch Körpersprache

„Als er damals als Welpe zu uns kam, haben wir erst einmal ganz klassisch die Hundeschule besucht“, sagt Claudia Heppelmann. „Irgendwann hatten wir dann aber Lust auf mehr und haben die Zusatzausbildung zum Therapiebegleithund begonnen.“

So lernte Lenni nicht nur spezielle Kommandos, sondern vor allem trainierten Halterin und Hund, sich nur durch Körpersprache zu verständigen.

Lenni muss bei den Einsätzen ruhig und gelassen sein

„Er muss sehr auf mich und meine Körpersprache achten und schon anhand dessen wissen, was zu tun ist – ohne dass ich ihm Kommandos zurufe“, erklärt Claudia Heppelmann. Denn in der Tagespflege spricht die gelernte Arzthelferin natürlich vor allem mit den Senioren. Lenni muss sich zurücknehmen und oft auch abwarten.

Wo zuhause in Voßwinkel wildes Toben erlaubt ist, muss er bei seinen Einsätzen in der Tagespflege ruhig und gelassen bleiben – wenn er nicht gerade Kunststückchen vorführt. „Es ist sehr wichtig zu schauen, ob der Hund dafür geeignet ist“, sagt Heppelmann.

Darauf achten, dass es dem Hund nicht zu viel wird

„Und als Besitzerin muss ich auch genau darauf achten, dass es dem Hund nicht zu viel wird.“ Nach einer oder anderthalb Stunden in der Tagespflege ist Labrador Lenni meist geschafft und gönnt sich zuhause erst einmal ein Schläfchen.

Den Senioren aber hat er in dieser Zeit meist viel Freude bereitet. Gerade bei Menschen, die ohnehin tierlieb seien, habe er einen guten Zugang, erzählt Heppelmann. „Es passiert oft, dass Demenzkranke, die eigentlich nur noch wenig reden, durch den Hund wieder ins Erzählen kommen“, sagt sie.

„Es sind schon wunderbare Momente“

Durch den Kontakt mit dem Vierbeiner öffneten sie sich plötzlich wieder ein Stückchen mehr. „Es sind schon wunderbare Momente, die ich im Vorfeld gar nicht in diesem Maße erwartet hätte.“

Die Besuche macht Heppelmann gemeinsam mit Hundetrainerin Beate Hieronymus und Hündin Emma, die kleiner ist als Lenni und auch gerne mal auf dem Schoß der Bewohner sitzt, um ausgiebig gestreichelt zu werden.

Aufgabe bereitet Freude

Eine standardisierte Ausbildung für Therapiebegleithunde und deren Besitzer gibt es deutschlandweit noch nicht, Heppelmann hat aber ein entsprechendes Zertifikat erworben und ihre Tätigkeit auch bei der Hundeversicherung angemeldet, um ihre ehrenamtliche Tätigkeit abzusichern.

Missen möchte sie die Besuche in der Tagespflege nicht mehr: „Es ist eine Aufgabe, die mich immer mit sehr viel Freude erfüllt.“

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