NRW-Landtagswahl

Jürgen Antoni will katastrophales Regierungshandeln beenden

Tritt für die AfD an: Kriminaloberkommissar Jürgen Antoni

Tritt für die AfD an: Kriminaloberkommissar Jürgen Antoni

Foto: Ted Jones

Arnsberg/Sundern.   Für die „Alternative für Deutschland“ (AfD) tritt der Arnsberger Jürgen Antoni bei der Landtagswahl am 14. Mai im Wahlkreis 124 an.

Er ist schon lange in der Politik, zuvor in der SPD und seit Februar 2014 in der „Alternative für Deutschland“ (AfD): Jürgen Antoni. Der 53-jährige Kriminalbeamte, derzeit im Kriminaldauerdienst Dortmund tätig, will nun am 14. Mai für die AfD in den Düsseldorfer Landtag einziehen und für seine Partei ein gutes Ergebnis holen.

1. Was unterscheidet das Hochsauerland aus Ihrer Sicht vom Rest des Landes NRW?

Vieles. Dann das Sauerland ist durch die Politik der vergangenen Jahre abgehängt worden. Das Sauerland findet in Düsseldorf nicht statt. Wir in Westfalen sind so immer das Schlusslicht - wie zum Beispiel bei der Infrastruktur. Deshalb brauchen wir eine starke Stimme.

2. Welches ist derzeit das dringendste Problem im Wahlkreis und wie wollen Sie es lösen?

Die Verspargelung der Landschaft durch Windkraft, die vorangetrieben werden soll. Die Lösung kann aber nur mit Augenmaß erfolgen und es wäre eine 10H-Lösung sinnvoll zum Schutz von Mensch und Tier. Wichtige Aufgaben sind zudem der Ausbau der Infrastruktur mit Straßen- und Wegenetz sowie der Lückenschluss der A 46.

3. Wie beurteilen Sie die bisherige Regierungsarbeit der rot-grünen Koalition?

Katastrophal. Das zeigt sich insbesondere im Bereich der Inneren Sicherheit mit steigenden Kriminalitäts- und Einbruchszahlen. Und das bei gleichzeitig sinkender Aufklärungsquote. Daher bedarf es unbedingt einer besseren Personal- und Sachausstattung für die Polizei.

4. Und wie beurteilen Sie die Arbeit der Opposition?

Welche Opposition? Eine Arbeit der Opposition kann ich im Land Nordrhein-Westfalen nicht erkennen. Der sogenannte Oppositionsführer taucht jetzt erst im Wahlkampf auf, vorher habe ich ihn nur blass erlebt.

5. Bei welchen Ergebnissen sehen Sie Ihr persönliches Wahlziel erreicht?

Wenn die AfD zweistellig in den Landtag einzieht, aber das entscheidet letztlich allein der Wähler. Und mein persönliches Wahlziel ist erreicht, wenn die AfD drittstärkste Kraft im Hochsauerlandkreis wird.

6. In einem Satz: Warum sollen die Wähler für Sie stimmen?

Weil die „Alternative für Deutschland“ und ich als Kandidat die wirklich einzigen Alternativen sind, einen Politikwechsel herbeizuführen.

7. Wie kann man als AfD-Politiker mit den vielen Anfeindungen leben?

Manchmal ist es sehr schwierig, damit umzugehen, wenn ich immer nur in die rechte Ecke gestellt werde, wo ich aber definitiv nicht hingehöre. Denn nach über 20 Jahren Mitgliedschaft in der SPD wirft auch niemand sein soziales Wertegefühl über Bord und gibt es auf. Vielfach kommen aber solche Anfeindungen aus Richtungen, die bei Wahlen befürchten müssen, ein Stück Macht an den Töpfen zu verlieren.

8. Haben Sie Sorge, dass sich die AfD als Folge des Kölner Parteitages selbst zerlegt?

Überhaupt nicht. Da ist auch viel von den Medien gemacht und hochgepuscht worden. Einen Streit gibt es in der AfD nicht, das habe ich als Delegierter des Parteitages auch nicht erlebt. Dass zwei Strömungen zusammengeführt werden müssen, das ist für eine so junge Partei völlig normal. Und was den angeblichen Streit betrifft: Unser Bundestagswahlprogramm und die Spitzenkandidaten wurden mit überwältigender Mehrheit gekürt. So betrachte ich den Kölner Parteitag nicht als einen Streitfall, sondern als ein erfolgreiches Wochenende.

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