Battle of Sing

Junger Chor Oeventrop will mit Premiere punkten

Nach der Generalprobe für "Battle of Sing" zeigte sich der "Junge Chor Oeventrop" in Siegerlaune. (Mitte kniend Chorleiter Jörg Decker).

Foto: Wolfgang Becker

Nach der Generalprobe für "Battle of Sing" zeigte sich der "Junge Chor Oeventrop" in Siegerlaune. (Mitte kniend Chorleiter Jörg Decker). Foto: Wolfgang Becker

Oeventrop.   Junger Chor probt für das Finale unseres Wettbewerbs „Battle of Sing“ in Herdringen ein besonders schweres Stück ein.

Der „Junge Chor Oeventrop“ (JCO) ist einer der vier Finalisten beim „Battle of Sing“ und hat sich auf die Endausscheidung des von unserer Zeitung in Kooperation mit der Volksbank Sauerland organisierten Chor-Wettbewerbs bestens vorbereitet. Am Dienstagabend war im Musikraum der Realschule Hüsten Generalprobe.

Wer den Sängerinnen und Sängern zuschaut, merkt: „Hier stimmt die Chemie“. Chorleiter Jörg Decker gibt zwar den Ton an, Entscheidungen werden aber im Team getroffen. Sei es bei der Liedauswahl oder während der Proben, wo in kurzen Pausen „Manöverkritik“ geübt wird. „Ich hab gemerkt, dass ich zu hoch gesungen habe“ oder „du kamst am Anfang etwas leise rüber“. Jeder sagt seine Meinung, und das hält zusammen. „Fehler werden gemeinsam besprochen, für den Gesamtklang fühlen sich alle verantwortlich“, erklärt der Chorleiter.

Glocke beendet die Pause

Zurück zur Probe: Sabrina zeigt mit einer kleinen Glocke an, dass es weitergeht. Zweimal mit den Fingern schnipsen vom Chef und ein weiteres Stück wird angestimmt. Eine Minute später wieder Unterbrechung: „Am Anfang war der Rhythmus nicht übereinander“. Zweiter Anlauf, jetzt läuft alles perfekt. Wie das Lied heißt, bleibt ein Geheimnis, denn Premiere ist erst am Samstagabend in der Herdringer Schützenhalle vor Publikum. Nur so viel wird verraten, es handelt sich um ein Stück der Gruppe „Pentatonix“. Ein Aufritt, bei dem alle Mitwirkenden hochkonzentriert sein müssen, wie Jörg Decker erklärt. Denn: „Die Sängerinnen und Sänger stehen nicht nach Stimmen zusammen, sondern gemischt auf der Bühne. Das heißt, Tenor steht neben Sopran, Sopran neben Alt. Und das mit verschlossenen Augen“. Dieser Auftritt sei sehr schwierig und habe viel Probenarbeit gekostet, weil nur nach Gehör und dem Takt der eigenen Atmung gesungen würde.

Nach der Probe auf die Kirmes

Bei der Generalprobe klappen auch die anderen Stücke wie am Schnürchen, zur Entspannung ging es später noch einen Rundgang über die Hüstener Kirmes.

Der „Junge Chor Oeventrop“ besteht derzeit aus 30 Sängerinnen und Sängern „so viel wie lange nicht mehr“. Und feierte im vergangenen Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Das Programm umfasst nach den Wünschen der Chormitglieder und dem Arrangement von Jörg Decker aktuelle Rock und Pop-Songs, immer A-capella gesungen. Auf der Seite www.jco-chormusik.de wird ausführlich über den Chor informiert, verlinkt wird zu facebook und YouTube. „So erreichen wir am besten neue Sänger“, weiß Vorsitzende Alexandra Wirth. Gesucht werden noch Männerstimmen, also Tenöre oder Bässe. Bei YouTube gibt es neben Filmen von Auftritten auch selbst produzierte Musikvideos „Dynamite“ und „Jar of hearts“.

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