Keine Empfehlung in Sachen Sauerland-Museum

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Hochsauerlandkreis/Arnsberg.  Auch nach viereinhalbstündiger Sondersitzung sahen sich die Mitglieder des Kreis-Kulturausschusses gestern Abend nicht in der Lage, eine Em­pfehlung an den Kreistag hinsichtlich des Ausbaus des Sauerland-Museums zum „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ zu geben.

Obwohl - oder weil - das Ausmaß der gelieferten Fakten, Zahlen und Informationen immens groß war.

Schließlich votierten die Ausschussmitglieder mit knapper Mehrheit dafür, den neuesten Sachstand zu diesem Regionale-Projekt „erst einmal sacken zu lassen“ und ein weiteres Mal in den Fraktionen zu beraten. Die Empfehlung an den Kreistag, ob dieser den Bau beschließen soll oder nicht, will der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung am 13. Juni nachliefern. Dann ist es allerdings, höchste Eisenbahn, denn die entscheidende Kreistagssitzung ist für Freitag, 21. Juni, terminiert.

Nachdem die Kreisverwaltung sowie die eigens angereisten Fachleute, u.a. der planende Architekt Martin Bez aus Stuttgart, alle aktuellen inhaltlichen, baulichen und finanziellen Informationen geliefert ­hatten, folgte ein reger Austausch von Argumenten für und gegen das 12. Mio.-Euro-Projekt, an dem sich neben den Ausschussmitgliedern auch zahlreiche weitere Kreistagsmitglieder beteiligten, die im Vorfeld zu dieser Sondersitzung eingeladen worden waren (wir berichteten).

Dabei wurde deutlich, dass es auch innerhalb einzelner Fraktionen noch kein einheitliches Meinungsbild gibt. Sowohl aus Reihen der CDU als auch der SPD gab es sowohl Stimmen, die vehement forderten, das Museumsprojekt als einmalige Chance zu ergreifen, als auch Kritiker, denen die Risiken zu groß sind. Die Fraktion Bündnis 90/Grüne wird den Um- und Ausbau wohl geschlossen ablehnen, ebenso Reinhard Loos (SBL), der sich für eine „Sanierung im Bestand“ aussprach.

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