Zukunft pflanzen

Kindergartenkinder in Arnsberg bepflanzen eigene Beete

Die Gruppen im Kindergarten Heilig Geist bepflanzen jeweils eigene Beete auf dem Gelände der Einrichtung.

Die Gruppen im Kindergarten Heilig Geist bepflanzen jeweils eigene Beete auf dem Gelände der Einrichtung.

Foto: Franziska Richter

Arnsberg.  Kinder und Erzieherinnen in Arnsberg bewirtschaften einen eigenen Garten. Damit bewerben sie sich beim Wettbewerb „Zukunft pflanzen“.

Der katholische Kindergarten Heilig Kreuz in Arnsberg fördert die Sensibilität der Kinder für ihre Umwelt mit Hilfe eines großen Gartens, der sich über den gesamten Hof erstreckt. Zwischen den Spielgeräten findet man hier Gemeinschaftsbeete, diverse Obstbäume und -sträucher, einen Haselnussstrauch, einen Walnussbaum und einen Wildblumenstreifen mit insektenfreundlichen Pflanzen.

Zusätzlich kümmert sich jede der vier Kindergartengruppen um ein eigenes Gruppenbeet. Dieses wird von der jeweiligen Gruppe autonom bewirtschaftet. Sähen, pflegen, ernten, all das gehört dazu. Die Kinder können sich selbst überlegen und abstimmen, was in ihren Beeten gepflanzt werden soll. So hat die gelbe Gruppe einen Schwerpunkt auf insektenfreundliche Blumen gelegt, während die Mehrheit der roten Gruppe lieber Erdbeeren und Gurken in ihrem Beet haben wollte.

Einrichtungsleiterin Edith Pehl erklärt: „Wir sind ein katholischer Kindergarten und deshalb ist das Konzept auch unter dem Thema ,Schöpfung’ entstanden. Gott hat uns die Welt geschenkt und wir müssen sie schützen.“ Die Kinder sollen durch die selbstständige Pflege des Gartens neben naturkundlichen und ökologischen Themen auch die Wertschätzung der Schöpfung lernen. Man sehe auch, dass die Kinder sich gegenseitig helfen und sogar belehren, wenn jemand sich falsch verhält, berichten die Erzieherinnen.

Für alle Sinne

Seit über zehn Jahren wird dieses Konzept schon im Kindergarten Heilig Kreuz umgesetzt. Und die Kinder sind begeistert. In den vergangenen Jahren konnten sie viele Schmetterlinge, Vögel und Eichhörnchen beobachten, frischen Apfelsaft trinken, Johannisbeermarmelade essen und von den Erdbeeren und Kirschen naschen.

Denn nach der Ernte wird das Obst und Gemüse von den Kindern selbst verarbeitet. „Nach diesem pädagogischen Ansatz werden somit auch alle Sinne der Kinder gefördert“, so Edith Pehl, „fühlen, riechen, schmecken und das Sehen von vielen Farben“. Und durch den ständigen Wechsel der Bepflanzung der Gruppenbeete gibt es hier immer wieder Neues für die Nachwuchsgärtner zu entdecken.

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