Landtagswahl

Klaus Kaiser triumphiert im Wahlkreis

Wahlsieger unter sich: Klaus Kaiser (links) und Armin Laschet kürzlich in Sundern.

Foto: Martin Haselhorst

Wahlsieger unter sich: Klaus Kaiser (links) und Armin Laschet kürzlich in Sundern. Foto: Martin Haselhorst

Arnsberg.   Neheimer CDU-Schulexperte ist Sieger der Landtagswahl im Sauerland. Mutmaßungen über ein künftiges NRW-Ministeramt nennt er „hochspekulativ“.

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Lange zittern musste er nicht. Vom ersten ausgezählten Wahlbezirk an lag Klaus Kaiser (CDU) im Rennen um das Direktmandat im Düsseldorfer Landtag vorne. Am Ende holte er 48,73 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 124 - deutlich mehr als vor fünf Jahren (+ 45,0). Für Klaus Kaiser, der in Düsseldorf mit Landtagskollegen den CDU-Sieg und später im Neheimer Kolpinghaus weiter feierte, ein großer Triumph. Zumal er nun als Schulminister gehandelt wird. Gerade erst war er für den Bereich Bildung ins Kompetenzteam vom designierten NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet berufen worden.

Kaiser bei Koalitionsgesprächen dabei

„Wir haben die Themen angesprochen, bei denen die Menschen Bedarf sehen“, sagte Kaiser. Dass er als neuer Bildungsminister gehandelt werde, nannte er „hochspekulativ“. Er räumte aber ein, dem Gremium anzugehören, dass Koalitionsverhandlungen im Bereich Schule und Bildung führen wird.

Enttäuschte Verlierer

Enttäuscht war Margit Hieronymus (SPD). Sie kam mit 27,76 Prozent nicht ansatzweise an die 34,4 Prozent der Erststimmen heran, die Gerd Stüttgen (jetzt parteilos) vor fünf Jahren noch für die Genossen geholt hatte. In Arnsberg schnitt sie mit 32,82 % noch besser ab als in Sundern (26,86 %). „Ich muss das alles sacken lassen“, sagte sie gestern, als sie mit Wahlkampfbegleitern in einem Restaurant in Hüsten zusammensaß. Sie bereue nicht, in den Wahlkampf gezogen zu sein und wolle weitermachen. Ob die kleine Chance greift, über Listenplatz 33 in den Landtag einzuziehen, war noch nicht zu sagen.

Auf den Einzug in den NRW-Landtag hatte die Arnsbergerin Verena Verspohl von Bündnis 90/Grüne gehofft. Trotz eines leidenschaftlichen Wahlkampfes mit viel politischer Grünen-Prominenz vor Ort erhielt sie nur 5,05 Prozent der Erststimmen. Sie hatte aber immer gesagt, dass sie vor allem die Zweitstimmen braucht, damit Listenplatz 23 ziehen könnte. Das wird ziemlich sicher nicht gelingen. „Ich bin sehr traurig - über unser Ergebnis, aber auch über alle Zahlen dieser Wahl“, sagte sie am Sonntagabend, „es gibt jetzt ein konservatives Rollback in der Gesellschaft in allen Themen, die ich vertrete“. Verspohl, die am Sonntagabend in Düsseldorf weilte, wirkte emotional sehr angefasst, kündigte aber an, in fünf Jahren einen neuen Anlauf auf den Landtag zu nehmen und ihre Partei, weiterhin ehrenamtlich unterstützen zu wollen.

Ein starkes Ergebnis holte Hubertus Wiethoff für die FDP. Mit 8,31 Prozent der Erststimmen schnitt er deutlich besser ab als vor fünf Jahren sein Parteikollege Friedhelm Walter (4,5%). Das viertstärkste Erststimmen-Ergebnis erreichte Jürgen Antoni für die AfD. Der Arnsberger, der schon einmal kurz für die SPD im Landtag gesessen hatte, schaffte im Wahlkreis 5,45 Prozent.

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