Vereinsleben

Kleinspielfeld für die Fußballjugend von Bachum und Bergheim

Jugendleiter Frank Gördes; 1. Vorsitzender Franz Pfeil und Volker Schmidt, 2. Vorsitzender, hoffen, dass für das Projekt Jugendförderung noch viele Parzellen verkauft werden.

Jugendleiter Frank Gördes; 1. Vorsitzender Franz Pfeil und Volker Schmidt, 2. Vorsitzender, hoffen, dass für das Projekt Jugendförderung noch viele Parzellen verkauft werden.

Foto: Frank Albrecht

Bachum/Bergheim.  Der SV Bachum/Bergheim braucht mehr Platz für den Trainingsbetrieb – und verkauft nun Parzellen eines neuen Kleinspielfelds.

Beim SV Bachum/Bergheim boomt der Jugendfußball schon seit einigen Jahren. Langsam wird es aber im Wald zwischen Bergheim und Bachum zu eng für soviel sportliche Begeisterung. Ein so genanntes Kleinspielfeld mit Kunstrasen in der Größe von 13 mal 20 Metern soll Abhilfe schaffen.

„Wir wollen die Anlage auf der Freifläche hinter dem Sportheim errichten“, erklärt Volker Schmidt, 2. Vorsitzender des SV. Und bei Gesamtkosten von rund 50.000 Euro, von denen nur für den Kunstrasenplatz schon 38.000 Euro erforderlich seien, hat man sich eines bekannten Mittels besonnen – dem Verkauf von Parzellen.

Insgesamt 400 Parzellen zu einem symbolischen Preis von je 100 Euro sollen an den Mann und die Frau gebracht werden, ein Teil konnte mit Hilfe von heimischen Unternehmen erwirtschaftet werden. „Wir haben bereits schon 5.000 Euro aus der Industrie eingeworben“, freut sich Schmidt. Und die Ursel-Steinberg-Stiftung, zum Beispiel, habe dem SV Bachum/Bergheim gleich zehn Parzellen abgenommen. Das Ziel ist sportlich: Bis Ende des Jahres will man alle Parzellen verkauft haben, dann könne der Wunsch nach dem Kleinspielfeld auch zur Realität werden.

„Wir haben aber auch mit Corona zu kämpfen“, sagt Pressesprecherin Yvonne Keßler. Große Veranstaltungen seien ausgeblieben, jetzt könne noch bei Heimspielen gesammelt werden, was auch seine Grenzen habe. In den beiden Dörfern will man noch etwas mehr Werbung für die Aktion machen, für die Jugend gebe es traditionell eine große Bereitschaft etwas Geld locker zu machen.

Eigenleistung der Mitglieder

Aus der großen Kasse des Vereins dürfe man hingegen keine Unterstützung erwarten. „Wir bilden derzeit Rücklagen für die fällige Sanierung des großen Platzes in drei Jahren“, so der 2. Vorsitzende. Dann werde ein neuer Kunstrasen – den Vorschriften nach ohne Granulat – fällig – geschätzte Kosten: 150.000 Euro.

Um die Kosten für das Kleinspielfeld niedrig zu halten, setzt der der SV natürlich auch auf Eigenleistung. Schon im Spätherbst könnte mit vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände begonnen werden, handwerkliche Kompetenz aus den eigenen Reihen solle dabei helfen. „Für jede 100 Euro Parzellenspende haben wir das persönliche Gespräch gesucht“, sagt Schmidt, und man wolle jetzt nicht müde werden. Ein großes Lob schickt der SV Bachum/Bergheim schon jetzt an alle, die bislang den Bau des Kleinfelds unterstützt haben. Das es noch mehr werden, die dafür privat in die Tasche greifen, will man weiter hoffen.

Training mit Profis des VfL Bochum

Profitieren soll die breit aufgestellte Jugendarbeit im Verein. Inzwischen gibt es von der G- bis zur A-Jugend einen großen Andrang, über 200 Aktive tummeln sich auf dem vorhandenen Kunstrasenplatz, da kann es schon mal eng werden. „Seit fünf Jahren gibt es hier eine gute Entwicklung“, sagt Frank Gördes, Jugendleiter beim SV. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die beim SV Bachum/Bergheim ihre sportliche Heimat gefunden haben, sind zwischen 4 und 18 Jahre alt.

Um sie auf dem Platz und am Verein zu halten, tut der SV einiges. „Seit Jahren dürfen wir den VfL Bochum als Kooperationspartner zählen“, so Gördes, die Patenschaft für den Verein sei nach einem Feriencamp entstanden. Jetzt stoßen die Bochumer regelmäßig beim Training mit den Kinder dazu, bis in den November bekommt der SV immer freitags Besuch von fünf Trainern der Ruhrgebietsmannschaft. Ob als Grundkurs oder fortgeschrittenes Training – die Kinder fühlen sich gut unterstützt, weiß der Jugendleiter.

„Aktuell bereiten wir ein Jugendkonzept für den jungen Fußball vor“, sagt Gördes. In Kindergärten und Schulen hat man bislang Nachwuchs gewinnen können. „Im Sommer ist hier täglich ab 16 Uhr bis in den Abend Betrieb“, so Keßler. Und gerade im Bereich der Kinder könne jede Mannschaft locker drei Mal besetzt werden.

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