NRW-Krankenhausplanung

Klinikum Hochsauerland sieht sich in Strategie bestärkt

ln ihren Plänen für ein Notfallzentrum am Hüstener Karolinen-Hospital (hier ein Modell) sieht sich das Klinikum bestätigt.

ln ihren Plänen für ein Notfallzentrum am Hüstener Karolinen-Hospital (hier ein Modell) sieht sich das Klinikum bestätigt.

Foto: Martin Schwarz und Matthias Schäfer / Martin Schwarz

Gelassen reagiert das Klinikum Hochsauerland auf die Überlegungen des NRW-Gesundheitsministers Laumann zur Reform der Krankenhausplanung.

Arnsberg. In den von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorgelegten Empfehlungen zur Reform der Krankenhausplanung sieht das Klinikum Hochsauerland keine Hinweise für eine grundsätzliche Korrektur der Klinikum-Strategie. „Vielmehr gehen wir davon aus, dass unsere bisherigen Überlegungen, wie zum Beispiel die Planung des Notfallzentrums am Karolinen-Hospital in Hüsten, durch diese Entwicklung nachhaltig bestärkt werden“, so Klinikum-Pressesprecher Richard Bornkeßel auf Anfrage unserer Zeitung. Grundsätzlich würden die vorgelegten Empfehlungen zur Reform der Krankenhausplanung zu einem tiefgreifenden Systemwechsel führen, doch das Klinikum Hochsauerland habe sich durch Abschaffung von Doppel- oder gar Dreifachstrukturen schon seit vielen Jahren darauf eingestellt.

Leistungskonzentration wird gefordert

„Die geforderte Leistungskonzentration und Spezialisierung ist mit unserem Auf- und Ausbau der Zentren beispielsweise für Altersmedizin, Bauch und Darm, Frauenheilkunde inkl. Senologie, Herz und Gefäße, Hämatologie/Onkologie, Intensiv- und Notfallmedizin oder Kinder und Geburt für das Klinikum Hochsauerland bereits eingeleitet“, so Bornkeßel weiter. Für eine weitergehende Bewertung sei es aber erforderlich, die Ergebnisse des Gutachtens gründlich zu prüfen.

Das Klinikum geht dann auf Laumanns Grundgedanken ein: Statt Bettenzahlen sollen künftig Leistungsbereiche und Leistungsgruppen, gekoppelt an Mindestanforderungen in Bezug auf Qualität und Fallzahlen, als Planungsgrundlage dienen. In der Praxis bedeute dies laut Klinikum: Krankenhäuser müssen z. B. für die Versorgung von Patienten nach Herzinfarkt oder Schlaganfall künftig nachweisen, dass Qualitätskriterien, die beispielsweise der Gemeinsame Bundesausschuss oder medizinische Fachgesellschaften festgelegt haben, erfüllt werden. Hierzu zählen beispielsweise die Anzahl der im Leistungsbereich tätigen Fachärzte, bestimmte Ausstattungsmerkmale, die Erfüllung von Mindestmengen und vieles mehr. Dies ist grundsätzlich nicht neu, spielte aber bisher für die Krankenhausplanung nur eine untergeordnete Rolle.

Im Jahr 2020 soll mit allen Beteiligten im Landesausschuss für Krankenhausplanung der neue Krankenhausplan des Landes erarbeitet werden. Anschließend werden 2021 die Beteiligten vor Ort (also auch im HSK) aufgefordert, die Verhandlungen über die regionalen Planungskonzepte aufzunehmen. Dies soll bis 2022 abgeschlossen sein.

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