Caritasverband

Kontakt-Clowns bringen Arnsberger Senioren zum Lachen

Sie sind vier von etwa zehn Kontakt-Clowns und Humorbotschafter beim Caritasverband Arnsberg-Sundern: (von links) Julia Orlando (Jule Trule), Bernadette Deimen (Detti), Julia Wille (Mia Mumpitz) und Johannes Föster (Berti). Sie sind mit Leib und Seele ehrenamtliche Clowns in den Seniorenhäusern.

Sie sind vier von etwa zehn Kontakt-Clowns und Humorbotschafter beim Caritasverband Arnsberg-Sundern: (von links) Julia Orlando (Jule Trule), Bernadette Deimen (Detti), Julia Wille (Mia Mumpitz) und Johannes Föster (Berti). Sie sind mit Leib und Seele ehrenamtliche Clowns in den Seniorenhäusern.

Foto: Achim Benke

Arnsberg.   Der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern bildet Humorbotschafter für Seniorenhäuser aus. Die lustigen Akteure erhalten viel Lob.

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Ein Clown zu sein ist gar nicht schwer. Davon sind die ehrenamtlichen Clowns des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern überzeugt. Im Oktober 2016 startete der Caritasverband den ersten Kurs der Humorschulung. Bisher sind zwei Kurse organisiert worden. Mit dabei waren Julia Wille aus Oeventrop als Clown „Mia Mumpitz“, Julia Orlando (Niedereimer) als „Jule Trule“, Bernadette Deimen (Voßwinkel) als „Detti“ sowie Johannes Föster (Arnsberg-Muffrika) als „Berti“.

„Aus den beiden Kursen sind jetzt etwa zehn Clowns in unseren Einrichtungen unterwegs“, so Jutta Schlinkmann-Weber, Koordinatorin und auch Ansprechpartnerin der ehrenamtlichen Mitarbeiter für Entwicklung neuer Projekte. Für alle vier Ehrenamtlichen ist Clown sein etwas Wunderbares. Julia Wille hatte schon vor dem Projekt in Köln einen Clown-Schnupperkurs besucht.

„Es ist eine Offenbarung, dass bin ich. Ob mit roter Nase oder nicht. Als ich vom Caritas-Projekt erfuhr stand für mich fest, dass ich da mitmache“, freut sich Wille. Für „Jule Trule“ (Orlando) war klar, dass so etwas in Arnsberg fehlt: „Ich habe mich sofort in der Rolle gesehen und spiele sie sogar Zuhause. Es geht dann einiges viel leichter und ohne Aufregung.“

„Detti“ Deimen las in der Zeitung von dem Projekt. „Ich stand schon bei der kfd auf der Bühne. Erst wusste ich gar nicht, dass es sich um den Kontakt mit Senioren handelt“, so Deimen. Johannes „Berti“ Föster hat als Kind mit dem Zauberkasten viel geübt und ist zehn Jahre mit einer Gruppe als Clown durch die Kneipen in Köln getingelt. Seit 13 Jahren war er ehrenamtlich im Hospiz-Bereich tätig. „Wir haben kein Programm und stehen nicht auf der Bühne. Wir sind die Kontakt-Clowns und Humorbotschafter“, betonten die vier Clowns einstimmig. Schlinkmann-Weber bestärkt: „Sie bringen den bettlägerigen Wärme und Licht ins Herz. Bei den Demenzkranken wecken sie ganz bestimmte Emotionen.“

Viele tolle Momente

Bei den Besuchen in den Caritas-Einrichtungen erleben die Clowns immer wieder ganz tolle Momente. „Fast alle warten schon auf uns. Wir erfühlen die Stimmung im Raum und steigen dann ein, wo die Menschen gerade gedanklich sind“, so Wille. Klar hilft ihnen das Clown-Kostüm dabei. „Es ist die kleinste Maske der Welt. Einen Clown kennt doch noch jeder“, meint Deimen. Das Clown-Kostüm muss zu einem passen. Es verstärkt die einzelnen Talente und Charakteren.

Deimen hat immer einen Stoffaffen dabei. Der reicht den Menschen die Hand und schon ist der Kontakt hergestellt. Dann folgt die Spontanität. Musikinstrumente haben die vier natürlich immer dabei. Eine Ukulele, Gitarre oder Mundharmonika. „Wir können kein Instrument spielen. Das ist total egal“, lachen die Clowns. Sie wissen genau, dass der Clown vom Scheitern lebt und dadurch Humor verbreitet. Wenn Sie an ihren Minidrehorgeln drehen, dann wird sogar kräftig gesungen. „Die Demenzkranken singen dann alle Strophen von den Lieder“, staunt Orlando. Besonders im „Männerzimmer“ werden kräftig Fußballlieder gesungen. Das größte Lob für die Clowns ist: „Wenn ich euch sehe, dann geht es mir immer wieder gut.“

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