Konzert

Konzert in Arnsberg sorgt für Gänsehaut-Erlebnis

Beim Finale des vorweihnachtlichen Konzerts im Kulturzentrum singen alle Mitwirkenden zusammen mit dem Publikum „O du Fröhliche"

Beim Finale des vorweihnachtlichen Konzerts im Kulturzentrum singen alle Mitwirkenden zusammen mit dem Publikum „O du Fröhliche"

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Arnsberger Chöre stimmen die Besucher auf Weihnachten ein. 50-jähriges Jubiläum im Kulturzentrum gefeiert.

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Sie haben keine Mühen gescheut, um den Zuhörern auch nach einem halben Jahrhundert ein grandiosen vorweihnachtlichen Abend zu bescheren: Die 170 großen und kleinen Sängerinnen und Sänger des Männerchores Arnsberg 1880 und der Gerd-Schüttler-Chöre zauberten unter der Leitung von Dr. Peter Sölken ein fast dreistündiges Programm auf die Bühne des Hüstener Kulturzentrums.

Moderatorin Michaela Padberg brachte es schon bei ihrer Begrüßung auf den Punkt: „Dies sind seit 50 Jahren Konzerte, die die Menschen berühren und begeistern“. Gleich zu Beginn dann auch mit Leonard Cohens „Hallelujah“ der erste, wie Moderatorin Padberg es treffend formulierte „Gänsehautmoment“ des Abends.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner erinnerte an das erste Weihnachtskonzert im Dezember 1968 und an die Rede seines Amtsvorgängers Ferdinand Enste, der damals die Hoffnung hatte, dass die Konzerte zu einer „ständigen Einrichtung“ werden könnten und damit vermutlich die Erfolgsgeschichte vorausahnte.

Gänsehautmomente

Bittner dankte den zahlreichen Mitwirkenden für ihr Engagement. „Die weihnachtliche Vorfreude beginnt für viele Menschen in der Stadt mit diesen Konzerten, dies zeigt wieder einmal, was Musik und Gesang im Stande sind, zu leisten“, so Bittner. Anschließend hieß es „Bühne frei“ für die Aktiven. Männerchor, Kinderchor, Jugendchor „young voices“ und der Junge Kammerchor präsentierten klassische und moderne Weihnachtslieder. Noch einmal Gänsehaut gab es beim „Benedictus“ aus der „Missa 4 vou(th)“ von Tjark Baumann.

In der Pause informierten Mitarbeiter des Caritas-Seniorenhauses St. Joachim über das Projekt „Verschenke Zeit“. 15 Bewohner der Einrichtung hatten sich fotografieren lassen und wollen mit den Bildern für einen ehrenamtlichen Besuchsdienst werden. Daneben verkaufte die Karnevalstruppe der Heilig-Kreuz-Gemeinde selbst genähte Taschen für den guten Zweck.

Höhepunkt des Abends

Zurück zum Jubiläumskonzert: Höhepunkt des Abends war die Aufführung von Charles Dickens´ Novelle „Eine Weihnachtsgeschichte“ als Musical mit den Mitwirkenden aller Chöre. Die Geschichte, erzählt von Michaela Padberg, beschreibt die Arbeitersituation in Großbritannien Mitte des 19. Jahrhunderts.

Aus dem rücksichtslosen und zynischem Menschenfeind Ebenezer Scrooge (gespielt von Bruno Peus), der sich einen Dreck um das Wohlergehen seiner Arbeiter schert und die Botschaft des Weihnachtsfestes spöttisch belächelt, wird nach dem Besuch dreier Geister, von denen einer ihn mit dem Tod konfrontiert, ein wohltätiger und hilfsbereiter Mensch.

Auf der Bühne tummelten sich bei der großartigen Aufführung alle großen und kleinen Sängerinnen und Sänger im typischen Outfit der Zeit der Industrialisierung. Beim großen Finale sangen alle Aktiven zusammen mit dem Publikum „Oh du Fröhliche“.

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