Musica Sacra

Konzertreihe in Oelinghausen besteht seit 50 Jahren

Der geschäftsführende Vorstand des Freundeskreises Oelinghausen (von links): Geschäftsführer Ferdi Hauswirth und die beiden Vorsitzenden Dr. Günter Bertzen und Bernhard Padberg.

Foto: Keller

Der geschäftsführende Vorstand des Freundeskreises Oelinghausen (von links): Geschäftsführer Ferdi Hauswirth und die beiden Vorsitzenden Dr. Günter Bertzen und Bernhard Padberg.

Oelinghausen.   Freundeskreis Oelinghausen will ab 2019 die Musik-Events in der Klosterkirche neu konzipieren. Der Verein zieht eine Bilanz für 2017.

Ein Jubiläum - 50 Jahre Musica Sacra - und einen „halbrunder“ Geburtstag - 35 Jahre Freundeskreis Oelinghausen (FKÖ) - kann der Freundeskreis Oelinghausen in diesem Jahr feiern. Das gab der Vereinvorsitzende des Dr. Günter Bertzen in der Mitgliederversammlung bekannt, in der zu Beginn der fünf verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres ehrend gedacht wurde. Der FKÖ hat zurzeit 280 Mitglieder.

Entstehungsgeschichte

In seinem Jahresbericht erinnerte Dr. Bertzen besonders an die zwei großen prägenden Veranstaltungen in 2017: das 300-jährige Jubiläum der Klausing-Orgel in der Klosterkirche am Pfingstfest und im August die große Ausstellung „Misericordia, Caritas et Sanitas“. Im Anschluss an den Festgottesdienst am Pfingstsonntag wurde im Klostergartenmuseum die Ausstellung über die Orgel eröffnet, in der die Entstehungsgeschichte, ihr Aufbau und die vielfältigen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung bis hin zum Rückbau auf den barockzeitlichen Stand im Jahre 2002 anschaulich präsentiert wurden.

Rückblick auf Veranstaltungen

Am 20. August wurde die Ausstellung „Misericordia, Caritas et Sanitas“ (Barmherzigkeit, Armenfürsorge und Gesundheitspflege) eröffnet, die von Bernhard Padberg, den Schwestern der Hl. Maria-Magdalena-Postel und Mitgliedern der Kirchengemeinde St. Petri Hüsten konzipiert und eingerichtet wurde. In vielen Details wurden das Leben und die Nöte der Menschen in der beginnenden Neuzeit thematisiert und dargestellt. 2017 wurden auch alle bekannten Veranstaltungsformate weitergeführt: Führungen durch die Klosterkirche. zur Kunst, zur Geschichte, zur Natur und durch den Klostergarten.

Dafür dankte der Vorsitzende allen beteiligten Akteuren - dem Führungs-, Garten- und Ausstellungsteam. Gut angenommen wurde auch die Mitgliederfahrt zur Wewelsburg und Kloster Dahlheim. Zur Zeit wird eine ganz einfache Gartenhütte zur Aufnahme der Gartenwerkzeuge/Bänke etc. gebaut, wofür eine denkmalrechtliche Genehmigung eingeholt werden musste. Geschäftsführer Ferdi Hauswirth konnte eine zufriedenstellende Kassenlage bilanzieren. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

Prof. Michel gründet Konzertreihe

Über das Thema „Gegenwart und Zukunft von Musica Sacra Oelinghausen“ gab es dann noch Gesprächsbedarf. Dr. Bertzen erinnerte an Prof. Wilfried Michel, der die Konzertreihe 1968 als noch junger Musiker ins Leben gerufen hatte, die nach der Gründung des FKÖ 1983 mit in den Freundeskreis eingebracht wurde. Der frühe Tod von Prof. Michel 1997 war ein tiefer Einschnitt für die Konzertreihe, die dann nach einer Übergangszeit mit künstlerischer Beratung durch Prof. Szathmary (Freiburg), ab 2006 durch den heimischen Organisten Tobias Wittmann bis 2011 weitergeführt wurde.

Im März 2012 wurde St.-Petri-Kantor Peter Volbracht mit der Leitung der Konzertreihe beauftragt, dem bis zu Beginn dieser Saison das „Konzertteam“ des FKÖ (Frau Stegmann und Frau Kraft) unterstützend zur Seite stand. Diese vakanten Aufgaben sollen neu vergeben werden und gleichzeitig über eine zeitgemäße musikalische und organisatorische Gestaltung von Musica Sacra nachgedacht werden, damit die 50-jährige Konzerttradition weiter am Leben erhalten wird. Das neue Konzept soll auch von Pfarrer Meiworm und Peter Volbracht so optimal wie möglich mitgestaltet und erarbeitet werden. „Schließlich sind wir stolz auf 50 Jahre ,Musica Sacra’, so Dr. Bertzen.

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