Sauerland-Museum

Kreis steht in den Startlöchern

Beim Museumsfest nahmen jetzt viele Menschen zunächst einmal  „Abschied“

Beim Museumsfest nahmen jetzt viele Menschen zunächst einmal „Abschied“

Foto: WP

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Arnsberg. Der Zeitplan für die Umwandlung des Sauerland-Museums in Arnsberg in ein „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ steht. Fest im Visier der Planer des Hochsauerlandkreises als Eigentümer des Gebäudes ist dabei weiterhin die Fertigstellung im Spätherbst 2017.

Zwar wird noch einmal mit der Ausstellung „Anne Frank - Ein Mädchen schreibt Geschichte“ vom 12. September bis 26. Oktober mächtig Publikumsverkehr erwartet. „Aber nur im Untergeschoss. Alle anderen Etagen,“ erklärte Kreissprecher Martin Reuther auf Anfrage unserer Zeitung, „sind für Besucher geschlossen.“ Mit gutem Grund, denn dort laufen die Vorbereitungen für die Bauarbeiten an, werden die vielen Exponate verpackt und abtransportiert. Die Ausstellungsstücke des kompletten Südflügels wandern so z.B. für die nächsten Jahre ins Kreishaus im Eichholz.

Noch fehlen Stellungnahmen

Derzeit laufe bei der Stadt Arnsberg das Baugenehmigungsverfahren, parallel dazu werde die Statik vor Ort geprüft. „Wir hoffen, dass die Genehmigung bis Ende September vorliegt, damit wir dann umgehend schon mit den Arbeiten im Altbau, dem Landsberger Hof, beginnen können.“ Die Vorbereitungen für Ausschreibung und Vergabe der anstehenden Gewerke seien jedenfalls weit fortgeschritten.

Die Stadt kann jedoch das Genehmigungsverfahren erst abschließen, wenn die Stellungnahmen aller beteiligten Einrichtungen vorliegen. Stadtsprecher Elmar Kettler: „Das ist noch nicht der Fall.“ Aber auch nicht dramatisch.

Sehr aufwändig ist laut Reuther die Vergabe für Baugrube und Neubau der drei modernen Kuben. „Schon allein wegen des enormen Finanzvolumens dieser zentralen Aufgabe.“ Man gehe jedoch im Kreishaus davon aus, dass sich bis Jahresende in dieser Hinsicht alles in trockenen Tüchern befinde „und wir dann hier Mitte Januar mit den Arbeiten beginnen können. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt und der Winter nicht zu hart wird“.

Eingeplant sei selbstverständlich ein Zeitpuffer, um mögliche Probleme auffangen zu können. Martin Reuther: „Ziel ist jedoch ganz klar die Fertigstellung im Spätherbst 2017.“ Für die Eröffnung dagegen gebe es naturgemäß noch kein konkretes Datum: „Aber dies wird bis spätestens Anfang 2018 der Fall sein.“

Info

Die Museumserweiterung wird im Zuge der „Regionale 2013“ umgesetzt.

Für die Planung zeichnet das Stuttgarter Architektur-Büro „Bez + Kock Generalplaner GmbH“ verantwortlich.

Vorsitzender der Baukommission des HSK ist Ludger Maas.

Gesamtinvest: 11,5 Mio. Euro.

In der Zeit der Schließung wird das „Blaue Haus“ stärker mit Veranstaltungen bespielt.

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