Hüttendorf auf Neumarkt

Kunsthandwerk und Leckeres auf Arnsberger Weihnachtsmarkt

Nina Niehaus mit „Arnsberger Laternen“ -  die Teelichter werden am Stand von „Kunstvolles aus dem Erzgebirge“ angeboten

Nina Niehaus mit „Arnsberger Laternen“ - die Teelichter werden am Stand von „Kunstvolles aus dem Erzgebirge“ angeboten

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Der Arnsberger Weihnachtsmarkt zieht mit einem stimmungsvollen Hüttendorf auf dem Neumarkt viele Gäste an.

Nussknacker und Engel aus dem Erzgebirge, der Duft von Backschinken, gebrannten Mandeln und Glühwein, dazu musikalische Darbietungen: Der klassizistische Neumarkt ist seit dem Wochenende wieder ein großes Weihnachtsdorf. Scharen von Besuchern strömten an den ersten drei Tagen des Weihnachtsmarktes durch die kleine aber feine Budenstadt. Die hell erleuchteten Holzhütten waren dicht umlagert und boten mit ihren sorgfältig ausgesuchten Angeboten viele Anregungen für die Festtage.

Bereits am Freitagnachmittag war der Weihnachtsmarkt von Bürgermeister Ralf Paul Bittner und dem Verkehrsvereins-Vorsitzenden Tarek Jumah offiziell eröffnet worden. An der Eröffnung nahmen auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teil, dabei auch Vertreter der politischen Parteien und der Arnsberger Vereine. Am Abend spielte das Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft traditionelle und moderne Weihnachtslieder. Dicht umringt, besonders von den Kindern war am Samstag Eisbildhauer Joachim Knorra. Der Künstler aus Winterberg, seit vielen Jahren gern gesehener Akteur auf dem Weihnachtsmarkt, zauberte mit akribischer Genauigkeit aus einem großen Eisblock einen traumhaften Engel – natürlich zum Anfassen.

Viel Musik

Die Musikerinnen und Musiker vom Blasorchester Wennigloh konnten wegen der Umbauarbeiten an der Auferstehungskirche leider nicht wie gewohnt von der Turmempore spielen, erfreuten die Besucher aber von der Bühne aus mit Melodien zum Advent. Annette Baumeister war vom Auftaktwochenende begeistert: „Das Wetter spielte mit, die Stimmung war bestens und der Weihnachtsmarkt rappelvoll“, zog die Geschäftsführerin des Verkehrsvereins eine erste Bilanz. Auch am gestrigen 1. Adventssonntag tummelten sich wieder unzählige Menschen auf dem Weihnachtsmarkt.

Viel Beifall gab es für Aufführungen der Tanzsportabteilung des TV Arnsberg (TSA), die Kleinsten begeisterten mit Tänzen wie „Popcorn“ und „Wackelpudding“, danach gab es Auftritte der „Line-Dancer“. Am Abend spielte die Jugendorchestergemeinschaft der Musikverein Müschede und Niedereimer besinnliche Blasmusik zum Advent. In den Aktionshütten wurde gebastelt und gewerkelt, manch schönes Weihnachtsgeschenk konnte schon jetzt erworben werden. Besenbinder Hans-Wilhelm Deitmar zeigte, wie man aus Reisigen einen echten „Hexenbesen“ fertigen kann, filigrane Holzarbeiten gab es am Stand von Arnsbergs Drechsler Johann Mansch.

Aufwärmen mit Glühwein

Und fürs Aufwärmen nach ein paar Runden entlang der Verkaufshütten sorgten an den Gastronomieständen Backschinken, Leberkäs’ und Grünkohl sowie je nach Geschmack die traditionellen Punschgetränke „Heißer Willi“ oder „Heißer Rosso“.

Der Auftakt des Weihnachtsmarktes war also eine rundum perfekte Sache, die stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Arnsberger Neumarkt war wieder einmalig, bis zum kommenden Sonntag kann das vorweihnachtliche Flair im Herzen der Stadt noch genossen werden. Zum Abschluss am 8. Dezember versprechen die Organisatoren eine tolle Überraschung für alle Besucher.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben