Parkhaus-Sanierung

Kunstharz statt Asphalt als Fahrbahn im Neheimer Parkhaus

Blick in die Baustelle: Die Sanierung des Neheimer Trilux-Parkhauses an der Marktplatz-Nordseite läuft auf Hochtouren. Die Stadtwerke Arnsberg als Bauherr berichten, dass die vor knapp zwei Monaten begonnenen Arbeiten voll im Zeit- und Kostenplan liegen. 

Blick in die Baustelle: Die Sanierung des Neheimer Trilux-Parkhauses an der Marktplatz-Nordseite läuft auf Hochtouren. Die Stadtwerke Arnsberg als Bauherr berichten, dass die vor knapp zwei Monaten begonnenen Arbeiten voll im Zeit- und Kostenplan liegen. 

Foto: Martin Schwarz

Neheim.  Neues Fahrbahn-Material soll Beton im Neheimer Trilux-Parkhaus schützen. Stadtwerke reagieren auf Schäden durch salzhaltiges Tauwasser im Winter

Die vor knapp zwei Monaten begonnenen Sanierungsarbeiten im Trilux-Parkhaus am Neheimer Marktplatz liegen voll im Zeit- und Kostenplan. „Wir werden spätestens Mitte November das Parkhaus für alle Autofahrer - auch für die Kurzzeitparker - wieder öffnen können“, berichtet Horst Meier, der bei den Stadtwerken Arnsberg den Geschäftsbereich Parkraum verantwortet. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten am 27. Juli können nur Autofahrer mit Dauerparker-Ausweis das Parkhaus nutzen.

Das 31 Jahre alte Parkhaus ist insbesondere durch das salzhaltige Tauwasser, das im Winter von den Autos ins Parkhaus gebracht wird, in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei gleichzeitigem Verschleiß der Fahrbahndecken durch starke Beanspruchung ergaben sich Undichtigkeiten im aufgetragenen Gussasphalt, durch die wiederum salzhaltiges Tauwasser den darunter befindlichen Betonboden bzw. seitliche Betonwände, vor denen sich das Salzwasser staute, angriff. Dies führte an vielen Stellen im Parkhaus zu Löchern im Asphalt sowie zu porös gewordenem Beton.

Sechsstelliger Investitionsbetrag

Besonders deutlich wurden die Schäden auf den drei Fahrebenen 2a, 3 und 3a, die durch Ein- und Ausfahrt besonders stark belastet werden. Deshalb entschied der Bauherr, die Stadtwerke Arnsberg, die dreieinhalbmonatige Sanierungszeit auf die drei Ebenen 2a, 3 und 3a zu beschränken. Als Extra kam nur eine spezielle Fugensanierung auf Ebene 2 dazu. „Diese Beschränkung der Arbeiten erfolgte aus Kostengründen, denn inklusive anderer Maßnahmen wie zum Beispiel Wand- und Deckenanstrich ergab sich für die Ebenen 2a, 3 und 3a bereits ein mittlerer sechsstelliger Investitionsbetrag“, erklärt Horst Meier.

Die Sanierung der weiteren unteren und oberen Parkhaus-Ebenen könne nach Bewilligung weiterer Gelder passieren. Wann dies sein könnte, sei heute aber ungewiss. Fest stehe allerdings, dass die Parkhaus-Nutzer nicht im nächsten Jahr mit höheren Parkhausgebühren rechnen müssen. „Das ist nicht geplant“, betont Horst Meier auf Nachfrage.

Die wichtigste Änderung, die Autofahrer nach der Sanierung sofort bemerken, ist der neue Fahrbahnbelag. Statt Gussasphalt wird es eine Kunstharzbeschichtung geben, die in mehreren Schichten in einer Gesamtstärke von sechs bis sieben Millimetern aufgetragen wird. So wird der darunter befindliche Betonboden besser geschützt. Oberhalb der Fahrbahn wird längs der Wände und Pfeiler eine weitere 40 Zentimeter breite Kunstharzschicht aufgetragen, um auch diese Gebäudeteile vor Salzwasser zu schützen.

Farbgestaltung im Parkhaus

Die Fahrbahnen erhalten einen (dunklen) anthrazitfarbenen Ton, die Einstellplätze sind heller (steingrau) farblich gestaltet. Die normalen Pkw-Stellplätze können aber nicht breiter werden, auch wenn sich dies SUV-Fahrer wünschen würden. Das Stellplatz-Raster, das die Pfeiler vorgeben, lässt drei breitere Pkw-Stellplätze nicht zu. „Zwei große Stellplätze zwischen zwei Pfeilern wären dagegen Platzverschwendung“, so Meier.

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