Kunstsommer und Träume vom Campus

Kunstsommer 2011

Kunstsommer 2011

Foto: WP Ted Jones

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Arnsberg. Nach dem Kunstsommer ist vor dem Kunstsommer: Kulturbüro-Leiter Peter Kleine und seine Mannschaft lassen die 15. Auflage des Kulturspektakels in der Altstadt zwar derzeit noch ein wenig sacken, schauen aber schon nach vorne. Ideen von einem Künstler-Campus reifen ebenso wie die von einer thematischen Festlegung auf „Kommunikation und Information“.

Der Kunstsommer in Arnsberg war spürbar. Das ist gut so: „Wir wollen viele Menschen mitnehmen“, sagt Peter Kleine. Dabei ist stets der Spagat zu schaffen zwischen der Öffentlichkeitswirkung und dem für das Fachpublikum relevanten Anspruchsniveau. „Volksfeste feiern können andere besser“, so Kleine. Und doch habe es sich bewährt, dass der Kunstsommer viele auf Breitenresonanz abzielende Aktionspunkte gesetzt hat. Vor allem das Drei-Bühnen-Konzept hat sich ausgezahlt. „So hatten wir die Chance, verschiedene Zielgruppen zu bedienen“, sagt Kleine. Auch die Einbindung des Brunnenfestes in das Programm sei eine Bereicherung gewesen.

Die Basis des Kunstsommers waren die exakt 40 Workshops, die von 630 Teilnehmern besucht wurden. Ihre Teilnehmerbeiträge in Höhe von fast 40.000 Euro decken einen großen Anteil des 100.000-Euro-Veranstaltungsetats ab. Zudem erwuchsen aus den Workshops auch diesmal wieder spontane Aktionen, die das Arnsberger Kunstfest zusätzlich aufwerteten.

Vor allem die Musik-Workshops zogen Teilnehmer von weit her an. „Zum Jazz-Workshop kamen auch Musiker aus Holland“, so Kleine. Die Teilnehmer an den bildenden Kunstangeboten zog es hingegen eher aus dem näheren Umfeld des Sauerlandes an.

„Während des Kunstsommers waren die Hotels gut ausgebucht“, teilte der Verkehrsverein mit. Dozenten und Teilnehmern wurden in Notfällen zudem Übernachtungsmöglichkeiten im Berufsbildungszentrum vermittelt.

Der Kunstsommer 2011 war von großer Experimentierfreude geprägt. Diesen Weg will Peter Kleine fortsetzen. Eine Themen-Idee für das nächste Jahr würde da gut ins Bild passen: Kommunikation und Information. „Da lässt sich ‘was raus machen“, sagt Kleine.

Nicht abzurücken, so der Kulturbüro-Leiter, sei von der Zentrierung der Angebote in Alt-Arnsberg. „Ich würde das alles sogar gerne noch mehr bündeln“, sagt er. Und schnell ist er mit den Gedanken bei einer Art „Künstler-Campus“, auf dem sich Teilnehmer, Künstler, Fachpublikum und auch Zufallsgäste treffen. Hier könnten auch niederschwellig heimische Gruppen (zum Beispiel Kindergärten, Ganztagsgruppen, Hobbykünstler und vieles mehr.) eingebunden werden. In den „Klangräumen“ ist das in diesem Jahr schon in Ansätzen passiert, als sich Kinder von einem Gruppenprogramm begeistern ließen.

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