Landtagswahl 2022

Landtagswahl Arnsberg/Sundern: Alle Infos im Überblick

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NRW-Landtagswahlen 2022: Basiswissen auf einen Blick

NRW-Landtagswahlen 2022- Basiswissen auf einen Blick

Jede wahlberechtige Person hat zwei Stimmen: die Erststimme und die Zweitstimme. Wer welche Stimme bekommt, erklären wir im Video.

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Arnsberg/Sundern.  Der Wahlkreis Hochsauerlandkreis I ist ausgezählt. Das sind die Ergebnisse und die Fotos von den Wahlpartys.

  • In Nordrhein-Westfalen hat am Sonntag die Landtagswahl begonnen, die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet. Rund 13 Millionen Menschen sind im bevölkerungsreichsten Bundesland wahlberechtigt. Welche Kandidaten stellen sich bei der Landtagswahl 2022 in Arnsberg und Sundern zur Wahl?
  • Wie sehen die Ergebnisse in Arnsberg und Sundern im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2017 aus?
  • Informationen rund um die Landtagswahl in Arnsberg und Sundern finden Sie hier.

Sonntag, 15. Mai, 22 Uhr:Klaus Kaiser (CDU) zieht als Direktkandidat in den NRW-Landtag ein, während Frank Neuhaus noch um einen Listenplatz bangen muss. Helle Sönnecken (Grüne) ist „absolut glücklich“ mit ihrem Ergebnis.

Sonntag, 15. Mai, 21 Uhr:Der Wahlkreis 124, Hochsauerlandkreis I und damit 146 Wahllokale sind ausgezählt. Klaus Kaiser liegt bei den Erststimmen mit 45,86% deutlich vor Frank Neuhaus von der SPD (27,68%). Gewinnerin des Abends ist zudem Helle Sönnecken von Bündnis 90/Die Grünen. Sie holt im gesamten Wahlkreis 11,23 Prozent der Erststimmen. Es folgen Jürgen Antoni (AfD/5,55%), Hubertus Wiethoff (FDP/5,11%), Idiz Greiwe (Die Partei/1,85%), Hans Klein (Freie Wähler/1,58%) und Karl-Ludwig Gössling (Die Linke/1,58 Prozent).

+++ Lesen Sie auch: Kaiser-Erfolg gibt der CDU vor Ort Rückenwind +++

Sonntag, 15. Mai, 20 Uhr: Klaus Kaiser ist auf dem Rückweg aus Düsseldorf zur Wahlparty in Neheim. „Das ist ein tolles Ergebnis“, stellt er fest und meint damit sowohl sein Erst- als auch das Zweitstimmenergebnis der CDU im Wahlkreis I. Zweistellig verbessert hat sich die CDU hier gegenüber dem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2021 im gesamten Sauerland.

Sonntag, 15. Mai, 19:45 Uhr: Endspurt in Arnsberg: Es fehlen aktuell noch sieben Wahllokale. Klaus Kaiser von der CDU führt weiterhin mit 39,52 %, Frank Neuhaus von der SPD mit 33,31 % knapp dahinter. In Sundern bleibt der Abstand größer: Nach 22/30 Wahllokalen: Kaiser 46,47 %, Neuhaus 24,21 %, Sönnecken 13,03 %, Antoni (AfD) 6,58 %, Wiethoff (FDP) 4,92 %.

Im Wahlkreis Hochsauerlandkreis I liegt Klaus Kaiser mit 46,17 der Erststimmen vor Frank Neuhaus (27,12).

Sonntag, 15. Mai, 19:28 Uhr:Mit 16 von 30 sind in Sundern mehr als die Hälfte aller Wahllokale ausgezählt und der Trend bleibt beständig: Klaus Kaiser (CDU) verliert zwar wenige Prozentpunkte, liegt aber noch immer wie erwartet deutlich vor Frank Neuhaus (SPD) mit 25,76 Prozent.

In Arnsberg holt Frank Neuhaus nach 41 von 64 ausgezählten Wahllokalen auf. Mit 34,55 % rückt er nah an Klaus Kaiser (CDU/38,66 %) ran. Klaus Kaiser kann sich aber auf Sundern, Eslohe und Schmallenberg verlassen.

Sonntag, 15. Mai, 18.55 Uhr: Nach 8 von 30 ausgezählten Wahllokalen in Sundern liegt Klaus Kaiser mit 4742 Prozent vor Frank Neuhaus von der SPD (23,74 Prozent). Helle Sönnecken legt mit 13,35 Prozent ordentlich nach. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU in Sundern bei 45,53 Prozent, die SPD bei 22,7 und die Grünen bei 13,14 Prozent. Die AfD bei 6,29, die FDP bei 5,91 Prozent.

Im gesamten Hochsauerlandkreis scheint sich der Höhenflug der Grünen ebenfalls zu bestätigen. Nach 50 ausgezählten von 146 Wahllokalen im Wahlkreis HSK I liegt Direktkandidatin Helle Sönnecken bei 10,90 Prozent klar auf Platz drei. Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen aktuell 11,49 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 erzielten die Grünen im gesamten HSK 10,0 Prozent.

Sonntag, 15. Mai, 18.40 Uhr: Alles läuft darauf hinaus, dass Klaus Kaiser seinen Wahlkreis HSK I erneut gewinnen wird. Nach 22 ausgezählten Wahllokalen (von 146) liegt er mit 57,36% klar vor Frank Neuhaus (SPD/19,87%).

Der Arnsberger CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz gratuliert auf Twitter dem NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst zu dem „herausragenden Ergebnis“ und zur Bestätigung seiner Regierung. „Diese Landtagswahl war auch ein bundespolitischer Stimmungstest“, so Merz, „die CDU ist zurück, unser nach vorn gerichteter Kurs wurde bestätigt“

In Arnsberg schlägt sich Frank Neuhaus aus Bruchhausen als Direktkandidat der SPD nach Auszählung von 8 von 64 Wahllokalen sehr achtbar. Aktuell liegt er hier 32,74 % gegenüber 38,92 % von Klaus Kaiser nur knapp zurück. Klaus Kaiser baut seinen deutlich größeren Vorsprung im Wahlkreis außerhalb von Arnsberg aus.

Sonntag, 15. Mai, 18.29 Uhr: Die beiden ersten Wahllokale im Wahlkreis HSK I sind ausgezählt: Nach 4 von 146 ausgezählten Wahllokalen führt Klaus Kaiser mit 60,61% bei den Erststimmen und die CDU mit 61,02%.

Das erste Wahllokal aus Sundern ist auch dabei: In Linnepe führt Klaus Kaiser mit 56,99 Prozent vor Frank Neuhaus (24,73 %) und Helle Sönnecken (9,68 %).

Jetzt hat auch Arnsberg sein erstes Ergebnis: 51,18 Prozent im ersten ausgezählten Wahllokal lassen Klaus Kaiser jubeln.

Sonntag, 15. Mai, 18.18 Uhr: Helle Sönnecken im Hofcafe Sundern ist begeistert nach der Prognose. Die Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis HSK I freut sich über das offenbar sehr gute Wahlergebnis der Grünen im Land. „Wenn wir uns jetzt auch im Sauerland steigern, haben wir hier alles erreicht, was wir erreichen wollten!“

CDU-Bundesvorsitzender Friedrich Merz aus Arnsberg hat am Sonntagmittag seine Stimme für die Landtagswahl noch im Wahllokal in der Schützenhalle seines Heimatdorfes Niedereimer abgegeben. Am Nachmittag twitterte er ein Foto bei der Abgabe seiner Stimme. Am Abend wir er sicher noch gefragt sein, um bundespolitische Auswirkungen des NRW-Ergebnisses zu kommentieren.

Sonntag, 15. Mai, 17.10 Uhr: Bei den Parteien vor Ort wächst die Spannung: Bei der letzten Wahl, der Bundestagswahl 2021, hatte die CDU bei den Zweitstimmen in Arnsberg eine historische Schlappe erlebt und nur 28,2 Prozent der Stimmen erhalten, die SPD kam da auf 32,3 %, die FDP auf 11,6 % und die Grünen auf 11,4 %. In Sundern sah es mit 33,64 % nur etwas besser aus. Hier erzielte die SPD 27,08 Prozent, die FDP 12,86 Prozent und die Grünen 11,21 Prozent.

Sonntag, 15. Mai, 16.45 Uhr: Die heimischen Direktkandidaten erwarten aktuell die Wahlergebnisse: Die Grünen treffen sich ab 17.30 Uhr im Hofcafe in Sundern, um zusammen mit ihrer Kandidatin Helle Sönnecken den Abend zu verbringen. Die CDU trifft sich zeitgleich im Rodelhaus, allerdings wird Klaus Kaiser erst später in Neheim eintreffen, weil er als parlamentarischer Staatssekretär zunächst bei der Verkündung der ersten Wahlergebnisse in Düsseldorf weilen wird. Die SPD beschert ihrem Kandidaten Frank Neuhaus zur Wahlparty heute Abend ein „Heimspiel“ im Gasthof Körner.

Sonntag, 15. Mai, 15.30 Uhr: Auch in Sundern herrscht kein großer Andrang auf die Wahllokale. „Die bisherige Rückmeldung aus den Wahllokalen ist, dass die Beteiligung recht schwach ausfällt“, so Martin Balkenohl vom Wahl-Organisationsteam der Stadt Sundern. Dort sind vorab 6.394 Briefwahlanträge eingegangen. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl waren es etwa 9.000 Anträge. Zur Einordnung erklärt Martin Balkenohl: „Das Interesse an der Landtagswahl ist allerdings immer geringer als an der Bundestagswahl. Hinzu kommt sicherlich, dass die Menschen sich inzwischen eher wieder trauen, ins Wahllokal zu gehen. Bei der letzten Bundestagswahl war die Briefwahlbeteiligung ja u.a. auch wegen der Coronapandemie so hoch.“

Sonntag, 15. Mai, 15 Uhr: Bei der Stadt Arnsberg sind 16.700 Briefwahlanträge eingegangen. Das ist noch einmal eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Landtagswahlen. Dementsprechen etwas weniger Andrang wird in den Wahllokalen der Region vernommen. Ausgezählt wird ab 18 Uhr.

Mit einer hohen Wahlbeteiligung hat am Sonntag in Nordrhein-Westfalen die Landtagswahl begonnen. Bis 12 Uhr mittags hätten bereits knapp 36 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl teilgenommen, teilte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen am Mittag auf der Grundlage von Stichproben mit. Bei der Landtagswahl 2017 waren es zum selben Zeitpunkt etwa 34 Prozent.

Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die erste Prognose zum Wahlausgang wird kurz danach erwartet. Rund 13 Millionen Menschen sind im bevölkerungsreichsten Bundesland wahlberechtigt. In letzten Meinungsumfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und der SPD mit Spitzenkandidat Thomas Kutschatyab. Mehr Infos zur Landtagswahl lesen Sie in unserem NRW-Newsblog.

Wahlberechtigt in Arnsberg und Sundern sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag volljährig sind, ihren Hauptwohnsitz in der Stadt haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. 2017 waren bei der Landtagswahl in Arnsberg rund 57.000 und in Sundern 21.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

Landtagswahl in Arnsberg/Sundern: Kandidaten und Ergebnisse für den Wahlkreis

Bei der Landtagswahl werden entweder direkt im jeweiligen Wahllokal oder per Briefwahl zwei Stimmen abgegeben, die Erst- und die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet, welche Direktkandidaten aus dem jeweiligen Wahlkreis in den Landtag einziehen. Die Zweitstimme zählt für die jeweiligen Parteien und bestimmt damit am Ende die Sitzverteilung im 18. NRW-Landtag.

Der Hochsauerlandkreis ist in zwei Wahlkreise mit den Nummern 124 (Hochsauerlandkreis I: Arnsberg, Eslohe, Schmallenberg, Sundern) und 125 (Hochsauerlandkreis II: Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Meschede, Olsberg, Winterberg) aufgeteilt und stellt demnach zwei Direktkandidaten. NRW ist in insgesamt 128 Wahlkreise aufgeteilt. Zum ersten Mal errechnet sich die Verteilung der Wahlkreise nicht nach der Einwohnerzahl, sondern nach der Zahl der Wahlberechtigten. Das Landeswahlgesetz wurde dafür im Jahr 2020 geändert.

Als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2022 in NRW gehen in Arnsberg und Sundern (und Eslohe und Schmallenberg diese Politikerinnen und Politiker ins Rennen (Meldefrist für die Namen der Direktkandidaten war der 17. März): Klaus Kaiser, Arnsberg, (CDU), Frank Neuhaus, Arnsberg (SPD), Hubertus-Johannes Wiethoff, Eslohe (FDP), Jürgen Antoni, Arnsberg AfD), Helle Sönnecken, Sundern (Grüne), Karl-Ludwig Gössling, Bestwig (Die Linke), Idiz Greiwe, Sundern (Die Partei), Hans Klein, Sundern (Freie Wähler).

Im Nachbar-Wahlkreis 125 (Hochsauerland II) treten an: Matthias Kerkhoff, Olsberg (CDU), Hubertus Weber, Brilon (SPD); Dr. Jobst Heinrich Köhne, Meschede, (FDP), Nils Hartwig, Holzwickede (AfD), Bastian Grunwald, Brilon (Grüne), Reinhard Prange, Brilon (Die Linke), Pauline Würfel, Marsberg (Die Partei), Jörg Hunold, Brilon (Freie Wähler).

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis 124 (Hochsauerlandkreis I)

Der Wahlkreis 125 umfasst Arnsberg, Sundern, Eslohe und Schmallenberg. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier rund 104.722 Wahlberechtigte, von denen 65,93 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidat/Direktkandidatin wurde bei der Landtagswahl 2017 Klaus Kaiser (CDU) aus Neheim gewählt.

NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick: So wird gewählt
NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick- So wird gewählt

So war das Ergebnis der Landtagswahl 2017 im Hochsauerlandkreis I

Bei der Landtagswahl 2017 gewann die CDU in beiden Hochsauerland-Wahlkreisen deutlich und holte alle Direktmandate. Als Direktkandidaten gewählt wurden Klaus Kaiser und Matthias Kerkhoff.

Bei den Zweitstimmen im Wahlkreis HSK I gab es Ergebnis bei der Landtagswahl 2017:

  • CDU (43,14 im HSK I, 36,99 in Arnsberg, 43,23 in Sundern)
  • SPD (27,48 im HSK I, 31,89 in Arnsberg, 26,74 in Sundern)
  • FDP (12,66 im HSK I, 12,08 in Arnsberg, 13,56 in Sundern)
  • Grüne (4,20 im HSK I, 4,67 in Arnsberg, 3,99 in Sundern)
  • Linke (3,05 im HSK I, 3,72 in Arnsberg, 2,84 in Sundern)
  • AfD (5,87 im HSK I, 6,60 in Arnsberg, 6,27 in Sundern)
  • Sonstige (3,61 im HSK I, 4,02 in Arnsberg, 3,36 in Sundern)

Weitere Texte zur Landtagswahl in NRW lesen Sie hier:

Die Wahlbeteiligung im HSK I war mit 65,93 Prozent etwas höher als landesweit (65,2 Prozent). In Arnsberg lag sie bei 63,19 Prozent und und Sundern bei 66,90 Prozent Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung im gesamten Hochsauerlandkreis bei 78,07 Prozent, bei den Kommunalwahlen 2020 hingegen kreisweit nur bei 61,36 Prozent.

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