Wald und Holz NRW

Lehrstunde im Neheimer Stadtforst

Gruppenbild unter Bäumen: Die jungen und älteren Teilnehmer am Waldprojekt 2018 erkunden den Neheimer Stadtwald. Foto:Torsten Koch

Gruppenbild unter Bäumen: Die jungen und älteren Teilnehmer am Waldprojekt 2018 erkunden den Neheimer Stadtwald. Foto:Torsten Koch

Neheim.   Waldpädagogik führt Grundschüler, Forstleute, Lehrer, Lehrgangsteilnehmer und Arnsbergs Bürgermeister Ralf Bittner ins Grüne. Eichen gepflanzt.

Waldpädagogik zum Anfassen: Grundschüler, Forstleute, Lehrer und angehende Waldpädagogen trafen sich am Dienstag im Neheimer Stadtwald, um zu lernen, zu beobachten und zu pflanzen. Auch Bürgermeister Ralf Paul Bittner brachte eine kleine Eiche in die Erde – und machte seine Sache gut: „Daumen hoch“, hieß es aus Reihen der 22 Graf-Gottfried-Grundschüler, die zuvor bereits als eifrige Baumpflanzer Hand angelegt hatten.

Hand in Hand

Hand in Hand mit Dr. Georg Berkemeier vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW, der den Mädchen und Jungen nicht nur praktisch half, sondern auf keine Frage eine Antwort schuldig blieb. Und das alles im „fremden Revier“, denn der Neheimer Forst ist – wie erwähnt – im Besitz der Stadt. Die wiederum hat ihn vor 650 Jahren von Graf Gottfried geschenkt bekommen – womit sich der Kreis der Beteiligten wieder schließt. „Wir haben diesen Ort ganz ­bewusst gewählt“, erklärt Elke Hübner-Tennhoff, „um zu zeigen, alle machen beim Waldprojekt mit.“ Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein der Weiterbildung zum „Zertifikat Waldpädagogik“, ein 21-tägiger Kursus in sechs Modulen, den die Mitarbeiterin des Forstlichen Bildungszentrums (FBZ) von Wald und Holz NRW leitet.

23 angehende Waldpädagogen

Apropos „alle machen mit“: 23 angehende Waldpädagogen aus ganz NRW waren natürlich ebenfalls am Dienstagvormittag zwischen den Neheimer Bäumen präsent, lauschten und machten sich eifrig Notizen. In ihrer jeweiligen Heimatkommune sollen sie demnächst ähnliche Waldprojekte stemmen. Der „Ausflug“ in die örtliche Natur war gespickt mit Inhalten, die Anregungen liefern – und ist außerdem prüfungsrelevant...

Schon seit acht Jahren kooperieren FBZ und Graf-Gottfried-Schule, wenn’s um den Wald geht; helfen den Kursusteilnehmern bei deren Prüfungsvorbereitungen – und machen dem Namensgeber ihrer Grundschule alle Ehre:

„Echt krass – Graf Gottfried hat uns den Wald geschenkt – der Wald ist ein Geschenk und ein Weg in die Zukunft“ lautet das Motto des aktuellen Projektes samt dazu gehöriger Baumpflanz-Aktion.

Diese Schenkung jährt sich nun, wie erwähnt, zum 650. Mal. Also durften die Grundschüler ihren Teil zum Erhalt des Waldes beitragen, pflanzten kleine Eichen ein. Mit großem Stolz, vor allem, als sich Arnsbergs erster Bürger zu ihnen gesellte. „Hast du dem Bürgermeister die Hand gegeben?“, raunte ein Nachwuchs-Forstwirt dem anderen ins Ohr. „Klar“, gab der zurück – und legte noch einen drauf:

Der heißt doch auch Paul

„Der heißt doch auch genau so wie ich – Paul!“ Und damit gar nichts schief gehen konnte, gab’s noch den Tipp: „Das Grüne muss nach oben...“. Hilfreich, will man sich in ein paar Jahrzehnten unter der Bürgermeister-Eiche zum Plausch treffen. Wenn Jung und Alt, Groß und Klein weiter aktiv an der Gestaltung des Waldes mitwirken, steht diesem Treff nichts im Weg.

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