Leuchtenindustrie

Licht-Cluster NRW könnte Industrie und Handwerk vernetzen

Blick auf die LED-Leuchtenproduktion bei Trilux: Zu den Zielen eines möglichen Licht-Clusters NRW gehört es, den Wissentransfer zwischen Leuchtenherstellern und Elektro-Installationsbetrieben zu fördern.

Foto: Ted Jones

Blick auf die LED-Leuchtenproduktion bei Trilux: Zu den Zielen eines möglichen Licht-Clusters NRW gehört es, den Wissentransfer zwischen Leuchtenherstellern und Elektro-Installationsbetrieben zu fördern. Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Das in Neheim ansässige Lichtforum NRW begrüßt mögliches Licht-Cluster NRW in Arnsberg. Ralf Bittner will Idee Rückenwind geben

Der Arnsberger SPD-Bürgermeisterkandidat Ralf Bittner setzt sich für eine stärkere Vernetzung von Industrie und Handwerk ein. Mit Blick auf die heimische Leuchtenindustrie will er einem in der Licht- und Leuchtenbranche schon lange diskutierten „Licht-Cluster NRW“ politischen Rückenwind geben. „Mit Sitz in Arnsberg könnte ein solches Cluster die Interessen von Leuchtenherstellern und Elektro-Handwerksfirmen, die die Leuchten vor Ort installieren, vernetzen“, meint Bittner und lädt für den 14. November um 18.30 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in die Hüstener Trilux-Akademie ein.

Elf Firmen tragen Lichtforum NRW

Im Vorfeld dieser Diskussion sprach unsere Zeitung mit Dennis Köhler, Geschäftsführer des im Neheimer Kaiserhaus ansässigen Lichtforums NRW. Schon das Lichtforum NRW selbst ist ein effektives Beispiel für Vernetzung - insbesondere in der Leuchtenindustrie. Denn zwölf Sauerländer Leuchtenbetriebe (allein neun davon sind in Arnsberg ansässig) haben sich im Lichtforum zusammengeschlossen, um gemeinsam Forschung und Technik, Mitarbeiterfortbildung und Produktpräsentation bei der Messe „Lichtwoche Sauerland“ voranzubringen.

„Das Lichtforum hat sich schon seit seiner Gründung vor fünf Jahren für eine bessere Vernetzung von Industrie und Handwerk eingesetzt und begrüßt deshalb den politischen Willen, ein Vernetzungskonzept zu fördern“, meint Dennis Köhler. Denn politische Unterstützung sei nötig, um die für ein Cluster möglichen öffentlichen Fördermittel erhalten zu können.

Wissentransfer als Cluster-Ziel

„Ein besserer Wissenstransfer zwischen Leuchtenfirmen und Elektro-Installationsbetrieben sollte eines der Ziele eines solchen Licht-Clusters sein“, sagte Köhler. Denn Leuchtenhersteller bieten ihren Auftraggebern heute individuelle Lichtlösungen für ihre Gebäude an. Diese Lichtkonzepte sind wiederum mit technisch anspruchsvollen Lichtsteuerungen verbunden. Für die Elektro-Installation vor Ort bedarf es daher eines hohen handwerklichen Know-hows, das im Zuge des rasanten lichttechnischen Wandels in Richtung LED auch stets aktualisiert werden muss

Lichtforum: Es gibt zu wenig ausgebildete Lichtplaner

„Leider wird heute für einen Großteil von Verwaltungs-Neubauten in Deutschland kein ausgefeiltes Lichtkonzept erstellt, das ein hohes Maß an Lichtsteuerungsmöglichkeiten sowie Aspekte gesunden Lichts berücksichtigt. Dies liegt häufig daran, dass es in Deutschland an ausgebildeten Lichtplanern mangelt“, berichtet Köhler. Das daraus folgernde Ziel, in einem Lichtcluster NRW einen (Master-)Studiengang Lichtgestaltung/Lichtplanung in Arnsberg zu schaffen, strebe das Lichtforum schon lange an. Doch bisher fehle es an finanziellen Mitteln, in Kooperation mit einer deutschen Universität eine Stiftungsprofessur in Arnsberg zu schaffen. „Öffentliche Fördermittel für ein Licht-Cluster könnten helfen“, so Köhler.

Podiumsdiskussion in Trilux-Akademie

Der SPD-Stadtverband Arnsberg lädt zu einer Diskussion ein, in der es um ein mögliches Licht-Cluster NRW in Arnsberg, aber auch um die Vernetzungder Wissenschaftslandschaft und digitalen Gründerszene des Ruhrgebiets mit der Sauerländer Wirtschaft geht. Am 14. November um 18.30 Uhr diskutieren in der Hüstener Trilux-Akademie MdB Dirk Wiese (SPD), Trilux-Geschäftsführer Johannes Huxol, Thomas Westphal (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund) sowie Wolfgang Werth (IG-Metall-Chef Arnsberg). Moderator ist SPD-Bürgermeisterkandidat Ralf Bittner. Interessierte Bürger, die teilnehmen wollen, melden sich an unter: 02932 / 701246 ; stadtverband@spdarnsberg.de

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