Wohnungsbau

Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Arnsberg

Zu wenig Wohnraum in Mehrfamilienhäusern – vor allem in Arnsberg ein Problem. Der Trend bei Neubauten geht vor Ort eindeutig in Richtung Einfamilienhäuser.

Zu wenig Wohnraum in Mehrfamilienhäusern – vor allem in Arnsberg ein Problem. Der Trend bei Neubauten geht vor Ort eindeutig in Richtung Einfamilienhäuser.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Arnsberg/Sundern.  Neueste Statistiken von IT NRW für Arnsberg und Sundern zeigen: Der Trend bei Neubauten geht eindeutig in Richtung Einfamilienhäuser.

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Bezahlbarer Wohnraum ist sowohl in Arnsberg als auch in Sundern stark nachgefragt. Die Zahl der in den vergangenen Jahren fertig gestellten Wohngebäude trägt dieser Entwicklung zwar Rechnung, wie ein erster Blick auf jetzt vorliegende Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigt. Doch bei genauerem Hinschauen zeigt sich vor allem in Arnsberg, dass es viel zu wenig Wohnraum in Mehrfamilienhäusern gibt. Wir haben die von „Information und Technik“ (kurz: IT) NRW aufbereiteten Statistiken analysiert, das Ergebnis ist ernüchternd.

Insgesamt 16.654 Quadratmeter Wohnfläche wurde im Jahr 2018 – dem aktuellsten in der Aufarbeitung von IT NRW – in Arnsberg neu geschaffen. Ein Plus von 47,3 Prozent im Vergleich mit 2010; damals waren es nur 11.307 Quadratmeter.

Allerdings wurden zu Beginn des kürzlich abgerundeten Jahrzehnts 47 neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern errichtet, im Jahr 2018 waren es nur 31. Der Trend bei Neubauten geht eindeutig in Richtung Einfamilienhäuser – 70 dieser Wohngebäude mit nur einer Wohnung wurden im Verlauf des Jahres 2018 in Arnsberg fertig gestellt, acht Jahre zuvor waren es lediglich 47.

Zwölf Wohnungen 2018 in Sundern

In Sundern ist die Tendenz bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern prozentual zwar gestiegen, doch die „nackten“ Zahlen stehen auch in der Röhrstadt für eine sehr überschaubare Entwicklung: Ende 2018 wurden zwölf Wohnungen in neu gebauten Mehrfamilienhäusern bezugsfertig, 2010 waren es neun.

„Die Nachfrage nach bezahlbaren kleinen Wohnungen steigt“, hat die Stadt Arnsberg schon in ihrer Ende 2018 vorgelegten Wohnungsmarktanalyse erkannt (siehe Infobox). Diese Analyse prognostiziert bis 2030 einen Gesamtwohnungsbedarf von stadtweit 1450 Wohnungen. Zurzeit gehören 85 Prozent des Wohnungsbestandes in Arnsberg privaten Einzeleigentümern.

Die Stadt kann sich vorstellen, Teile großer benachbarter Gärten, mit denen Einfamilienhäuser in früheren Jahrzehnten ausgestattet wurden, zu Bauland mit Erschließungsstraßen zu machen. Dies kann aber nur im Einvernehmen mit den jeweiligen Eigentümern erfolgen.

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