BürgerRegion Sorpesee

Meinkenbracht auf dem Weg zum Sternendorf

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Meinkenbracht bei Sundern

Meinkenbracht bei Sundern

Foto: KRISCHER, Heinz/Ted Jones

Sundern.   Leader-Programm steuert 11 000 Euro für Sternenbeobachtungspfad und Liegeplätze mit Sternenkarten in Meinkenbracht bei. Weitere Projekte am Start.

Die Entwicklung Meinkenbrachts zum „Sternendorf“ wird ein Leader-Projekt. Gemeinsam mit fünf weiteren Ideen zur Attraktivitätssteigerung der Bürgerregion am Sorpesee erhielt der Plan, sich die Lage mitten in der Natur zum Vorteil zu machen, grünes Licht von der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG).

Die Bewohner des Dorfes erhoffen sich größere Strahlkraft in die Region. In Meinkenbracht gibt es wenig so genannte „Lichtverschmutzung“ und somit beste Bedingungen zur Sternenbeobachtung. Für knapp 17 000 Euro sollen in den nächsten 14 Monaten ein Planeten- und ein Sternenbeo­bachtungspfad sowie Liegeplätze mit Sternenkarten installiert werden. Zwei Drittel der Kosten steuert das Leader-Programm bei.

Lange Sitzung der LAG

„Der Leader-Prozess kommt ganz schön ins Rollen“, sagte Leader-Vereinsvorsitzender Klaus Peter Sasse nach einer langen Sitzung der LAG, in der knapp 280 000 Euro für insgesamt sechs Projekte positiv beschieden wurden. „Es sind Projekte, die unterschiedlicher nicht sein können und die Vielfalt unserer Region bestens widerspiegeln. Jeweils ein Projekt kommt aus Balve, Neuenrade und Sundern, und drei weitere Vorhaben betreffen das gesamte Leader-Gebiet“, so Klaus Peter Sasse.

Mit dem Bildungs- und Partizipationsprojekt „Power Up – Bring Deine Ideen in Form“ werden junge Erwachsene zwischen 16 und 20 Jahren aufgerufen, sich weiterzubilden und während eines „Sommers am See“ aktiv in die Ideenumsetzung einzusteigen. Anschließend sollen sie eigene Projekte in ihrer Stadt umsetzen.

Ein weiteres Projekt für die Gesamtregion ist die „Regionsweite Erwerbstätigenbefragung“ in Form einer Marktforschungsstudie. „Es wird zwar immer gesagt, dass zusätzlich zu herausragenden beruflichen Möglichkeiten die Lebensqualität in der Region sehr hoch sei, aber ist das wirklich so?“, fragt Lars Morgenbrod. „Wir finden es spannend, das herauszufinden.“ 800 bis 1000 Menschen zwischen 16 und 67 Jahren sollen dazu befragt werden. Daraus, so der Regionalmanager, könne man wichtige Erkenntnisse für zukünftiges Handeln ziehen und die Ergebnisse – so sie denn positiv genug ausfallen – auch fürs Marketing nutzen.

Überregionale Reichweite

Jungen Arbeitnehmern widmet sich das „App-Netzwerk“, das sogar überregionale Reichweite hat, denn es sind nicht nur die vier Städte Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern, sondern auch die Stadt Meschede, daran beteiligt. Es soll ein digitaler Standortkatalog mit Informationen zu Stellenangeboten, Veranstaltungen, Vereinswesen, Handel und Gastronomie entstehen und an Schul-Apps angebunden werden. Der größte zu erhoffende Mehrwert sei, dass die Schüler durch Informationen über mögliche Arbeitgeber sowie Ausbildungs- und Praktikumsangebote in der Region bleiben.

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