Realschule am Eichholz

Mit dem Aus der Realschule endet ein erfolgreiches Kapitel

Auslaufen der Realschule am Eichholz

Mit dem Auslaufen der Realschule am Eichholz in Arnsberg kommt auch bei Schulleiter Thomas Mono große Traurigkeit auf.

Mit dem Auslaufen der Realschule am Eichholz in Arnsberg kommt auch bei Schulleiter Thomas Mono große Traurigkeit auf.

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Arnsberg.  Alles geschieht jetzt zum letzten Mal - und mit der Zeugnisübergabe am 6. Juli ist es endgültig aus und vorbei.

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56 Jahre erfolgreiche Schulgeschichte in Arnsberg gehen unwiderruflich zu Ende. Am 27. Juni wird in der Realschule am Eichholz zum letzten Mal unterrichtet, am 6. Juli mit der Zeugnisübergabe an den letzten 10er Jahrgang ein starkes Schul-Kapitel in Arnsberg geschlossen. Für immer und ewig.

„Alles erfolgte und erfolgt jetzt zum letzten Mal: der letzte Elternsprechtag, die letzte Lehrerkonferenz, die letzte Schulkonferenz. Und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer saßen zum Schluss immer betreten mit dem Gedanken da: ,Das war’s.’“ Sagt Schulleiter Thomas Mono.

Ein Nachtreten in Richtung Politik gibt es nicht

Auch er ist der letzte in dieser Funktion. Was noch aussteht in der üblichen Schulroutine: die Zeugniskonferenz am 29. des Monats. Natürlich: auch zum letzten Mal.

Thomas Mono, seit 2002 zunächst kommissarisch, dann offiziell der Chef der Schule, blickt mit Trauer und Wehmut zurück. Aber ohne Nachzutreten in Richtung Politik, die letztlich 2013 das Auslaufen der Schule beschlossen hatte.

Aufmerksamkeit liegt bis zuletzt auf den Schülern

Denn Nachtreten, das ist nicht Monos Ding. Seine Aufmerksamkeit liegt vielmehr auch in diesen letzten Tagen der 1962 gegründeten Schule ganz auf einem reibungslosen Betrieb - im Interesse der SchülerInnen des letzten Jahrgangs, für die nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

„Wir sind sogar noch viel enger zusammengewachsen“

Überhaupt, so Thomas Mono, zeichne sich die Realschule am Eichholz seit jeher als eine intakte Gemeinschaft aus.

„Hat das Lehrerkollegium schon immer an einem Strang gezogen, sind wir nach dem für uns traurigen Beschluss zur Abwicklung der Schule sogar noch viel enger zusammengewachsen. Und das ist einfach schön.“

Dieser Zusammenhalt zeige sich auch in den regelmäßigen Treffen mit längst pensionierten Kolleginnen und Kollegen. „Sie alle fühlen sich noch mit unserer Schule verbunden. Wir sind einfach eine emotionale Gemeinschaft. Und das sind keine leeren Worte.“

Schon über 1.000 Anmeldungen für Abschiedsfete

Doch diese Gemeinschaft gehe weit über das Kollegium hinaus. Zur großen Abschiedsparty unter dem Motto „… dann eben tschüss!” am 6. Juli im eigens angemieteten Festzelt an der Promenade hätten sich schon jetzt über 1 000 ehemalige SchülerInnen angemeldet, „ohne dass wir groß dafür geworben haben“.

Plötzlich könnte das Festzelt viel zu kleine sein

So hätten viele diesen auch für die Ehemaligen traurigen Anlass dazu genutzt, um sich zu Klassentreffen zu verabreden. Selbst Ex-Kollegen würde dafür eigens aus weiter Ferne anreisen. „Wir haben jetzt sogar Sorge, dass das große Festzelt viel zu klein sein könnte.“

Alle Unterrichtsfächer konnten beibehalten werden

Eher eine Sorge in Anführungszeichen. Denn richtig besorgt waren Mono und das Kollegium, als feststand, dass das Ende der Schule besiegelt ist. „Schließlich hatten wir die Verantwortung dafür, den letzten Jahrgängen einen wie gewohnt qualitativ hochwertigen Unterricht anzubieten.“

Denn zunächst, blickt Thomas Mono zurück, hätte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen können, alle Unterrichtsfächer weiterhin besetzen zu können, da bereits Lehrer abgezogen worden seien.

„Doch viele dieser Kollegen waren bereit, sich tageweise von ihren neuen Schulen abstellen zu lassen, um uns zu helfen. Dafür habe sie zum Teil sogar sehr lange Wege in Kauf genommen.“

„Die anderen Schulen haben sich kollegial verhalten“

Ein großer Dank gelte hier den anderen Schulen. „Sie alle haben sich in dieser Sache sehr kollegial verhalten. Da gab es keinerlei Probleme.“

Ebenso wie mit der Stadt Arnsberg, die das kurzzeitige Domizil in der ehemaligen Theodor-Heuss-Schule „bestens für unsere Zwecke umgestaltet hat“.

Mono selbst wird nun noch für eineinhalb Jahre auf eigenen Wunsch als ganz „normaler“ Lehrer zur Realschule Sundern wechseln. Aber was denkt man als Schulleiter, wenn man in wenigen Tagen den Schlüssel für immer herumdreht?

„Es ist einfach nur traurig“

„Es ist einfach nur traurig, aber ich werde mich stets gerne an diese Zeit, meine Kollegen und an die Schüler zurückerinnern. Und an die hohe Zustimmung von Schülern und Eltern für unsere Arbeit.“

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