Mofarennen

Mofarennen: Benzin liegt in der Enkhauser Luft

Um die Heuballen herum geht es weiter auf der rasanter gewordenen Strecke beim Mofarennen in Enkhausen. Den Sieg sichern die „Mofärheads“ als Lokalmatadoren.  

Um die Heuballen herum geht es weiter auf der rasanter gewordenen Strecke beim Mofarennen in Enkhausen. Den Sieg sichern die „Mofärheads“ als Lokalmatadoren.  

Foto: Frank Albrecht

Enkhausen.  Beim achten Mofarennen in Enkhausen können sich die „Mofärheads“ durchsetzen – auf einer rasanter gewordenen Strecke.

Knatternde Motoren und der typische Zweitakt-Geruch: Das „Mofarennen Enkhausen“ hat auch in seiner nunmehr achten Auflage gehalten, was sich Teams und Zuschauer des Motor-Spektakels erhofft hatten. Spannung, Unterhaltung und ganz vorne weg der Spaß prägten für Stunden das sportliche Event, das sich längst schon zu einem Dorffest entwickelt hat.

Das Sportliche gibt dem Mofarennen Enkhausen die eine Seite, der Unterhaltungswert die andere. Bei herrlichem Sommerwetter wurden auf der Wiese an der St. Laurentius-Kirche zunächst die Teams vorgestellt. Insgesamt 19 waren dabei und auf der Jagd nach dem Titel. Dabei hatten sich die Organisatoren um Thomas Otto schon gleich den ersten Spaß mit den Fahrern erlaubt.

Denn statt des Schnellsten auf der Vorstellungsgeraden, wurde der langsamste als erster Teilnehmer beim anschließenden Massenstart an die Linie gebeten. Hierbei kam dann auch Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel zum Einsatz. Mit der schwarz-weiß-karierten Rennflagge läutete er den Start zu vier spannenden Stunden ein. „Das Rennen hat sich wirklich toll entwickelt“, freut sich Hauptorganisator Thomas Otto und selber einer der Fahrer im Team „Puschels“. Vom ersten Start 2011 mit sechs Teams sei die Zahl auf heute 19 angewachsen. Eine Herausforderung auch für die Logistik, denn alle bekamen Platz in der stattlich angewachsenen Boxengasse.

Was in oder vielmehr unter den Mofas steckt, das gab es schließlich für alle auf der Rennstrecke zu zeigen und unter Beweis zu stellen. „Zwei Stunden lang wird durchgehend im Uhrzeigersinn gefahren, dann geht es nach einer kleinen Pause in der anderen Richtung weiter“, erklärt Björn Allefeld, Mitorganisator und Teammitglied bei den Mofärheads, die das Rennen diesmal ausgerichtet haben. Der Rundkurs auf der Wiese, der von den vielen Zuschauern weitgehend gut einsehbar ist, hat es in sich. Rutschiger Rasen, enge Kurven sowie Berg- und Talfahrten – genau das lieben die Zuschauer.

Alle Generationen sind dabei

Und über den Rennverlauf wacht auch hier die digitale Technik. Ein Transponder in den Mofas gibt die Signale, die bei jedem Zieldurchlauf gezählt werden. Waren es im letzten Jahr noch 193 Runden, so konnte diesmal das Siegerteam mit 243 gefahrenen Runden durchs Ziel gehen. „Die Mofas sind schneller geworden, das wirkt sich auch auf die Zahl der Runden aus“, erklärt Björn Allefeld, Mitglied im Siegerteam. Das konnte den Vorjahressiegern vom „Team 357“ diesmal erfolgreich den Titel streitig machen.

Neben allem Sportlichen schätz das Publikum vor allem die lockere Atmosphäre wie bei einem Dorffest, weiß Allefeld. Kuchen wird gegen Spende für Projekte im Dorf ausgegeben und sogar für das ältere Publikum, das am Samstag zur Kaffeezeit auf den Berg kam, habe man eigens Seniorenplätze mit bequemer Möblierung eingerichtet.

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