Familientragödie

Mutter getötet: Hüstener verweigert Transport zu Gericht

Ein 39-jähriger Hüstener muss sich wegen Totschlags an seiner Mutter im Zustand verminderter Schuldfähigkeit verantworten.

Ein 39-jähriger Hüstener muss sich wegen Totschlags an seiner Mutter im Zustand verminderter Schuldfähigkeit verantworten.

Foto: Ted Jones

Arnsberg/Hüsten.   Ein Hüstener soll seiner Mutter die Kehle durchgeschnitten haben. Zum Prozessauftakt erschien er nicht. Den Transport zu Gericht verweigerte er.

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Die schreckliche Familientragödie vom 5. Februar diesen Jahres in Hüsten, in der ein 39-Jähriger seiner Mutter die Kehle durchschnitten haben soll, sollte am Montag vor der 2. Großen Strafkammer als Schwurgericht verhandelt werden. Sollte.

Doch der erste von vier angesetzten Prozesstagen am Landgericht war schnell zu Ende. Weil der Angeklagte nicht dort war, wo er in einer Verhandlung zu sitzen hat, sondern er sich zu Verhandlungsbeginn weiterhin in dem psychiatrischen Krankenhaus befand, in dem er vorläufig untergebracht ist.

Medizinische Gründe: Auf Zwangsvorführung verzichtet

Wie der Vorsitzende Richter erklärte, hatte sich der 39-jährige Angeklagte schlichtweg geweigert, das Transportfahrzeug, das ihn zum Landgericht bringen sollte, zu betreten.

Zwar hätte man den Mann auch zwangsweise vorführen können, doch aus medizinischen Gründen habe man sich letztlich gegen ein solches Vorgehen entschieden.

Mann soll Mutter mit Messer tödlich verletzt haben

Dem Hüstener, der wegen Totschlags angeklagt ist, wird vorgeworfen, im Zustand verminderter Schuldfähigkeit seine Mutter nach einem vorausgegangenen Streit im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses im Drostenfeld mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt zu haben. Die 66-Jährige verstarb noch am Tatort.

Der Prozess soll nun wie geplant am 17. August - dann höchstwahrscheinlich mit dem Angeklagten - fortgesetzt werden. Bei einer eventuellen erneuten Weigerung wird ein Arzt über die Transportmöglichkeit zum Landgericht entscheiden.

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