Karneval

Narrensturm beginnt in Rumbecker Schützenhalle

Das Kinderprinzenpaar 2019: Anna-Lena Roth, „Der tanzende Diamant“ und René Räupke, „Der zockende Fußballer“, mit ihrem Gefolge bei der große Prunksitzung der KLAKAG aus Arnsberg.

Das Kinderprinzenpaar 2019: Anna-Lena Roth, „Der tanzende Diamant“ und René Räupke, „Der zockende Fußballer“, mit ihrem Gefolge bei der große Prunksitzung der KLAKAG aus Arnsberg.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Eine tolle Prunksitzung hat die Kleine Arnsberger Karnevalsgesellschaft in der Rumbecker Schützenhalle abgehalten. Mit dabei: ein Männerballett.

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Bunt kostümierte Narren in ausgefallenen Verkleidungen, perfekt einstudierte Garde- und Showtänze, eine mitreißende Hausband und ein beschwingtes Männerballett: Tolle Prunksitzung der Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft am Samstagabend in der Rumbecker Schützenhalle.

Der stellvertretender Sitzungspräsident Alexander Pusch eröffnete den Abend mit einem dreifachen „KLAKAG Helau Mäntau“ und gab weiter an Kanzler Peter Hoffmann, der die zahlreichen Gäste mit „schön, dass ihr alle da seid“ begrüßte. Premiere hatte die neue Sitzungspräsidentin Diana Schüler, die nach „Hallo, liebe KLAKAG-Freunde, hallo Rumbeck“ spontan von der Bühne aus das Handy zückte und ein Foto vom Publikum machte: „Mein erstes Mal muss festgehalten werden“.

Viel Neues in Arnsberg

Vize-Bürgermeister Peter Blume nahm in Versform den Umbau des Sauerlandtheaters, die Bürgermeisterwahl und die Eröffnung des Brückencenters ins Visier. Unter zünftiger Blasmusik vom Fanfarenzug Möhnesee-Günne zog dann das neue Kinderprinzenpaar mit Gefolge in die Halle ein.

Anna-Lena (Roth), „der tanzende Diamant“ und René (Räupke), „der zockende Fußballer“, waren bereits in der vorigen Woche proklamiert worden, jetzt erfolgte auf großer Bühne die offizielle Vorstellung der Jungmajestäten. In ihrer Antrittsrede machten Prinz René und Prinzessin Anna-Lena klar, dass sie keine Kinder von Traurigkeit sind: „Lasst uns zusammen schunkeln und lachen und viele tolle Sache machen“, riefen sie dem Publikum zu. Nach dem Gardetanz von Schlossspätzchen Jamie Hentschel und der Vorstellung der Haus- und Hofband „MusicOne“ stiegen Sitzungspräsidentin Diana Schüler und Arnsbergs Schützenhauptmann Peter Erb in die Bütt – allerdings in vertauschten Rollen: „Karnevalist“ Peter und „Schützenschwester“ Diana schenkten sich bei ihrer Diskussion über die Brauchtumspflege nichts, und manches Argument für oder gegen Karneval oder gegen und für das Schützenwesen war wie ein Treffer auf den Punkt. Die Aussage von „Schützin“ Diana „Ihr Karnevalisten seht doch alle bekloppt aus“ wurde von „Karnevalist“ Peter sofort mit „Von so hochnäsigen Fatzken wie dir, lassen wir uns in der Karnevalszeit nicht beschimpfen“ gekontert.“

Politik im Visier

Und auch politisch ging es zwischen den beiden zu: „Wenn sich ein Karnevalist als Bürgermeister hätte aufstellen lassen, hätte kein Polizist dieser Welt eine Chance gehabt“, war sich der überzeugte „Karnevalist“ Peter sicher. Die Idee für diesen Auftritt wurde übrigens auf der Bierprobe der Bürgerschützen im vergangenen Jahr geboren.

Viel Beifall gab es für die mittlere KLAKAG-Garde „Pusteblumen“ und für die Uentroper „Marrys“, die ihren Originalen von der Rheinmetropole in Nichts nachstanden. Höhepunkt der Prunksitzung war der Auftritt der „Landeier“ aus dem westfälischen Harsewinkel. Die vier Musikanten, die 2001 bei der „Närrischen Hitparade“ mit dem legendären Karnevalshit „Karneval im Bullenstall“ auf dem ersten Platz landeten, befinden sich derzeit auf Abschiedstournee und machten auch bei der KLAKAG Station. Schon nach dem ersten Lied drängten sich die Menschen vor der Bühne und waren ganz aus dem Häuschen. Erst nach einer Zugabe und mit viel Beifall wurden die „Landeier“ in den nun verdienten Ruhestand entlassen. Nach dem Gardetanz des Schlosstäubchens Gianna Rosa Peluso sorgte vor dem großen Finale das „Hüstener Männerballett“ für Stimmung im Saal. Die Hausband „MusicOne“ ließ die Närrinnen und Narren noch lange ausgelassen schunkeln und feiern.

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