Jugend trainiert

Neheim: Trotz Corona viel Bewegung an der Grimmeschule

Auf der Slackline die Balance halten – Nikita Preis, Akram Al Jumah und Berna Rashidova (von links) meistern es im Team.

Auf der Slackline die Balance halten – Nikita Preis, Akram Al Jumah und Berna Rashidova (von links) meistern es im Team.

Foto: Imrana Malik

Neheim.  Die Neheimer Grimmeschule bringt ihre Schüler unter Corona-Auflagen mit einem Aktionstag an frischer Luft in Bewegung.

„Jugend trainiert - gemeinsam bewegen setzt Zeichen für den Schulsport“, so lautete das Motto des Sport-Aktionstages an der Neheimer Grimmeschule. Dieser soll jedoch nicht nur ein Zeichen für den Schulsport, sondern auch für den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ setzen.

Der Aktionstag sorgte für viel Bewegung bei den Hauptschülern der Grimmeschule. Der Brökelmanns Park in direkter Nachbarschaft der Schule wurde kurzerhand zu einem Sportplatz. Bereits in den letzten Wochen wurde dieser vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie für den Sportunterricht genutzt, um den Schülern weiterhin ein auslastendes Angebot zu ermöglichen und dabei die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Schulen waren vom Ministerium angehalten, ihren Sportunterricht weitgehend unter freiem Himmel durchzuführen.

„Besonders für die jüngeren Schüler ist Bewegung im Schulalltag wichtig“, sagt Beate Neumann. Sie ist Sportlehrerin an der Grimmeschule. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie für den Sportunterricht schnell Möglichkeiten gefunden, damit dieser auch in Corona-Zeiten weiterhin stattfinden konnte.

Aussicht auf Preisgeld

Die Deutsche Schulsportstiftung half den Schulen bei der Durchführung des Aktionstages - durch eine Vorgabe und Empfehlung der Corona-Hygienemaßnahmen und durch Urkunden sowie Klassenpreise als zusätzliche Motivation für die Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich steuert die Deutsche Bahn als Aktionspartner Förderungen von 1000 Euro an hundert der teilnehmenden Schulen. Mithilfe eines Punktesystems können die Schüler dann einzeln und in der Klassengemeinschaft Punkte für dieses Preisgeld sammeln.

„Dieses Punktesystem zielt jedoch nicht auf die Bewertung der Schüler ab, sondern bezieht sich auf die Motivation, die Bewegungslust und den Mut seine Komfortzone zu überschreiten und sich sportlich zu betätigen“, so das Sportlehrer-Team. Bei den Fünftklässlern bedurfte es dieses Ansporns allerdings nicht. „Die Jüngsten sind immer sehr motiviert und freuen sich auf den Sport“, erzählen die Sportlehrer. Erst in den älteren Jahrgängen werde der eine oder andere Jugendliche schon einmal etwas gemütlicher und träger.

Klassenweise konnte der Parcours mit vier Stationen durchlaufen werden. Bei den Stationen handelte es sich um Laufen, Seilspringen, Basketball und Slackline-Balancieren. Zusätzlich wurden die Schüler in kleine feste Gruppen eingeteilt. Die Stationen wurden fünf Minuten lang ausgeübt, um anschließend zu sehen, wie viel der gestellten Bewegungsaufgaben die Schüler in der vom Lehrer gestoppten Zeit geschafft haben.

Anschließend rotierten die kleinen Schülergruppen zwischen den Stationen, so dass immer wieder Abwechslung in die sportliche Aktivität kam. Dabei zeigten sich die Schüler engagiert und interessiert - vor allem das Balancieren führte dazu, dass die Schüler sich gegenseitig anfeuerten und unterstützten.

10. Klasse im Praktikum

Die zehnte Klasse der Grimme-Hauptschule nahm nicht am Aktionstag teil, da die Schüler sich momentan im Praktikum befinden, alle anderen Klassen waren ansonsten beteiligt.

Circa 186 Schülerinnen und Schüler konnten im Laufe des Tages den Parcours bewältigen. Den Hygienevorschriften entsprechend durfte stets nur eine Klasse gleichzeitig die Stationen besuchen. Direkt mit Schulbeginn um kurz nach Acht begann die neunte Klasse mit dem „Frühsport“. Bis zum Schulschluss um 13.15 Uhr hatten alle teilnehmenden Schulklassen den Parcours durchlaufen und ihre Punkte gesammelt.

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