Frequenzzählung

Florierender Einzelhandel: Neheimer A-Lagen weiten sich aus

Rechts in Hauptstraße am Dom in Neheim werden die meisten Passanten an Samstagen gezählt.

Rechts in Hauptstraße am Dom in Neheim werden die meisten Passanten an Samstagen gezählt.

Foto: Hans Blossey

Neheim.   IHK-Passantenfrequenz-Zählung bestätigt Erhebungen von Aktives Neheim. Gute Zahlen gegenüber Nachbarn sollen als Trumpfkarte ausgespielt werden.

Die A-Lagen in der Neheimer Innenstadt weiten sich aus. Das ist für den Gewerbeverein „Aktives Neheim“ die entscheidende Botschaft aus der jüngsten Passantenfrequenz-Zählung der IHK Hellweg Sauerland. Die Hauptfrequenzen werden nach wie vor am Glockenspiel an der Hauptstraße am Neheimer Dom gemessen.

„Die A-Lage endete vor zwei Jahren noch an der Fischgasse. Jetzt wandert sie aber weiter Richtung Bexleyplatz“, freut sich Citymanager Konrad Buchheister.

Hoffnung auf Belebung in Aderholz-Geschäftsräumen

Der Lückenschluss zwischen den beiden Enden der Fußgängerzone mit Frequenzbringern ist seit Jahren das Ziel des Citymanagements. Bei Stadtfesten wird daher stets darauf geachtet, dass es am Bexleyplatz auffällige Attraktionen gibt. Wichtig, so Buchheister, sei außerdem, dass der Kunde dann „auf der Strecke“ auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten vorfindet. „Und da wird sich bald noch mehr tun“, kündigt er an. „Aktives Neheim“ sei guter Hoffnung, dass sich zeitnah auch in den ehemaligen Aderholz-Geschäftsräumen eine neue Belegung ergibt.

Die Neheimer schlafen nicht. Viermal im Jahr führten sie zuletzt selber Zählungen durch. Von den IHK-Zählterminen hat Konrad Buchheister nichts gewusst. „Die Ergebnisse haben aber unsere eigenen Werte mehr als bestätigt“, sagt der Citymanager. Vor zwei Jahren haben man damit begonnen, um Vergleichswerte für die Frequenzen bei den Stadtfesten zu haben. Wichtig deshalb, weil angesichts des Streits mit den Gewerkschaften um die verkaufsoffenen Sonntage nachgewiesen werden musste, dass an diesen Tagen das Stadtfest wichtiger ist als das Einkaufen. Inzwischen sei dieses Thema komplett mit Gewerkschaften und der Stadt aufgearbeitet worden, so dass auf diese Zählungen bald verzichtet werden könne. „Das hat uns verdammt viel Arbeit gemacht“, so Buchheister.

Doppelt so hohe Werte wie in Lippstadt und Soest

Die IHK-Zahlen für sich bereiten „Aktives Neheim“ genug Freude. 2300 Passanten pro Stunde am Bexleyplatz, 3500 in der Mitte der Hauptstraße und 3300 am Marktplatz seien sehr gute Werte – vor ­allem im Vergleich mit der Konkurrenz im Rennen um den Status als Einkaufsstadt. Deutlich höhere, je nach Standort sogar doppelt so hohe Werte wie in Lippstadt und Soest werden aufmerksam zur Kenntnis genommen. „Das zeigt, dass wir nicht alles falsch gemacht haben können“, sagt Konrad Buchheister.

Genau diese Statistik will „Aktives Neheim“ künftig auch als Trumpfkarte einsetzen. „Das ­wollen wir jetzt auch ausspielen“, kündigt Buchheister an. Es gehe darum, die Frequenz in der Stadt und auch die „Hidden Champions“, die erfolgreichen Unternehmen vor Ort, gemeinsam als Argument zu nutzen, wenn sich um wichtige Anker-Mieter und somit um weitere Frequenzbringer für die Einkaufsstadt bemüht wird.

Weitere eigene Erhebungen geplant

„Das Zusammenspiel aus Einkaufsmöglichkeit, Aufenthaltsqualität und Wirtschaftsstandort muss herausgearbeitet werden“, sagt Buchheister und sieht darin auch eine wichtige Aufgabe der neuen Stadtmarketing-Managerin Tatjana Schefers.

Daten werden auch nach der IHK-Zählung weiter eine wichtige Rolle für „Aktives Neheim“ spielen. So wird es auch künftig eigene Erhebungen geben. Geplant ist nun, die Parkplatznutzung zu analysieren. Ziel ist es, die Kennzeichen der Pkw zu erfassen. „Wir wollen deutlicher erkennen, woher unsere Kunden kommen“, sagt Buchheister. Daraus ließen sich dann Werbemaßnahmen ableiten.

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