Re-Edition nach 50 Jahren

Neheimer Designer sorgt für Comeback der Kreuzauster-Leuchte

Re-Edition nach 50 Jahren: Der Neheimer Leuchtendesigner Rolf Krüger (rechts) zeigt mit Matthias Kuhn von der Overather Firma „Kunststofftechnik Kuhn“ die neue Kunststoffform für die Kreuzauster-Leuchte.

Re-Edition nach 50 Jahren: Der Neheimer Leuchtendesigner Rolf Krüger (rechts) zeigt mit Matthias Kuhn von der Overather Firma „Kunststofftechnik Kuhn“ die neue Kunststoffform für die Kreuzauster-Leuchte.

Foto: Privat

Neheim.  Vor 50 Jahren entwarf der Neheimer Designer Rolf Krüger die „Kreuzauster-Leuchte“. Die Re-Edition mit neuer Technik startet Anfang 2020.

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Angesichts der heutigen riesigen Auswahl an Wohnraumleuchten, die in unzähligen Gestaltungsformen auf dem Markt sind, erstaunt es zunächst, dass eine Leuchte aus dem Jahr 1969 neu aufgelegt und mit moderner Lichttechnik versehen wird. Das kann natürlich nicht mit Massenware, sondern nur mit einer ganz besonderen Leuchte passieren. So eine Leuchte hat der Neheimer Designer Rolf Krüger vor 51 Jahren im Auftrag der in Lemgo ansässigen Leuchtenfirma Staff & Schwarz entworfen: Es war die „Kreuzauster“, die noch im gleichen Jahr des Entwurfs (1968) mit IF Design Award und dem 1. Rosenthal-Studio-Preis ausgezeichnet wurde und 1969 auf den Markt kam.

50 Jahre später arbeitet der heute 79-jährige Diplom-Designer Rolf Krüger an einem Comeback dieser Leuchte. Produktion und Vermarktung der Re-Edition sind schon weit gediehen. „Die neue Kreuzauster soll Anfang 2020 erhältlich sein“, berichtet Rolf Krüger. Neue Kreuzaustern wird man bei panomo.de (Handelsplattform in Berlin) bestellen können. Aber auch noch andere Vertriebswege haben sich Rolf Krüger und die Produktionsfirma der neuen Leuchte - die Firma Kunststofftechnik Kuhn in Overath bei Köln - offengehalten. Rolf Krüger selbst wird keine Leuchte verkaufen, er bringt als Urheber des Leuchtendesigns sein Nutzungsrecht ein. Der Neheimer hat allerdings viel Vorarbeit eingebracht und die Geschäftsbeziehungen angebahnt, bis schließlich das Projekt „Kreuzauster 2020“ stand.

Krüger hat keinen Zweifel, dass es für die neue Kreuzauster einen Markt gibt. Im Internet gibt es einen stark ausgeprägten Handel (An- und Verkauf) mit alten Kreuzaustern. „Googeln sie mal ,Kreuzauster’ und klicken dann unter ,Google Bilder’ die Händler an“, lächelt Rolf Krüger.

Der Clou der Leuchte „Kreuzauster“ besteht nach wie vor darin, dass eine einzelne quadratische Leuchte (62,5 x 62,5 Zentimeter groß) zusammen mit weiteren ebenso großen Elementen ein sehr dekoratives Lichtobjekt an Wänden oder Decken bildet. Von diesem Leuchtendesign war bereits der Autohersteller Daimler so sehr angetan, dass eine Kreuzauster-Lichtwand den Mercedes-Stand beim Genfer Automobilsalon 1972 zierte. Weitere prominente Anwendung: Im Schloss der Königin Margarethe II. von Dänemark wurde mit Krügers Kreuzauster-Elementen eine leuchtende Decke gestaltet.

Bei der nun anstehenden Re-Edition wird es einige Änderungen bei Material und Lichttechnik geben. „Die damals unter dem Lichtkreuz freiliegende Lichttechnik wird von außen nicht mehr greifbar sein. Denn es sind Schutzbestimmungen zu erfüllen, damit die neue Kreuzausterleuchte auch in einem Badezimmer installiert werden darf“, berichtet Krüger. Die Kreuzmitte werde plan auf einer Wanne aufliegen, deren Freiräume durch LEDs beleuchtet würden. Das Kreuz werde künftig nicht mehr aus Stahlblech bestehen, sondern per Vakuum-Verformung aus Kunststoff hergestellt.

Die Kreuzauster soll es in den Farben weiß oder kupferfaben oder auf speziellen Kundenwunsch in einer Sonderfarbe geben.

designer hat mit form- und farbgebung trends gesetzt

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