Schützenfest

Neheimer König setzt Schlusspunkt bei kuriosem Vogelschießen

Jubel am Fresekenhof: Axel Cöppicus-Röttger ist neuer Neheimer Schützenkönig! Die Bruderschaft feiert mit lautstarkem „Horrido!“.

Jubel am Fresekenhof: Axel Cöppicus-Röttger ist neuer Neheimer Schützenkönig! Die Bruderschaft feiert mit lautstarkem „Horrido!“.

Foto: Achim Benke

Neheim.  Eine Vogelkasten-Innenbespannung, die sich auf den Vogel legte, sorgte für eine Kuriosität beim Vogelschießen, das Axel Cöppicus-Röttger gewann

Axel Cöppicus-Röttger ist neuer Neheimer Schützenkönig. Mit dem 211. Schuss holte er den letzten Span des Königsadlers aus dem Vogelkasten. Mit lautstarkem „Horrido!“ feierte die Bruderschaft ihren neuen Regenten, der seine Ehefrau Maren zur Königin wählte.

Axel Cöppicus-Röttger lieferte sich in der Endphase des Vogelschießens einen fairen Zweikampf mit Marco Reffelmann. Beide Schützenbrüder schossen gut, am Ende hatte Axel Cöppicus-Röttger etwas mehr Glück.

Mit seinem Wunsch, König werden zu wollen, hatte Axel Cöppicus-Röttger seine Ehefrau nicht überrascht. „Maren wusste, dass ich König werden wollte“, erzählt der neue Schützenkönig im Gespräch mit unserer Zeitung. Königin Maren Cöppicus-Röttger freute sich riesig, dass ihr Mann König wurde. Die neue Königin umarmte und drückte herzlich ihren König nach dessen entscheidendem Königsschuss. Die Königin arbeitet als Bäckereifachverkäuferin für die Bäckerei Junker, der König ist Gas- und Wasserinstallateur bei der Neheimer Firma Kleinschmidt. Die neue Königsfamilie ist mit ihren beiden Kindern am Litauenring im Neheimer Rusch daheim.

Der 49-jährige neue Regent ist in der Neheimer Bruderschaft bestens bekannt. Von 1998 bis 2013 war er Chef der 2. Kompanie. Heute ist er Beisitzer im Vorstand. Schon seit vielen Jahren gehört Axel Cöppicus-Röttger zu den stark engagierten Schützen in der Neheimer Bruderschaft. Er ist Mitglied des so genannten „A-Teams“, womit das Auf- und Abbau-Team für den Festzeltzaun und auch für die Festzelt-Innenausstattung gemeint ist. Axel Cöppicus-Röttger gehört auch zu den Organisatoren der traditionellen Winterwanderung und des Schnadegangs. Seit mittlerweile 32 Jahren gehört er der Neheimer Bruderschaft an.

Bei so viel Schützenerfahrung liegt die Frage nah, warum der 49-Jährige Schütze erst jetzt König werden wollte. „Damals waren meine beiden Kinder Leo und Rieke noch klein. Ich wollte aber als König mit der ganzen Familie feiern können“, erzählt der neue Regent. Das kann er jetzt auch. Sein Sohn Leo ist 18 Jahre alt, seine Tochter Rieke ist 16 Jahre alt; sie ist darüber hinaus auch amtierende Jugendkönigin der Neheimer Schützen. Die ganze Familie Cöppicus-Röttger ist eine Schützenfamilie. Auch Axels Vater ist langjähriger Schützenbruder.

Bevor der neue König beim Vogelschießen ermittelt war, wurden die Neheimer Johannes-Schützen zwischenzeitlich mit einem kuriosen Problem konfrontiert: Durch den Beschuss löste sich im Vogelkasten die Innenbespannung und legte sich über den Rest des Vogels, der noch an der Schraube hing. „Ein faires Schießen ist so nicht möglich. Das Hindernis muss entfernt werden“, sagte der Neheimer Schützenoberst Andreas Cloer per Mikrofon zu den zahlreichen Zuschauern, die sich auf dem Fresekenhof-Gelände versammelt hatten.

Vogelkasten wird hinuntergeholt

Hierzu war es allerdings nötig, mit einer Winde den schweren Vogelkasten wieder runterzuholen, um die Innenbespannung entfernen zu können. Vorsichtig legten zwei Schützen den an der Schraube noch verbliebenen Holzklotz frei, damit das Schießen weitergehen konnte. Nachdem der Vogelkasten wieder hochgezogen war, entwickelte sich ein reiner Zweikampf zwischen Marco Reffelmann und Axel Cöppicus-Röttger, den Axel Cöppicus-Röttger dann für sich entschied.

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