Grafenbegängnis

Neue Ausstellung im Arnsberger Kloster Wedinghausen eröffnet

Die neue Ausstellung mit Tabletteinsatz ist ein Teamprojekt: Laura Bartels, Thimo Kortmann, Peter Kleine, Ronja Beier, Klaus Kaiser, Michael Gosmann, Ralf Paul Bittner und Ingo Männer (von links) freuen sich.

Die neue Ausstellung mit Tabletteinsatz ist ein Teamprojekt: Laura Bartels, Thimo Kortmann, Peter Kleine, Ronja Beier, Klaus Kaiser, Michael Gosmann, Ralf Paul Bittner und Ingo Männer (von links) freuen sich.

Foto: Frank Albrech

Arnsberg.   Der letzte Graf zwischen Schicksaal und Entscheidung: Graf Gottfried steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Eine neue App wurde vorgestellt.

Die Darstellung der Forschungen und Entdeckungen zum Leben und Wirken des Grafen Gottfried IV in Arnsberg ist seit gestern um eine Attraktion reicher: Vor zahlreichen Gästen wurde im Rahmen des traditionellen Grafenbegängnisses die neue Ausstellung im Kloster Wedinghausen unter dem Titel „Gottfrieds Vermächtnis: 650 Jahre Arnsberg bei Köln 1368 – 2018 , der letzte Graf zwischen Schicksaal und Entscheidung“ eröffnet. Zusammen mit der Eröffnung wurde auch die neue App für Smartphones vorgestellt, die eine andere Vermittlung von Geschichte ermöglicht.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst hob Bürgermeister Ralf Paul Bittner die Eröffnung der Ausstellung in den Stand der jahrhundertelangen Tradition des Grafenbegängnisses in Arnsberg. „In diesem Jubiläumsjahr können wir das Besondere dieser geschichtlichen Entscheidung feiern“, so Bittner vor Gästen aus dem Bundestag, dem Staatssekretär Klaus Kaiser und vielen Akteuren, die an der Umsetzung und Gestaltung der Ausstellung mitgewirkt haben. Der Arnsberger Bürgermeister erinnerte an die historischen Hintergründe der Übertragung der Arnsberger Grafschaft an das Erzstift Köln, für dessen Entscheidung er nur sechs Wochen Zeit gehabt habe. Zusammen mit der neuen App habe sich ein spannendes Projekt ergeben, das experimentell, gewagt und neuartig sei.

„Geschichte hat Wirkung gezeigt, wir erinnern hier an ein Ereignis mit großer Bedeutung für die Stadt Arnsberg“, stellte Staatssekretär Klaus Kaiser aus dem NRW-Ministerium für Schule, Kultur und Weiterbildung heraus. Unter Zuhilfenahme neuer Formen der Präsentation sei Geschichte anderes lebendig geworden.

Projekt mit 25.000 Euro gefördert

Kaiser betonte, dass die Ausstellung eine Möglichkeit schaffe, neue Techniken im digitalen Zeitalter kennen zu lernen. Aus der Idee ist ein Projekt geworden, das mit Fördermitteln des Ministeriums für Kultur im ländlichen Bereich in Höhe von 25.000 Euro unterstützt wurde. Die entscheidende Jury habe das Projekt als sehr spannend bewertet, vor allem wegen der digitalen Anbindung, so Kaiser. Vor den Eröffnungsgästen in der Propsteikirche deutete Kaiser an, dass das Ausstellungsprojekt jetzt weitere Möglichkeiten schaffe, Arnsberg sei nun Versuchsobjekt, um Geschichte digital zu zeigen

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