Sauerland-Museum

Neue Dauerausstellung im Sauerland-Museum nimmt Gestalt an

Große Umgestaltung in Arbeit: Das Sauerland-Museum im August.

Große Umgestaltung in Arbeit: Das Sauerland-Museum im August.

Foto: Blossey

Arnsberg.  Die umfassende Erweiterung des Sauerland-Museums in Arnsberg läuft auf vollen Touren. Hochkarätige Sonderausstellungen sollen den Altbau ergänzen.

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Die Türen des Sauerland-Museums sind aufgrund der anlaufenden Erweiterung seit geraumer Zeit geschlossen. Doch hinter den Türen der Museumsleitung wird emsig gearbeitet - an der Konzeption der neuen Dauerausstellung, die im Altbau, dem „Landsberger Hof“, unterbracht werden soll. Als ein Anziehungspunkt für die gesamte Region. Die Grobplanung ist inzwischen abgeschlossen, jetzt geht es mit der Ausführungsplanung ans „Eingemachte“.

Denn das neue Sauerland-Museum wird künftig auf zwei kräftigen Beinen stehen: dem Neubau in Richtung Ruhrstraße für hochkarätige Sonderausstellungen und eben dem Altbau, der, wie es Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein formuliert, „in der Diskussion um die Neuausrichtung völlig zu Unrecht im Schatten steht. Denn dort entsteht kein Heimatmuseum“.

Dauerausstellung mit großer Strahlkraft

Im Gegenteil: Schulte-Hobein und dessen kommissarische Stellvertreterin Dr. Ulrike Schowe wollen die neue Dauerausstellung zu einer Ausstellung von großer Strahlkraft entwickeln. Mit neuer Ausrichtung, neuen und „hypermodernen“ Medien und vielen „Superangeboten“ für die Schulen. Dabei arbeiten sie eng mit dem renommierten Gestaltungsbüro Dr. Ulrich Hermanns (Münster) zusammen, das bereits zahlreiche namhafte und große Museen betreut hat und „einen sehr guten Ruf in der Branche genießt“, sagt Schulte-Hobein.

Aber nun werden diese der Öffentlichkeit verborgenen Arbeiten richtig spannend: „Weil das Konzept fertig durchdacht ist und es jetzt darum geht, die Räume auszustatten und die Exponate auszuwählen. Dafür sind viele zeitaufwendige Recherchen erforderlich,“ erläutert Ulrike Schowe. Zumal man die Ausstellung - in weiten Teilen interaktiv - nicht überfrachten wolle, weil sonst das Interesse des Publikums leicht erlöschen könne.

Daher müsse man sich für diese Überlegungen die entsprechende Zeit nehmen und deren Ergebnis immer wieder kritisch überprüfen. „Und dafür,“ so Schowe, „ist der externe Blick auf unsere Pläne von Bedeutung, damit man nicht in Betriebsblindheit verfällt.“ Aus diesem Grund habe man auch einen wissenschaftlichen Beirat ins Leben gerufen, ergänzt Jürgen Schulte-Hobein. Besetzt unter anderem mit einem Museums-Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Weil man vernünftige Kommunikation und auch Kritik, wo sich angebracht sei, benötige, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Wissenschaftlicher Beirat unterstützt

Für die komplette Neugestaltung der Dauerausstellung inklusive Gestaltung der Räumlichkeiten stehen aus dem Gesamttopf „Museumserweiterung“ in Höhe von 12,5 Mio. Euro exakt 1 Mio. Euro zur Verfügung. Die Dauerausstellung im „Landsberger Hof“ soll bereits Anfang 2018 eröffnet sein. „Denn es ist wichtig, auch für die Stadt Arnsberg, dass schnell wieder Leben im Museum herrscht,“ so Dr. Jürgen Schulte-Hobein. Der Neubau dagegen gehe erst in 2019 an den Start. Dort ist durch die erforderliche Neuplanung angesichts der Kostenexplosion für die Baugrube eine Verzögerung eingetreten.

Übrigens: Die Freunde des Althergebrachten werden einige liebgewonnene Exponate auch künftig bewundern können - wie den Höhlenbären „Hugo“ oder den geharnischten Ritter auf dem Pferd. Allerdings eingebettet in völlig neuer und sehr spannender Umgebung.

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