Einkaufsstadt blüht auf

Neue Geschäftshäuser: Bau-Boom in Neheimer City

An der Neheimer Hauptstraße / Ecke Fischgasse ist ein neues Geschäftshaus mit zwei Modegeschäften entstanden. Das Gebäude gehört dem Unternehmer Christoph Brökelmann, der sein Firmenbüro im  Nachbarhaus Hauptstraße 21 (rechts) hat.

Foto: Martin Schwarz

An der Neheimer Hauptstraße / Ecke Fischgasse ist ein neues Geschäftshaus mit zwei Modegeschäften entstanden. Das Gebäude gehört dem Unternehmer Christoph Brökelmann, der sein Firmenbüro im Nachbarhaus Hauptstraße 21 (rechts) hat. Foto: Martin Schwarz

  Die hohe Kundenfrequenz macht Neheimer Fußgängerzone für Geschäfts-Neuansiedlungen interessant.

Die Werbegemeinschaft Aktives Neheim freut sich über viele Bauvorhaben bzw. schon in Bau befindliche Geschäftshäuser in der Einkaufstadt Neheim. Rainer Kress wird 2018 ein Modehaus an der Hauptstraße errichten, Herbert Scheidt und Stephan Werthschulte haben mit dem Bau eines neuen Geschäftshauses an der Ecke Karlstraße / Apothekerstraße begonnen und in Christoph Brökelmanns Neubau an der Hauptstraße sind schon neue Mieter eingezogen.

Heimatverbundenheit des Investors

Unsere Zeitung sprach gestern mit dem Neheimer Unternehmer Christoph Brökelmann über die Gründe, warum er sein Geld in Neheim und nicht in anderen Städten anlegt. Der Unternehmer verweist auf seine starke Heimatverbundenheit mit Neheim. „Die Industriellenfamilie Brökelmann lebt seit fünf Generationen in Neheim. Meine vier Kinder wollen das auch in sechster Generation in Neheim fortführen“, berichtet der 60-jährige Fabrikant, dem das Unternehmen „Brökelmann Geräte- und Anlagenbau“ mit Sitz an der Hauptstraße in Neheim und Produktionsstandort in Polen gehört.

Brökelmann gehören sechs Häuser und ein Grundstück

Christoph Brökelmann, dem mittlerweile allein in der Neheimer City sechs Geschäftshäuser und ein unbebautes Grundstück (gebührenpflichtiger Parkplatz) gehören, versteht sich aber auch als gute Chancen nutzender Immobiliengeschäftsmann, der sich die guten Renditen für stark nachgefragte Ladenlokalflächen nicht entgehen lassen will. Hier gehen Heimatverbundenheit und Geschäftssinn eine Symbiose ein. Diese Motiv-Symbiose gilt auch für die Neheimer Investoren Herbert Scheidt und Stephan Werthschulte. So profitiert die Einkaufsstadt Neheim maßgeblich von Neheimer Investoren. Vergleichsweise selten wurden bisher neue Neheimer Geschäftshäuser von auswärtigen Investoren finanziert.

Stationär und online vernetzen

Angesichts eines deutschlandweit befürchteten Sterbens von Einzelhändlern, die mit preiswerten Online-Händlern nicht mehr konkurrieren können, könnte das Engagement Neheimer Investoren zur Schaffung neuer Ladenlokalflächen verwundern. Christoph Brökelmann bleibt gelassen: „Wenn Einzelhändler ein exklusives Warenangebot haben und dieses auch selbst online vermarkten, müssen sie große Internet-Versandhändler nicht fürchten. Im Gegenteil: Es lockt ein noch besseres Geschäft.“

Ladenlokal als Warenpräsentation für Online-Handel

Schon heute würden große Filialisten den stationären Einzelhandel als Warenpräsentationsfläche für damit vernetzten Online-Einkauf nutzen. Der Kunde könne aus einem dann noch größeren Online-Angebot auswählen und bei Bedarf ein nicht passendes Kleidungsstück im Ladenlokal zurückgeben. Auch wenn Brökelmann den Rückgang des inhabergeführten Einzelhandels bedauert, sieht er dennoch in Großfilialisten wichtige Bausteine für das Aufblühen der Einkaufsstadt Neheim: „Ein Großfilialist zog den nächsten an“, sagt Brökelmann.

Neheimer Gastronomie-Angebot ist ausbaufähig

Bei einer Passantenbefragung, die das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) im Jahr 2016 in Neheim und 30 weiteren vergleichbaren Städten durchführte, erhielt das Gastronomie-Angebot in Neheim die bescheidene Schulnote „ 3 Minus“. Für den Verkehrsverein Aktives Neheim und auch für den Neheimer Investor Christoph Brökelmann gibt es daher Nachholbedarf beim Gastronomieangebot.

Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich Christoph Brökelmann bereit, sich für die Neuansiedlung eines Gastronomiebetriebs in der Neheimer Fußgängerzone einzusetzen. „Wenn es hierfür eine entsprechende Immobilie gibt, die ich erwerben könnte, und ein Gastronom hierfür ein erfolgversprechendes Konzept entwickelt, wäre ich zu einer weiteren Investition in Neheim bereit“, so Brökelmann.

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