Bauprojekt

Neue Hüstener Kita mit lichtdurchfluteten Räumen

Der geplante Kita-Neubau an der Röhrstraße 11c  in Hüsten

Der geplante Kita-Neubau an der Röhrstraße 11c in Hüsten

Hüsten.   Im städtischen Gestaltungsbeirat stellt Architekt Erich Wellie den Entwurf für neue Hüstener Kindertageseinrichtung vor.

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Markante Pultdächer und großzügig verglaste Gruppenräume kennzeichnen den Entwurf für die neue Hüstener Kindertageseinrichtung, die die Stadt Arnsberg an der Röhrstraße hinter der Hüstener Röhrschule errichten will. Der Kita-Neubau wird die dortige, erst etwa 25 Jahre alte Villa Martha ersetzen, die wegen starker Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbefalls abgerissen wird. Eine Sanierung wäre zu teuer gewesen.

Neubau entsteht nicht exakt auf Abrissfläche

Der Neubau wird nicht genau auf der gleichen Abrissfläche, sondern etwas schräg dahinter entstehen. Denn vor dem Gebäude soll noch ein Wendehammer für den Müllwagen sowie neun Pkw-Stellplätze für Mitarbeiter und Besucher eingerichtet werden. Neben dem Kita-Neubau entsteht ein Spielplatz.

Kanalleitung schränkt Baufläche ein

Im städtischen Gestaltungsbeirat stellte der Neheimer Architekt Erich Wellie vom Neheimer Büro „Wellie Architekten Partner“ den Entwurf für die neue Kita vor. Das Büro Wellie stand vor der nicht leichten Aufgabe, auf einer sehr beengten, vieleckigen Fläche ein Gebäude zu errichten, das sehr verschiedenen Ansprüchen genügen soll. „Die Fläche scheint zunächst groß, ein großer Teil der Grünfläche darf aber wegen einer unterirdischen Kanalleitung nicht überbaut werden“, beschrieb Erich Wellie eine der zu beachtenden Gegebenheiten. Zu berücksichtigen war auch die städtische Vorgabe, dass die Kita nicht zweigeschossig gebaut werden sollte. Denn durch Gruppenräume in Obergeschossen wäre die Einstellung zusätzliches Personals nötig geworden.

Räume für 60 bis 70 Kinder

Architekt Erich Wellie war es bei den Planungen wichtig, dass allen drei Kita-Gruppen für die insgesamt 60 bis 70 Kinder gleichwertige Räume zur Verfügung gestellt werden. „Keine Gruppe soll durch die Raumverteilung im Gebäude benachteiligt werden“, sagte Erich Wellie zu den Architekten und Politikern, die dem städtischen Gestaltungsbeirat angehören. So entstand die Idee, für jede der drei Gruppen einen nach Süden ausgerichteten, großzügig verglasten, eineinhalbgeschossigen Gruppenraum mit Pultdach zu schaffen. Der über eine Treppe zugängliche Freiraum unter dem Dach könnte als Snoozle-Bereich genutzt werden, der nicht die Einstellung von zusätzlichem Personal erfordert.

Baukosten: 3,3 Millionen Euro

Zu jeder Kita-Gruppe gehören darüber hinaus ein Differenzierungsraum sowie weitere Funktionsräume (Sanitäranlagen etc.), nicht zu vergessen die Küche. Die Mitarbeiterinnen erhalten einen Gruppenraum und die Kita-Leitung ein Büro, aus dessen Fenster heraus beobachtet werden kann, wer ein Kind am Eingang abholt. Der hinten gelegene Kita-Eingang ist über einen Weg, der seitlich am Gebäude vorbeiführt, zu erreichen. Hinter der Eingangstür gelangen die Kinder zunächst auf einen unüberdachten Innenhof, von dem aus die Eingänge zu den einzelnen Kita-Gruppen zu erreichen sind.

Angesichts der vielfältigen Grundstücks- und Nutzungsbedingungen, die das Büro Wellie zu beachten hatte, hielten sich die auswärtigen Architekten diesmal mit Kritik zurück. Es gab nur Anregungen zu kleinen Details. Für den Neubau der Kita hat die Stadt Arnsberg Kosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro veranschlagt, wovon das Land die Baumaßnahme mit 1,08 Millionen Euro fördert. Die Abrisskosten sind mit 60 000 Euro kalkuliert.

Die erst ca. 25 Jahre alte Villa Martha wird abgerissen

Die erheblichen Feuchtigkeitsschäden mitsamt dem starken Schimmelbefall führten dazu, dass am 29. Juni 2017 - bei Vorliegen der Messergebnisse - die Stadt Arnsberg ihre Hüstener Villa Martha, in der zuvor der OGS-Betrieb der Röhrschule lief und in der künftig Hüstener Kita-Gruppen untergebracht werden sollten, umgehend schloss. Weitere Untersuchungen zeigten, dass eine Sanierung des erst etwa 25 Jahre alten Gebäudes zu teuer wäre. Die Stadt Arnsberg beschloss daher einen Kita-Neubau, der Ende 2018 fertiggestellt sein soll.

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