Klinikum Hochsauerland

Neue Intensivstation im Karolinen-Hospital Hüsten in Betrieb

Ein Teil des intensivmedizinischen Teams des Hüstener Karolinen-Hospitals zwischen den beiden Intensivbetten in einem der vier jeweils 38 Quadratmeter großen Doppelzimmer der neuen Station. Foto:Torsten Koch

Ein Teil des intensivmedizinischen Teams des Hüstener Karolinen-Hospitals zwischen den beiden Intensivbetten in einem der vier jeweils 38 Quadratmeter großen Doppelzimmer der neuen Station. Foto:Torsten Koch

Hüsten.   Die neue Intensivstation im Karolinen-Hospital ist in Betrieb. Das Klinikum Hochsauerland investiert vier Millionen Euro am Standort Hüsten.

Auf dem Weg zur Beseitigung von Versorgungs-Engpässen in der heimischen Intensivmedizin hat das Klinikum Hochsauerland eine weitere Etappe gemeistert:

Mit Inbetriebnahme der neuen, qualitativ wie quantitativ deutlich erweiterten Intensivstation am Standort Karolinen-Hospital wird die Anzahl verschobener Operationen weiter zurück gehen. „Außerdem müssen wir uns künftig nicht mehr so häufig bei der Kreisleit­stelle von der Versorgung abmelden“, sagt Werner Kemper. Im vergangenen Jahr musste das Klinikum 704 Mal wegen fehlender bzw. ausgeschöpfter Kapazitäten die Aufnahme von Intensivpatienten ablehnen. „Obwohl wir, freie Intensivbetten vorausgesetzt, die Versorgung hätten leisten können“, fügt der Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland hinzu. Doch inzwischen sei es gelungen, die Zahl der Intensiv­betten an den drei Arnsberger Standorten innerhalb kürzester Zeit von 22 auf zunächst 42 auszubauen, bilanziert der Klinik-Chef.

Nur sechs Monate Bauzeit

Zehn der zusätzlichen Betten stehen künftig in der „Karoline“. Wie berichtet, wurde in Hüsten im ­November 2018 mit dem Anbau einer neuen Intensivstation begonnen. Nach nur sechs Monaten ist diese jetzt in Betrieb gegangen.

Statt der bisherigen acht Intensivplätze in der alten Station stehen künftig bis zu 18 Betten mit hoch moderner intensivmedizinischer Ausrüstung zur Verfügung. Von „Null auf 100“ kann es allerdings nicht laufen, die Versorgung wird in den nächsten Wochen ­sukzessive hoch gefahren, denn neben baulichen Maßnahmen und Investitionen in moderne Technik gilt es auch, weiteres Personal zu gewinnen – und zu schulen. „Eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Kräften an allen Standorten“, gibt Werner Kemper die Marschrichtung auf dem Weg zur optimierten Intensivversorgung vor Ort vor. Man wolle die regionale Versorgung stärken – und müsse auf Notfälle gut reagieren können.

Bereits im Januar dieses Jahres hat die ebenfalls aufgestockte und modernisierte Intensivstation im Arnsberger Marienhospital den Betrieb aufgenommen; inzwischen stehen dort bis zu 15 Plätze bereit (zuvor waren es nur acht); investiert wurden drei Millionen Euro.

Personal deutlich aufgestockt

Weitere acht Intensivbetten werden im Neheimer Johannes-Hospital vorgehalten – um den enorm ausgebauten Intensivbereich adäquat betreiben zu können, baut die Klinikum-Geschäftsführung das ärztliche und pflegerische Team kontinuierlich aus;

Standortübergreifend sind in Arnsberg drei zusätzliche Oberärzte tätig. Hinzu kommen neun bis zwölf Assistenzärzte, die Mediziner unterstützt ein 42-köpfiges Pflegeteam (28 Stellen). Um auch künftig hoch qualifiziertes Personal stellen zu können, setzt das Klinikum weiterhin auch auf Stärkung der eigenen Ausbildung.

450 Quadratmeter Fläche

Ein Blick in die neue „Intensiv“ an der Karoline zeigt, das viel Geld investiert worden ist – in Steinwurf-Weite zur alten Station – diese wird übrigens in den nächsten Wochen grundsaniert – warten vier geräumige Zimmer mit je zwei Betten auf Intensivpatienten; die Räume sind jeweils 38 Quadratmeter groß und vollgestopft mit „Hightech“. Zwei Einzelbetten – jeweils im Isolierzimmer und einer Räumlichkeit zur Erstversorgung – komplettieren den Bereich. Insgesamt umfasst der in Container-Bauweise errichtete Anbau in der Karoline etwa 450 Quadratmeter Fläche.

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