Wirtschaft

Neues Leben im alten Opel-Autohaus

Im ehemaligen Gebäude der Firma Opel Rosenthal & Rustemeier in Sundern, das seit einem Jahr leer steht, kommt neues Leben

Im ehemaligen Gebäude der Firma Opel Rosenthal & Rustemeier in Sundern, das seit einem Jahr leer steht, kommt neues Leben

Foto: Matthias Schäfer

Sundern.   In das alte Opel-Gebäude an der Hauptstraße in Sundern kommt durch die Caritas neues Leben.

Das leerstehende ehemalige Opel-Autohaus an der Sunderner Hauptstraße wird demnächst mit neuem Leben gefüllt. Derzeit bereiten Oliver Volz und Andreas Schneider, Projektverantwortliche beim Caritas-Verband Arnsberg/Sundern, die neuen Inhalte vor. „Es bleibt auch eine Verbindung zum Auto bestehen, denn das Gebäude hat ja noch eine komplette Werkstatt“, sagt Oliver Volz. Dato ist außer einigen Tischen und Stühlen nichts zu sehen, doch das ändert sich in Kürze.

Check & Snack

Das Projekt unter dem Namen „Check & Snack“ wird etwa 30 Menschen mit Handicap einen neuen Arbeitsplatz geben. Schon im August, so

informiert Pressesprecherin Miriam Konietzny, habe man Mitarbeitern, die derzeit noch in anderen Werkstätten des Caritas-Verbandes arbeiten, und deren Eltern und Betreuern die Räume gezeigt. Ein großer Teil der Mitarbeiter komme aus Sundern und der Umgebung. Und als Arbeitgeber müsse man dies im Blick haben: „Unter den Aspekten einer sozialräumlichen Ausrichtung sind eine Stunde Fahrt zur und von der Arbeit nicht gut“, sagt Miriam Konietzny. Schon lange sei es deshalb der Wunsch gewesen, einen Standort für eine Werkstatt in Sundern zu finden. Dies sei nun im ehemaligen Opel-Haus möglich geworden: „Wir haben schon einige Bewerbungen vorliegen“, so Andreas Schneider, doch letztlich sei man noch in den Vorbereitungen und könne nicht genau sagen, wann der Startschuss fallen werde.

Schon erprobte Variante

Geplant ist ein dreigleisiges Modell, das auch schon an anderen Standorten mit leichten Varianten erfolgreich sei: Erstens gibt es eine Autoreinigung (innen und außen): „Und das mit einer Waschanlage, aber auch händisch“, so Oliver Volz. Dazu komme ein Reifenservice: „Wir haben ja selber eine große Fahrzeug-Flotte, da können wir das Personal in aller Ruhe entwickeln und schulen. Hier können die Menschen Erfahrungen sammeln.“ Wer privat kommen möchte, ist gern gesehen, auch Firmen seien mit den Dienstfahrzeugen willkommen.

Zweitens: Die Wartezeit beim Reinigen oder Reifenwechsel kann man dann im ehemaligen Ausstellungsraum in einer Kaffeebar verbringen. „Es werden Snacks wie belegte Brötchen, Wraps oder Beagles und am Nachmittag Gebäck angeboten, dazu gibt es dann Kaffeespezialitäten “, sagt Oliver Volz. Hinter dem Team vor Ort steckt das Know How aus dem Team „Mach Mahl“ um den Arnsberger Caritas-Küchenchef Andreas Rath.

Drittes Standbein

Das dritte Standbein in Sundern wird dann eine Montage sein, in der Menschen mit Behinderung leichte Handarbeiten verrichten: „Wir werden dies offen gestalten, damit jeder sehen kann, was hier passiert“, berichtet Miriam Konietzny. „Denn wir haben festgestellt, dass vielfach eine völlig falsche Vorstellung herrscht, was unsere Mitarbeiter dort tun.“ Erfreulich: Es gibt auch schon Anfragen von Firmen aus Sundern, mit denen die Caritas-Werkstätten schon zum Teil zusammenarbeiten. „Wir sehen dies als Teilhabe an“, so das Team von „Check & Snack“. Aber eines wolle man nicht: „Wir sind keine Konkurrenz zu bestehenden Unternehmen.“

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