Soziales

Nicht nach Stadt und Staat gerufen

Der Martinspreis Sundern geht 2012 an die Saubermänner und die Rentnerband

Der Martinspreis Sundern geht 2012 an die Saubermänner und die Rentnerband

Foto: WP

Amecke/Westenfeld.   Der Martinspreis 2012 wird geteilt: Je 2500 Euro bekommen die Rentnerband aus Westenfeld und die Sauberänner aus Amecke.

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Dieser Laudator hatte Ahnung vom Heiligen Martin: „Wenn ich morgens aus dem Haus komme, sehe ich die Martins-Kapelle in Dörnholthausen“, gestand Sunderns Ehrenbürger Ferdi Tillmann gestern Nachmittag in der Amecker Schützenhalle bei der Verleihung des 4. Martinspreises. Und auch das ehrenamtliche Engagement in den Dörfern der Stadt sei ihm nicht ganz unbekannt, erzählte der frühere Ortsvorsteher von Stockum.

Bei den Preisträgern 2012, der Westenfelder „Rentnerband“ und den Amecker „Saubermännern“, sei es deshalb genau umgekehrt, wie in dem alten Witz um den Arzt, der vergebens, aber nicht umsonst kam. „Beiden Gruppen kommen immer unentgeltlich und kostenlos, aber sie kommen nie vergebens. Und was sie tun, hat immer Hand und Fuß“, betonte Ferdi Tillmann. Vor allem habe die Jury der Bürgerstiftung nach drei in der Sunderner Innenstadt angesiedelten Gruppen bzw. Personen nun Preisträger in den Dörfern gefunden: „Der Martinspreis ist das Bestes, was sich die Bürgerstiftung geleistet hat“, meinte Tillmann in seiner launigen Ansprache.

Neben dem Einsatz für die Allgemeinheit seien die beiden Gruppierungen noch Vorbilder: „Sie gehen mit gutem Beispiel voran. Das hat für unsere Jugend einen hohen pädagogischen Wert. Das ist vor allem nachahmenswert.“ Der Preis sei für beide Gruppen ehrlich verdient: „Ich kann beide nur ermuntern, weiter zumachen.“

Anschließend gab es für beiden Gruppen einen Scheck über 2500 Euro und eine Urkunde sowie Glückwünsche vom Stiftungsvorsitzenden Norbert Runde und seinem Beirat sowie von den Ortsvorstehern Monika Krick und Werner Friedhoff. In seiner kurzen Ansprache betonte Norbert Runde, dass es elf Bewerbungen gab, die qualitativ alle auf einem preiswürdigen Niveau waren. Gewürfelt habe man, wo man den Preis vergebe. Amecke habe gewonnen.

Die Amecker „Saubermänner“ gibt es seit 2005. Sie verstehen Heimatpflege als Gemeinschaftserlebnis: Sie räumen Müll weg, räumen auf, sorgen für den Parkbrunnen, stellen Weihnachtsbäume auf: „Auf ihr Tun sind die Nachbarorte neidisch“, sagte Ferdi Tillmann.

Die Westenfelder „Rentnerband“ gibt es schon seit vielen Jahren: „Sie nehmen sich immer etwas Spezielles vor. Sie haben den Walderlebnispfad gebaut. Der kann sich sehen lassen“, würdigte Tillmann die Verdienste der etwa zehnköpfigen Gruppe. In Amecke sind es bis zu 20 Senioren: „Beide vereint, dass sie nicht nach Stadt und Staat rufen, sondern selbst anpacken.“

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