Dinscheder Brücke

Oeventrop: Jetzt kommen Schranken auf die Dinscheder Brücke

Der Zustand der Dinscheder Brücke hat sich weiter verschlechtert.

Der Zustand der Dinscheder Brücke hat sich weiter verschlechtert.

Foto: Wolfgang Becker

Oeventrop.  Der Zustand der wichtigen Verkehrsverbindung hat sich weiter verschlechtert. Die Landesbehörde StraßenNRW reagiert mit weiteren Einschränkungen.

Im Zuge der baufälligen Dinscheder Brücke über die Ruhr im Verlauf der L 735 Glösinger Straße in Oeventrop sind weitere verkehrseinschränkende Maßnahmen erforderlich.

Zur Unterbindung der Befahrbarkeit durch Lastkraftwagen muss die Brücke auf eine Fahrzeugbreite von 2,10 Meter beschränkt werden. Grund: Der Zustand der Brücke hat sich weiter verschlechtert. Das teilte Straßen.NRW am Donnerstag mit.

Dafür wird nun auf beiden Seiten der Brücke eine Schrankenanlage errichtet, die in diesem Bereich die Fahrbahnbreite einengt. Rettungs- und Betriebsdienstfahrzeuge sowie der Linienbusverkehr bleiben allerdings weiterhin von der Sperrung befreit.

Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung können Schranken selbst bedienen

Die Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung, so die Landesbehörde weiter, erhalten eine Möglichkeit, die Schranken zu betätigen. „Hier muss allerdings die weitere Überwachung zeigen, welche Auswirkungen diese Ausnahmen auf die Dauerhaftigkeit der Brücke haben werden,“ so deren Sprecher Oskar Santos in Meschede.

Mit der Montage der Schrankenanlage werde in den nächsten Tagen begonnen. Eingeschaltet und aktiviert werden soll die Anlage am Dienstag, 18. Februar.

Straßen.NRW: Brückensonderprüfung zeigt erneute Verschlechterung

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift habe bei einer Brückensonderprüfung festgestellt, dass sich der Brückenzustand wiederholt signifikant verschlechtert hat.

„Um die Verkehrssicherheit und eine Befahrbarkeit der Brücke bis zum Ersatzneubau weiterhin zu gewährleisten, sind zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung der angeordneten Beschränkung für Lastkraftwagen zwingend erforderlich.“

Überwachung ist sichergestellt

Die Überwachung des schlechten Zustandes werde bereits über ein installiertes, automatisiertes Monitoring sichergestellt. So können eine fortlaufende Messung an fünf Rissen dokumentiert werden.

Die Nutzbreite der Dinscheder Brücke wird weiter reduziert

Die Dinscheder Brücke ist zurzeit für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Seit einem Jahr wird darüber hinaus der Verkehr nur noch einspurig über die Brücke geführt. Jetzt muss zur Sicherstellung des Durchfahrverbotes für Lastkraftwagen die Breite aber weiter reduziert werden.

Zu dieser aktuellen Entwicklung hatte die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift zu einem Informationsaustausch eingeladen.

Nach einer intensiven Diskussion wurde nun durch den Landesbetrieb eine Möglichkeit gefunden, Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall, Betriebsdienstfahrzeuge und den Linienbusverkehr weiterhin zuzulassen, gleichzeitig aber die Benutzung durch andere Lastkraftwagen zu unterbinden.

„Werden die verkehrlichen Auswirkungen und den Zustand des Bauwerkes beobachten“

„Wir werden die verkehrlichen Auswirkungen und den Zustand des Bauwerkes beobachten und gegebenenfalls weitere Einschränkungen im Hinblick auf die Benutzung der Dinscheder Brücke vornehmen,“ so Oscar Santos.

Hintergrund: Im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung wurden Mängel an der Bauwerkssubstanz und der damit verbundenen Dauerhaftigkeit der Brücke festgestellt. Eine Instandsetzung des im Jahr 1933 erbauten 4-Feld-Bauwerkes ist nicht mehr wirtschaftlich, so dass - wie mehrfach berichtet - ein Ersatzneubau erforderlich ist.

Straßen.NRW: Planung für den Ersatzbau liegt im Zeitplan

Erfreulich: „Die Planung für den Ersatzneubau der Brücke liegt im Zeitplan.“ Das Baurecht für den Ersatzneubau inklusive der Behelfsbrücke werde so Mitte 2020 erwartet. Parallel dazu werde die Ausschreibung derzeit vorbereitet. Ein Baubeginn, der auch die Erstellung der Behelfsbrücke umfasst, wird derzeit für Anfang 2021 erwartet.

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