Kunstprojekt

„Opfer der Möhnewiesen“ erhalten Gesicht im NRW-Landtag

Ausstellungseröffnung „Opfer der Möhnewiesen“: Landtagspräsident André Kuper (2. v.l.) mit (v.l.) der Künstlerin Astrid Breuer, Wilm-Hendric Cronenberg, Vorsitzender der Bürger-Stiftung Arnsberg, Klaus Kaiser, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, und den Schülerinnen und Schülern des St. Ursula Gymnasiums Neheim.

Ausstellungseröffnung „Opfer der Möhnewiesen“: Landtagspräsident André Kuper (2. v.l.) mit (v.l.) der Künstlerin Astrid Breuer, Wilm-Hendric Cronenberg, Vorsitzender der Bürger-Stiftung Arnsberg, Klaus Kaiser, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, und den Schülerinnen und Schülern des St. Ursula Gymnasiums Neheim.

Foto: Martin Haselhorst

Düsseldorf/Neheim.   Das Neheimer Kunstprojekt „Opfer der Möhnewiesen“ über das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen bei der Möhneflut ist jetzt im NRW-Landtag zu sehen.

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Den Opfern der NS-Zwangsarbeit ein Gesicht geben: Das ist das Ziel der neuen Ausstellung „Opfer der Möhnewiesen“ im Landtag. Sie erinnert an rund 700 Zwangsarbeiterinnen, die 1943 nach der Bombardierung der Möhnetalsperre in ihrem Lager ertranken. Zu ihrem Gedenken haben 17 Schülerinnen und Schüler des St. Ursula Gymnasiums Neheim gemeinsam mit der Arnsberger Künstlerin Astrid Breuer Portraitfotos von 17 Opfern kreativ inszeniert. Über zwei Jahre hat sie mit den Schülerinnen und Schülern in Workshops an den Bildern gearbeitet.

„Die Ausstellung ist berührend“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper. „Schüler arbeiteten die Schicksale von 17 Frauen auf und geben ihnen mit Bildern und Briefen Namen und Gesicht. Sie haben den Zwangsarbeiterinnen damit ihre Würde wiedergegeben. Es ist dieses Engagement, das eine demokratische Gesellschaft braucht, die niemals vergisst.”

Der Neheimer Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär, sieht in der Ausstellung ein gutes Beispiel dafür, wie Erinnerungskultur aktuell und lebendig gestaltet werden könne. Petra Schmitz-Hermes von der Bürgerstiftung Arnsberg, die das Projekt unterstützt hatte, freut sich darüber, dass die Arbeit der Schüler und der Künstlerin nun auch im landespolitischen Raum Anerkennung gefunden habe.

Besucher können die Ausstellung noch bis zum 2. Juni 2019 samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr kostenlos besuchen.

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