Raser

Polizei sagt den Rasern den Kampf an

Unfallschwerpunkt: Autobahnauffahrt Niedereimer

Unfallschwerpunkt: Autobahnauffahrt Niedereimer

Foto: Ted Jones

Arnsberg/Sundern.   Die Polizei sagt den Rasern in Arnsberg und Sundern den Kampf an. Die Ermittlung der Unfallschwerpunkte ist Grundlage für die Strategien.

Wo kracht es am häufigsten auf den Straßen in Arnsberg und Sundern? Die Kreispolizeibehörde des Hochsauerlandkreises hat ihren Verkehrsbericht 2016 erneut um eine Auflistung der Unfallhäufungsstellen ergänzt:

Zehn neuralgische Punkte finden sich im westlichsten Teil des HSK: sechs in Arnsberg, vier weitere in Sundern – darunter sind einige „alte Bekannte“ vertreten.

„Alte Bekannte“ in der Statistik

Auf der sogenannten „Calcit-Kreuzung“ in Holzen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unfällen, ebenso wie im Bereich des Autobahnzubringers A46 im Ortsteil Uentrop. Beide Häufungsstellen tauchen in der Statistik für 2016 erneut auf.

In Sundern „stolpern“ Autofahrer weiterhin durch den Hachener Kreisverkehr.

Hellefelder Höhe zieht Raser an

Ihre Anziehungskraft für Raser – vor allem mit dem Motorrad – hat die Hellefelder Höhe nicht verloren – zahlreichen Kontrollen zum Trotz... Wobei wir bei den Ursachen wären, die dazu führen, dass es immer wieder mal kracht:

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor Ursache Nummer eins für – meist schwere – Unfälle auf den Straßen im gesamten Kreisgebiet. Bei 29 von insgesamt 47 aktuellen Unfallhäufungs­stellen im HSK wurde Geschwindigkeit als Ursache festgestellt. „Zu schnelles Fahren bleibt die häufig­ste Unfallursache“, erklärt Polizeidirektor Klaus Bunse, Abteilungsleiter Polizei im Hochsauerlandkreis. Das trifft auch für den Bereich Arnsberg/Sundern zu, wie schon der Blick auf die örtlichen Unfallhäufungsstellen zeigt: Von den zehn Gefahrenpunkten haben fünf den Zusatz „Geschwindigkeit“ als Haupt-Unfallursache.

Eine ausführliche Darstellung findet sich unten, in der Tabelle (für Arnsberg) bzw. Karte (für Sundern, dort ist in OD Hachen Vorfahrt die Ursache, sonst drei Mal Geschwindigkeit). Doch warum machen sich die Verantwortlichen eigentlich die Mühe, solche Stellen aufzulisten?

Teil der Gesamtkonzeption

„Die örtliche Unfalluntersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkonzeption zur Verbesserung der Verkehrssicherheit“, teilt die Polizei mit. Dazu werden eigens Unfall­kommissionen eingerichtet, in denen nicht nur die fachlichen Beauftragten der Polizei, sondern auch Experten der Straßenbaubehörden und der Straßenverkehrsbehörden vertreten sind. Alle Beteiligten verfolgen ein Ziel:

„Entschärfung“ von Unfallhäufungsstellen. Natürlich gibt es noch weitere Maßnahmen, um Unfällen vorzubeugen: Prävention soll wesentlich dazu beitragen, dass weniger Verkehrstote und/oder Unfallverletzte zu beklagen sind. Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention fußen auf dem Prinzip des lebenslangen Lernens – richten sich also an alle Alters- und Ziel­gruppen. Außerdem wird – vor allem für Unbelehrbare – auf die „repressive Verkehrsüberwachung“ zurückgegriffen: Raser können demnach auch 2017 mit verstärkten Kon­trollen rechnen.

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