Karneval

Programm-Mix der KG Blau-Weiß Neheim begeistert Gäste

Die Juniorentanzgarde der KG Blau-Weiß Neheim begeistert das Publikum mit dem Showtanz „Tanz der Tänze“ und später mit ihrem Gardetanz.

Die Juniorentanzgarde der KG Blau-Weiß Neheim begeistert das Publikum mit dem Showtanz „Tanz der Tänze“ und später mit ihrem Gardetanz.

Foto: Achim Benke

Herdringen/Neheim.  Ausverkauftes Haus, viel Lob fürs Programm von den Gästen: Die KG Blau-Weiß Neheim kann mit dem Verlauf ihrer Prunksitzung sehr zufrieden sein.

Die Karnevalsfreunde in der ausverkauften Gemeinschaftshalle in Herdringen waren wieder begeistert von den Darbietungen, der Akteure auf der Bühne. Nach dem Einmarsch der befreundeten Vereine mit ihren Prinzenpaaren und der Begrüßung der Präsidentin der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim Gertrud Franke startete das fast vierstündige Programm der Prunksitzung.

Die Jugendgarde begann mit ihren Showtanz „Schlumpfparty“. Die Jüngsten der Gruppe sind gerade mal vier Jahre. Ihren fünften Geburtstag feierte Tänzerin Annabel Schumann. Vor fünf Jahren ging es für Mutter Doreen während der Hüstener Prunksitzung in den Kreissaal. Der nächste Knaller wartete schon. Die „Dolls Company“ zog das Publikum sofort in ihren Bann. Es war eine grandiose Show der drei Puppen, die als „Super jeckes Dreigestirn“ auf der Bühne wirbelten. Waren es drei Puppen? Ja, aber nur die Vater und Sohn, Gerd und Dustin Waree, bewegen sie. Man dachte, die Muppets wären auf Ecstasy. Das Publikum stand auf den Stühlen und gab den Kölnern Künstlern die erste Rakete.

Nach der Damengarde stand „Amy Winehouse“ (Elena Franke) am Mikro und performte live den verstorbenen Weltstar super authentisch. Der Applaus war ihr sicher. Bacchus und Fräulein Mirenda (Hermes) thematisierten Klimakatastrophe in der Familie und die NSA (Nationale Sicherheit Arnsberg). Georg Plümpe begeisterte mit live gesungen Evergreens aus den 70er Jahren. Es war klar, dass die Zuschauer mitsangen. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt die Garde des Kinderprinzen der Karnevalsgesellschaft Attendorn. Die nächste Rakete startete.

„Wir müssen nicht nach Köln fahren, wir haben sehr gute Akteure in unserer Region“, meint Franke. Ein offizieller Teil folgte. Heinrich Veh, Neheimer Jägeroberst, wurde zum Ehrensenator ernannt. In Begleitung der anwesenden Ehrensenatoren/innen ging es auf die Bühne. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, freut sich Veh. Seine Ehrensenator-Kappe bekommt er am Rosenmontag. Es gab Lieferschwierigkeiten.

Den Verdienstorden der Gesellschaft bekamen Alina Erle (elf Jahre aktiv in der Garde) und Silvia Gawenda (40 Jahre Schneiderin der KG) verliehen. Ein weiterer Kölner brillierte auf der Bühne. Es war der Stand-Up-Künstler, Christoph Brüske. Er nahm Politik und die deutsche Bürokratie unter die kabarettistische Lupe. „Jeder zweite Balkon in Deutschland ist illegal. Man kann in Nachbars Garten schauen, das entspricht nicht der Datenschutzgrundverordnung“, stellt er fest. Das Publikum hörte ihm gespannt zu. Er sang am Ende seines Auftritts nach der Melodie „New York, New York“ seine Arnsberger Hymne.

Arnsberger Hymne

In der Hymne kamen natürlich die Orte Arnsberg, Herdringen, Neheim und Hüsten vor. Unteranderem Fußgängerzone, Tillmanns Bauer, und dass das Rathaus an der Ruhr sche… aussieht. Bürgermeister Ralf-Paul Bittner hat es gemerkt und wird es richten. Die nächste Rakete war ihm sicher. Die Pömpelgarde der Mendener Karnevalisten holte mit ihrem Feuerwehr-Auftritt das Publikum von den Stühlen. Ehrensenator Konrad Buchheister überreichte jedem einen Pömpel (Saugglocke).

Mit ihren Garde- und Showtänzen komplettierten die Jugend- und Juniorengarden der KG Blau-Weiß Neheim die hervorragende Prunksitzung. Ein Sahnehäubchen ist jedes Jahr das Fanfaren-Corps Kolping Lendringsen. Pünktlich endete das Programm der traditionellen Prunksitzung, und man feierte noch bis in den frühen Sonntagmorgen.

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