Historisch

Propstei: Dringender Appell an alle Arnsberger

Christoph Ellebrecht, Vorsitzender des Freundeskreises Historische Sakralbauten St. Laurentius Propstei, und Propst Hubertus Böttcher freuen sich, dass es jetzt am ersten Ziffernblatt mit der Restaurierung weiter gehen kann.

Christoph Ellebrecht, Vorsitzender des Freundeskreises Historische Sakralbauten St. Laurentius Propstei, und Propst Hubertus Böttcher freuen sich, dass es jetzt am ersten Ziffernblatt mit der Restaurierung weiter gehen kann.

Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.  Es mus weiter gehen mit der Sanierung des Alten Klosters Wedinghausen. Doch es fehlt Geld. Wie soll es also gehen?

Wer sich den luftigen Wirkungsort der Handwerker für die aktuellen Sanierungsarbeiten am Kloster Wedinghausen anschauen möchte, muss hoch hinaus: Oben am Turm der Propsteikirche laufen die Arbeiten zur Dachsanierung. Nur ein paar Meter daneben befindet sich der historische Zeitmesser, die Uhr steht momentan im Fokus der Bemühungen des Fördervereins Historische Sakralbauten St. Laurentius Propstei.

Bei einer Fahrt in die Höhe hat sich der Vorstand des Freundeskreises einen Eindruck vom Zustand der Ziffernblätter gemacht, für den er 5000 Euro in das Projekt gespendet hat. Die praktische Denkmalpflegerin vom Landschaftsverband, Dr. Ing. Bettina Heine-Hippler, weiß den Wert dieser und aller anderen Spenden für das Kloster Wedinghausen zu schätzen. „Wir sind gerade in einer schwierigen Phase“, sagt die Wissenschaftlerin. Viel Geld sei schon in die Sanierung des Klosters geflossen, und der historische Ort habe eine große Aufwertung erfahren. Aber nach den Arbeiten rund um den Kapitelsaal soll auch am äußeren Zustand weiter gearbeitet werden. Und das kostet Geld: Rund 50 Euro für einen Quadratmeter Sanierung an der Außenfassade des Turmes, etwa 5000 Euro für die Sanierung eines der drei Ziffernblätter.

Fortsetzung ist notwendig

Unter dem Motto „Leuchtturm sendet Hilferuf“ beschreibt sie für die Kirchengemeinde die Notwendigkeit,

die erforderlichen Arbeiten jetzt fortzusetzen und wirbt um Unterstützung. Die Sanierung der Zifferblätter sei dabei nur ein Teil, für die neben dem Freundeskreis auch andere Initiativen und Einzelpersonen bereits gespendet haben. Vor der gemeinsamen Initiative zur Wiederherstellung des Klosters Wedinghausen in seiner ganzen Pracht steht eine große Herausforderung. Außerhalb des Kapitelsaals und der Räume für die Shalom-Gemeinschaft im Ost- und Westflügel müsse auch anderer Stelle weiter gearbeitet werden. Insgesamt 100.000 Euro muss die Initiative dabei aus der Gemeinde bekommen, damit auch das Erzbistum Paderborn seine zugesagte Unterstützung von 85 Prozent der Gesamtkosten dazugibt. „Wir haben über viele Initiativen bereits 30.000 Euro einsammeln können“, freut sich Dr. Heine-Hippler, aber ein großer Teil fehle eben noch.

Wichtiger Baustein

Einen wichtigen Baustein in der Unterstützung hat es jetzt vom Freundeskreis Historische Sakralbauten St.

Laurentius Propstei gegeben. Mit ihrem Vorsitzenden Christoph Ellebrecht ist das aber nicht die erste Aktion für das Kloster. „Schon vor einiger Zeit haben wir uns bei der Sonnenuhr auf der Innenseite des Klosters eingebracht“, erinnert Vorsitzender Ellebrecht. Auch hier waren bereit 5000 Euro geflossen, um den historischen Zeitnehmer an der Außenwand denkmalgerecht zu sanieren. Für den Freundeskreis, der im November 2003 auf Initiative des früheren Propst Dr. Joachim Funder und des damaligen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Beine gegründet wurde, eine Angelegenheit mit Herz. Jetzt soll es also eines dieser ganz besonderen Ziffernblätter sein, deren Geschichte von Dr. Heine-Hippler in ihrem Flyer beschrieben wird. Und da fällt vor allem die besondere „4“ am Blatt auf, die nicht wie üblich „IV“ geschrieben ist, sondern auf vier Einsern („I“) besteht.

Gunst der Stunde nutzen

Die Mitarbeiterin des Landschaftsverbandes will die Gunst der Stunde nutzen: „Noch bis Mai oder Juni nächsten Jahres steht das Gerüst hier“, so Dr. Heine-Hippler. Bei jährlichen Mietkosten von 140.000 Euro könne das Gerüst, das jetzt für die Dachsanierung aufgebaut wurde, für die Fassadensanierung umgebaut werden. „Wir haben also noch drei Monate Zeit für die Entscheidung, ob wir sanieren oder nicht“, so Heine-Hippler. Wichtig wäre jetzt die Aussicht auf weitere Spenden und Unterstützung, um die noch zum Erreichen der Zielsumme fehlenden 70.000 Euro zu bekommen. Diese tolle Chance müsse man einfach nutzen, wirbt sie voller Überzeugung.

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