Gastronomie

R-Café in Neheim ab Montag für mehrere Wochen geschlossen

Peter Sachnik, Geschäftsführer des R-Cafés.

Peter Sachnik, Geschäftsführer des R-Cafés.

Foto: Martin Haselhorst

Neheim.   Neheimer Gastronomiebetrieb R-Café nutzt Zwangsschließung ab kommenden Montag wegen eines Wasserschaden auch für weitere Investitionen.

Das R-Café in Neheim wird ab kommenden Montag für mehrere Wochen schließen. Ein schon vor längerer Zeit aufgetretener und sich ausbreitender Wasserschaden macht umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen nötig. Wie lange der quasi zu allen Tages- und Jahreszeiten stark frequentierte Gastronomiebetrieb ruhen muss, vermag Geschäftsführer Peter Sachnik noch nicht zu sagen. „Es muss aber schnell gehen“, sagt er, „wir müssen im Frühjahr mit den ersten schönen Sonnenstrahlen wieder da sein!“.

Ein Kupferrohr unter den Bodenfliesen in der Küche war Auslöser des noch nicht zu beziffernden Schadens. „Vermutlich ein Materialfehler“. Sachnik zeigt das Foto vom löchrigen Heißwasserrohr. Lange blieb das Leck unentdeckt, während sich das Wasser auf der Bodenplatte des R-Cafés ausbreitete. „Gemerkt haben wir es erst, als es an den Wänden hochstieg“, so Sachnik. Die Baufirma von 2010, so auch Immobilienbesitzer und Vermieter Jirka Janousek, sei heute nicht mehr haftbar zu machen.

Probebohrungen im Café

Im kompletten Café genommene Probebohrungen gaben die Gewissheit, dass das Gebäude auf der gesamten Fläche betroffen sein muss. „Für den Gast war das nicht ersichtlich“, erzählt Sachnik, „und auch unsere Arbeitsabläufe wurden nicht gestört“. Trotzdem war klar: Es muss was passieren. Die Versicherung war schon früh informiert worden, mit ihr werden Betreiber und Inhaber jetzt im Detail die Schadensregulierung zu klären haben. Für die Instandsetzung arbeitet das R-Café mit einer Spezialfirma für die Sanierung von Wasserschäden zusammen. Das Unternehmen bbs hat auch Erfahrungen mit Gastronomiebetrieben.

Ehe die Sanierung starten kann, beginnt zu Beginn der kommenden Woche das große Räumen. Peter Sachnik kündigt an, dass fünf Schiffscontainer neben dem R-Café abgestellt werden, in der das komplette Interieur verstaut werden muss. „Jetzt heißt es erst Sachen packen“, so Sachnik. Hier werden die Mitarbeiter mit anpacken müssen, ehe ihr Arbeitsplatz vorübergehend außer Betrieb gehen muss.

„Der komplette Boden muss raus“, sagt Sachnik. Erst dann gebe es ein aussagekräftiges Schadensbild. Der Geschäftsführer macht keinen Hehl daraus, dass er auch ein wenig Angst habe, „ob bei den Arbeiten wirklich alles reibungslos klappt und der Betrieb dann auch wieder zügig anläuft“. Eine längere Betriebsschließung sei für einen Gastronomen immer ein Risiko.

Nun will er zusammen mit dem Vermieter die Gelegenheit aber auch nutzen, um andere fällige Maßnahmen, die im laufenden 365-Tage-Betrieb nicht nebenher hätten durchgeführt werden können, in Angriff zu nehmen. „Schließen müssen wir den Betrieb jetzt eh“, so Sachnik. So sollen neben den neuen Böden auch andere Investitionen getätigt werden: Küchentechnik, Elektrik, Gaskamin, Verbundkühlung und Thekenbereich. „Dann geht es um Charme, Flair und Atmosphäre für die Gäste, aber auch um optimierte Arbeitsabläufe und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter“, so Sachnik. Alles werde jetzt einmal hinterfragt, um bald wieder noch besser als jetzt an den Start gehen zu können. Neben dem Beheben des Wasserschadens rechnet Sachnik mit weiteren Investitionen in mittlerer sechsstelliger Höhe.

Die Stammgäste des R-Cafés wurden schon benachrichtigt. Reservierungen für die kommenden Wochen werden abgesagt werden müssen. Mit Bannern und über die sozialen Netzwerke werden Gäste über die jetzt kurzfristig in Abstimmung mit der Sanierungsfirma terminierte Schließung informiert.

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