Bürgermeisterwahl

Ralf Bittner spricht über seine Ideen für Arnsberg

Designierter Bürgermeisterkandidat Ralf Bittner (SPD)

Designierter Bürgermeisterkandidat Ralf Bittner (SPD)

Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Fraktionsvorsitzender Ralf Bittner spricht beim „Sommerevent“ des SPD-Stadtverbandes in Neheim von Handlungsfeldern als Verwaltungschef.

Die Arnsberger Sozialdemokraten haben die bevorstehende Bürgermeisterwahl im Blick. Die soll nach offiziell noch unbestätigtem Stand der Dinge wohl erst Anfang Februar 2017 stattfinden, doch bezieht Ralf Bittner als designierter Kandidat der SPD bereits klare Positionen. Einige von ihnen erläuterte er bereits am frühen Donnerstagabend beim „Sommerevent“ seines Stadtverbandes in „Hectors Feierlich“ in Neheim.

Bürgernähe als Ziel

„Ich will hier nur meine ersten Grundüberlegungen zu meinem Verständnis von der Entwicklung einer Verwaltung der Zukunft, von Bürgernähe und des Bürgermeisteramtes darstellen“, so Ralf Bittner. Er will „Vermittler zwischen Bürgern und Verwaltung“ sein. Als Bürgermeister würde er offene Bürgersprechstunden, persönliche Sprechstunden mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Arnsberg und eine E-Mail-Direktleitung zum Verwaltungschef einführen wollen. Das Thema „Angsträume“ wolle er ernst nehmen und einen „Masterplan kommunale Sicherheit“ erarbeiten.

Wirtschaftsstandort stärken

Wichtig ist ihm die Entwicklung des Wirtschafts- und Gesundheitsstandortes Arnsberg. Ein Thema, an dem er auch jetzt schon in vielen Rollen - zum Beispiel als Aufsichtsratsmitglied des Klinikums Arnsberg - mitwirkt. Es sei wichtig, dass sich die Wirtschaftsförderung neu positioniere. Mittelfristige Implementierung einer Hochschule mit den lokalen Akteuren Industrie, Gewerbe, Stadt und Campus Stadtwerke sowie Schaffung eines „Digitalen-Licht-Clusters Südwestfalen“ mit Arnsberg als Stützpunkt als Ausbau des Lichtforums NRW seien wichtig.

Humanitärer Beirat als Herzensangelegenheit

Im sozialen Bereich spricht Bittner von einer „Herzensangelegenheit“. So schwebt ihm ein humanitärer Beirat vor, der als Initiative für ein lebens- und liebenswertes Arnsberg die „Verminderung menschlicher Not als Zweck des Handelns“ hat. Hier soll ein Netzwerk mit Sozialverbänden wie Caritas, Diakonie, SKF, Arbeiterwohlfahrt und Neuer Arbeit Arnsberg geknüpft werden. Thema dort müssten auch Härtefallregeln und der soziale Arbeitsmarkt sein.

Weitere Themen im Programm

Ralf Bittner zeigt sich vorbereitet auf die Herausforderungen eines Wahlkampfes, will aber noch nicht bei allen Themen konkret werden. „Weitere mögliche Themen wie Schule, Bildung, Digitalisierung, Bürgerbeteiligung und Haushaltspolitik werden, soweit meine Partei mich nominiert, auf dem Parteitag und den folgenden Veranstaltungen vorgestellt“, so Bittner. Der SPD-Fraktionschef sprach besonnen, vermied jegliche direkte Kritik an anderen Parteien oder am noch amtierenden Bürgermeister Hans-Josef Vogel. Er redete sich politisch ein wenig von der Seele. Von seinen Parteigenossen erntete er dafür langanhaltenden Applaus.

Die Arnsberger SPD ging beim Sommer-Event für sich übrigens neue Wege. Die Rede von Ralf Bittner wurde per Livestream auf der Facebookseite von Stadtverband und Fraktion ausgestrahlt. Hier kam vorher auch Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese zu Wort.

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