Rock für’s Herz

„Rock für’s Herz“ in Wennigloh: Gute Musik für guten Zweck

Patrick Schiwek (vorne links) spricht stellvertretend für seine Vorstandskollegen Michael Normann (vorne rechts), André Westermann und Marc Heymer (hinten, von links) über das anstehende Benefizkonzert der Schützen Wennigloh.Foto:privat

Patrick Schiwek (vorne links) spricht stellvertretend für seine Vorstandskollegen Michael Normann (vorne rechts), André Westermann und Marc Heymer (hinten, von links) über das anstehende Benefizkonzert der Schützen Wennigloh.Foto:privat

Wennigloh.   Erste Kompanie der Wennigloher Schützen veranstaltet am 21. April einen geselligen Abend mit fetziger Rockmusik. Erlös an Deutsche Herzstiftung.

Gute Musik für einen guten Zweck: Die Wennigloher Schützen laden alle Arnsberger (und natürlich auch „Auswärtige“) für Samstag, 21. April, ab 20 Uhr in die Schützenhalle des Dorfes ein. Die erste Kompanie der St. Franziskus-Xaverius-Bruderschaft hat die Benefiz-Veranstaltung „Rock für’s Herz“ auf die Beine gestellt. Der gesamte Erlös des Abends wird an die Deutsche Herzstiftung gespendet. Wir haben Patrick Schiwek (stellv. Rendant der Bruderschaft), stellvertretend für seine Vorstandskollegen, zu dieser tollen Aktion befragt:

Wie ist die Idee für eine solche Benefizveranstaltung entstanden?

Patrick Schiwek: Die Idee entstand maßgeblich aus zwei Motiven: Zum einen wurden wir Schützen in unserem Dorf angesprochen, ob es nicht einfach mal wieder einen lockeren Musikabend geben könnte. In der Vergangenheit hatten wir bereits mehrfach Oldie-Abende organisiert, die zuletzt aber leider keinen großen Zuspruch mehr fanden. Diese Tradition möchten wir mit „Rock fürs Herz“ wieder neu beleben.

Zum anderen organisieren unsere Freunde der Oerlinghauser Schützengesellschaft jedes Jahr ein Event „Rock gegen Krebs“, was mich persönlich sehr angesprochen hat. Es dann einfach 1:1 zu kopieren, war aber nicht das, was wir wollten. Daher legen wir bei unserer Veranstaltung den Schwerpunkt auf den Kampf gegen Herzerkrankungen.

Der Erlös geht an die Deutsche Herzstiftung – warum dorthin?

Wir haben in Wennigloh zum Thema „Herz“ seit Jahren eine enge Beziehung: Es gibt bei uns in der Schützenhalle einen Bereich, der als „Herzinfarkt-Ecke“ bekannt ist und deren „Besucher“ seit einer Ewigkeit eine enge Freundschaft verbindet. Der Name, der im Jahr 2004 aus einer Bierlaune heraus entstanden ist, soll das Thema Herzerkrankungen aber natürlich nie bagatellisieren oder gar lächerlich machen, er ging aber dennoch auf die vielen blassen Gesichter am Sonntagmorgen des Schützenfestes zurück. Diese Gemeinschaft hat in der Vergangenheit einige Sommerfeste veranstaltet und immer die Hälfte der Einnahmen an die Deutsche Herzstiftung gespendet, um ein Zeichen zu setzen und zu helfen. Des Weiteren haben wir auch in unserem Freundeskreis Personen, die mit Herzproblemen zu käm­pfen haben. Auch der seit einigen Jahren an der Wennigloher Schützenhalle installierte Defibrillator ist ein Zeichen, dass Wennigloh dieses Thema sprichwörtlich am Herzen liegt.

Wenniglohs Schützen sind für innovative Ideen bekannt, z.B. Kabarett, kulinarische Angebote, etc. – worauf fußt dieses Engagement?

Wir haben in Wennigloh eine tolle Gemeinschaft aller Generationen, und daraus resultiert auch ein enger Zusammenhalt untereinander. Das ist gerade in einem kleinen Dorf wie dem unseren wichtige Voraussetzung für sehr intensives bürgerschaftliches Engagement, insbesondere unserer Vereine. Natürlich braucht man immer auch die ­passenden Ideen, und auch hier sind wir froh und dankbar, dass ­immer wieder neue innovative Vorschläge für neue Veranstaltungsformate aus unseren eigenen Reihen kommen.

Müssen Schützenvereine/-bruderschaften ihre Rolle in der Gesellschaft allgemein neu definieren?

Diese Frage stellvertretend für alle Schützenvereine und -bruderschaften zu beantworten, steht mir nicht zu. Ein Verein, nicht nur ein Schützenverein, muss sich immer wieder selber hinterfragen und schauen, was er verändern kann und muss. Für Wennigloh kann ich aus meiner Sicht sagen, dass wir natürlich stets die Augen und Ohren für Veränderungen offen halten müssen. Dass wir jedoch etwas Grundlegendes ändern sollten, sehe ich zurzeit nicht. Vielmehr sind es die kleinen Schrauben, an denen wir weiter drehen werden.

Mit wie viel Zuspruch rechnen Sie – und was wünschen Sie sich am ­Ende des – hoffentlich sehr gelungenen – Abends?

Wir richten diese Veranstaltung zum ersten Mal aus und freuen uns über jeden einzelnen Besucher, der zu einem schönen Abend und damit natürlich auch zu der guten Sache beitragen möchte. Wir werden den Aufbau unserer Schützenhalle für diesen Abend so gestalten, dass wir zunächst auf einer begrenzten Feierfläche beginnen, diese aber im Verlauf des Abends – je nach Zuhörerzuspruch – sukzessive vergrößern können. Wir hoffen natürlich, dass wir die Tanzfläche auf die ganze Halle ausweiten können.
Ich wünsche mir, dass wir zu dem Ergebnis kommen: Der Aufwand hat sich gelohnt, die Besucher ­hatten Spaß, und wir machen es wieder! An dieser Stelle möchte ich schon einmal einen herzlichen Dank an alle Helfer richten und an alle, die dabei geholfen haben, die Veranstaltung bekannt zu machen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben