Brillen-Geschäfte

Rottler errichtet neue Firmenzentrale im Neheimer Ohl

Eine Animation zeigt die künftige Gestaltung der Neheimer Immobilie „Im Ohl 85“, die zur Rottler-Firmenzentrale wird

Eine Animation zeigt die künftige Gestaltung der Neheimer Immobilie „Im Ohl 85“, die zur Rottler-Firmenzentrale wird

Foto: Privat

Neheim.   Optik- und Akustikunternehmen erwirbt im Neheimer Ohl die Immobilie von Schulte Hallenheizung. Rottler kauft auch Pleines-Gruppe am Niederrhein.

Das Unternehmen Rottler, das zurzeit in Deutschland 67 Fachgeschäfte für Brillen, Kontaktlinsen und Hörgeräte betreibt, wird im Neheimer Ohl eine neue Verwaltungszentrale errichten, weil die bisherigen, dezentral untergerachten Büros in Neheim kapazitätsmäßig nicht mehr ausreichen und unter Synergie-Aspekten keine langfristige Lösung darstellen. „Hinzu kommt, dass die Rottler-Gruppe zum 1. Juli 2019 die 24 Brillen- und Hörgeräte-Fachgeschäfte der im Rheinland ansässigen Pleines-Gruppe übernimmt und insofern die Rottler-Verwaltung weiter auszubauen ist“, berichtet Paul Rottler, der Geschäftsführer und alleiniger Inhaber der Firma Rottler ist.

Rottler erwarb für die neue Neheimer Verwaltungszentrale die Immobilie „Im Ohl 85“, die bisher der Firma „Schulte Hallenheizung“ gehörte. Schulte ist bereits ausgezogen, die zwei weiteren Firmen Accodo und Brake werden dies noch tun und andere Standorte beziehen.

Rottler beschäftigt derzeit 320 Mitarbeiter an 67 Standorten, ab 1. Juli 2019 werden es einschließlich der derzeitigen 140 Pleines-Mitarbeiter dann insgesamt 460 Rottler-Mitarbeiter an 91 Standorten sein. „In der Optikbranche (Brillen und Kontaktlinsen) werden wir nach Einbindung der Pleines-Gruppe, deren Gesellschafteranteile wir zu 100 Prozent übernehmen, zu den fünf größten Optik-Anbietern in Deutschland gehören“, beschreibt Paul Rottler den künftigen Status der Rottler-Gruppe.

Von den derzeit 320 Mitarbeitern der Rottler-Gruppe arbeiten 38 Beschäftigte in der Verwaltung. Büros befinden sich bisher auf zwei Etagen am Firmensitz „Hauptstraße 3“ in Neheim sowie im Erdgeschoss der Volksbank Sauerland am Neheimer Engelbertplatz. „Diese Büros wollen wir am neuen Standort im Neheimer Ohl konzentrieren und darüber hinaus bis Ende 2020 etwa 5 bis 10 zusätzliche Arbeitstellen in der Verwaltung schaffen“, berichtet Paul Rottler, dem in der Ohl-Immobilie etwa 800 Quadratmeter Bürofläche sowie 650 Quadratmeter Lager- bzw. Logistikfläche zur Verfügung stehen.

Nach Auszug der bisher dort ansässigen Firmen werde die Immobilie umgebaut und den Erfordernissen eines modernen Unternehmens entsprechend eingerichtet. Paul Rottler hofft, Anfang 2020 ins Ohl umzuziehen. Dort werden dann Vertrieb, Marketing, IT-Abteilung, Einkauf, Logistik, Personalwesen, Controlling, Buchhaltung und nicht zuletzt die Geschäftsführung ansässig werden. Der traditionelle Rottler-Firmensitz, der sich seit 1946 im Hause Hauptstraße 3 in Neheim befand, wird ins Haus „Im Ohl 85“ verlagert. „So ist der Lauf der Dinge. Das Haus Hauptstraße 3 ist als Verwaltungssitz für ein so stark wachsendes Unternehmen wie Rottler“ einfach zu klein geworden“, so Paul Rottler.

Personal wird intensiv geschult

Der 34-jährige geschäftsführende Gesellschafter will im Ohl auch Schulungsräume einrichten, denn hochqualifiziertes Personal ist der Firma Rottler sehr wichtig. „Hierauf basiert - neben einem guten Preis-/Leistungsverhältnis für unsere Produkte - der Erfolg unseres Unternehmens“, sagt Rottler. Denn hochqualifiziertes Personal stehe für kompetente Beratung und guten Service, was Kunden sehr schätzten.

Starkes Umsatz-Wachstum

Die Rottler-Gruppe ist seit 2014 stark gewachsen. Während zum 31. Dezember 2014 noch 19 Millionen Euro Umsatz erzielt worden waren, wurden zum 31. Dezember 2018 rund 34 Millionen Euro Umsatz bilanziert. Im Vergleich 2018 zu 2017 wuchs der Umsatz um 17,2 Prozent (Umsatz 2017: 28,1 Millionen Euro). Im Jahr 2016 betrug der Umsatz 26,7 Millionen Euro. „Wenn zum 1. Juli 2019 nun die 24 Fachgeschäfte der Pleines-Gruppe zu uns kommen, werden wir den Umsatz um rund elf Millionen Euro steigern. Auch bei Pleines handelt es sich um ein dynamisch wachsendes Unternehmen, das den Umsatz im Vergleich zu 2017 um 12,6 Prozent steigerte“, sagt Paul Rottler. Er betont, dass die Rottler-Gruppe bei weitem nicht nur durch Zukäufe anderer Betriebe, sondern auch organisch - durch vergrößerte Marktanteile an den Standorten - signifikant gewachsen sei.

Größter Zukauf der Firmengeschichte

„Noch nie haben wir auf einen Schlag so viele Geschäfte gleichzeitig übernommen“, beschreibt der geschäftsführende Gesellschafter der Rottler-Gruppe, Paul Rottler, die firmenhistorische Dimension der Übernahme der Pleines-Gruppe. „Die gesamte Rottler-Gruppe wächst zum 1. Juli 2019 um etwa ein Drittel (rund 30 Prozent) - wir haben dann etwa ein Drittel mehr Umsatz, ein Drittel mehr Geschäfte und ein Drittel mehr Mitarbeiter“, so der 34-jährige Unternehmer.

Die Pleines-Gruppe hat ihren Sitz in Korschenbroich. Pleines baute sich eine Filialkette mit 24 Geschäften am Niederrhein auf. Da dem Inhaber des Familienunternehmens Pleines, Rolf Dieter Pleines, ein Nachfolger fehlte, entschied er sich zum Verkauf des Unternehmens an die Rottler-Gruppe. Mit Übernahme der Pleines-Gruppe verfügt die Rottler-Gruppe ab 1. Juli 2019 über 80 Fachgeschäfte in NRW, zwei in Schleswig-Holstein und sieben in Süd-Niedersachsen.

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