Stadtmarketing

Ruhrschleife Arnsberg hat Potenzial für Tourismus

Die Arnsberger Ruhrschleife.

Die Arnsberger Ruhrschleife.

Foto: Hans Blossey

Arnsberg.   Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers über ihre Pläne für die Stärkung des Ortsteils Arnsberg: „Fluss muss noch mehr in Szene gesetzt werden.

Die Stärken stärken, die Schwächen schwächen. Mit dieser Strategie geht die seit 1. Januar im Amt befindliche erste gesamtstädtische Marketing-Managerin Tatjana Schefers ihre Aufgabe an. Die Vorstellungen für den Stadtteil Arnsberg präsentierte sie jetzt im Bezirksausschuss. Und zeigte sich begeistert vor allem über das Potenzial der Ruhrschleife, „die wir noch viel stärker in Szene setzen müssen“.

Klares Ziel sei es, die vor Ort bereits vorhandene hohe touristische Qualität weiter auszubauen. „Von Vorteil ist dabei, dass Arnsberg als wichtiger Behörden- und Kulturstandort schon überregionale Bekanntheit genießt ist.“ Um das gesteckte Ziel erfolgreich umzusetzen, wolle man die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wie „Sauerland Tourismus“ oder Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ intensivieren, enge Netzwerke bilden. Dazu zähle aber auch die bessere Koordination mit dem Sauerland-Museum als bedeutsamer kultureller Handlungsträger. „Zudem stehen wir mit dem Verkehrsverein im engen Austausch.“

Lager in der Ruhrschleife

Doch das größte Pfund Arnsbergs ist für Tatjana Schefers die „Wahnsinnslage in der Ruhrschleife“. „Dieser blaue Faden gibt Arnsberg noch einmal eine ganz besondere Prägung.“ Das müsse man touristisch unbedingt noch stärker instrumentalisieren und zugleich weitere Zugänge zum Wasser prüfen, ausgelegt für alle Altersgruppen.

Was vor allem den SPD-Vertretern wie Öl herunterging, hatte die Fraktion doch - wie berichtet - erst vor wenigen Tagen einen Entwurf für eine nachhaltige Nutzung der Ruhrschleife präsentiert. Von den Ruhrterrassen bis zur Jägerbrücke.

Doch wolle man erfolgreich durch Aufenthaltsqualität um Touristen werben, befand Verena Verspohl, dann müsse man auch endlich ein Dauer-Ärgernis beseitigen: das vogelwilde Parken in der Altstadt. „Die Parkführung ist hier ein ganz wichtiges Element.“ Damit stieß die Grünen-Vertreterin bei Tatjana Schefers auf Zustimmung: „Das Parken ist in dieser Form nicht mehr tragbar.“

Allerdings, gab die Marketing-Expertin zu bedenken, sehe sie auch das Bedürfnis nach Parkraum und die Interessen des stationären Einzelhandels. Deshalb ist für Schefers die Situation schwierig zu handeln, so lange es keine Alternative gebe. „Daher braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl, um das Problem zu lösen.“ Und zugleich den Park-Such-Verkehr zu minimieren.

Mobilität der Besucher

In diesem Zusammenhang regte Marie-Theres Schennen an, noch einmal auf die Diskussion im Vorfeld des Baus der Tiefgarage Neumarkt in den 1980er Jahren zu schauen. „Denn damals gab es auch noch weitere Vorschläge für ein Parkhaus, zum Beispiel an der Bömerstraße.“

Doch nicht nur das geordnete Parken ist für die Aufenthaltsqualität von Bedeutung. Sondern auch die Mobilität der Arnsberg-Besucher. Deshalb sammele man Ideen, so Tatjana Schefers, welche Alternativen zum ÖPNV möglich seien und wie dieser attraktiver werde könnte. Vorschlag der CDU: durch eine „Arnsberg Card“ für Touristen am Wochenende, die die Nutzung des ÖPNV innerhalb der Gesamtstadt zu einem guten Preis ermögliche. So lasse sich das gesamte Stadtgebiet speziell für den Toursmus gut vernetzen.

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