Schützenfest

Sandra Ehlen schießt in Moosfelde den Schützenvogel ab

Das neue Moosfelder Schützenkönigspaar ist Jörg und Sandra Ehlen (Zweite und Dritter von links). Mit dem 202. Schuss fiel der Schützenvogel aus dem Kasten. Ihre Rivalen beim Schießen waren Sonja und Sebastian Diers (links und rechts)  

Das neue Moosfelder Schützenkönigspaar ist Jörg und Sandra Ehlen (Zweite und Dritter von links). Mit dem 202. Schuss fiel der Schützenvogel aus dem Kasten. Ihre Rivalen beim Schießen waren Sonja und Sebastian Diers (links und rechts)  

Foto: Achim Benke

Moosfelde  Die neue Königin ist die Schwester des Schützenobersts Marc Rüschenschmidt. Sandra Ehlen bildet mit Ehemann Jörg das Königspaar.

. Das 40. Schützenkönigspaar in der Geschichte des Schützenvereins Moosfelde sind Jörg und Sandra Ehlen. Am Sonntag um 12.04 Uhr fiel das letzte Stück des Schützenvogels aus dem Kasten.

Das Ehepaar Ehlen war aber nicht das einzige Paar, das um die Moosfelder Königswürde geschossen hat. Sebastian und Sonja Diers lieferten sich mit den Eheleuten Ehlen einen spannenden Kampf unter der Vogelstange. „Am Gewehr sind wir ernste Rivalen, doch neben den Gewehren gute Freunde“, lächelt Sonja Diers. Diers und Ehlen wünschten sich gegenseitig immer wieder Glück, wenn sie ans Gewehr traten. Beide Paare vereinbarten, egal wer den Vogel abschießt, im Hofstaat ist man auf jeden Fall dabei.

Spannendes Vogelschießen

Als um 11.08 Uhr das Vogelschießen begann, schossen noch bis zu 20 Schützen auf den Vogel. Die Insignien waren das Ziel, hierfür gibt es immer einige Biermarken. Im Minutentakt fielen Apfel (Marc Rüschenschmidt), Krone (Thomas Ceiler) und Zepter (Jürgen Dobbert). Er als Schießmeister zerlegte auch kurz vor dem finalen Schuss drei Viertel des Vogels.

Um 11.55 Uhr ging schon ein Raunen durch die Zuschauerreihen, als das Ehepaar Ehlen einen weiteren Teil des Vogels aus dem Kasten schoss. Doch es blieb ein Span von knapp 15 Zentimeter hängen. Als die Kirchturmuhr zwölf Uhr schlug, fiel der 200. Schuss, den feuerte Sonja Diers ab. Viele hofften, dass es der Königsschuss ist. Doch den machte Sandra Ehlen mit dem 202. „Das Schießen war ein kleiner Nervenkrieg. Wir haben gar nicht mehr hingeschaut, als Sebastian und Sonja geschossen haben. Wir haben es ihnen aber auch gewünscht“, betont das neue Königspaar.

Königspaar wohnt Im Saarland

Das neue Königspaar kommt aus dem Saarland und wohnt dort in Riegelsberg (370 km). König Jörg ist 49 Jahre und Geschäftsführer des Unternehmens Vileda GmbH in Weinheim. Seine Königin Sandra (37) ist bei der Villeroy und Boch AG, Head of Product Management. Sie ist die Tochter vom Ehrenoberst Werner Rüschenschmidt und kommt aus Moosfelde. „Sie ist die einzige Frau, die das Tripple hat. Sandra war Kinder-, Geck- und jetzt Schützenkönigin“, freut sich sehr emotional ihr Bruder Marc Rüschenschmidt. Sandra ist die dritte Frau bei den Moosfelder Schützen, die den Schützenvogel abgeschossen hat.

Rund 200 Zuschauer verfolgen Gefecht

Schön fand der Oberst, dass die Ehepaare zusammen am Gewehr standen und auf den Vogel schossen. „Wichtig dabei ist doch, dass beide hinter dem Vorhaben des Partners stehen und mit viel Spaß dabei sind“, meint der Schützenoberst. Das Vogelschießen wurde zum ersten Mal von David Pruski (28) moderiert. „Zu Beginn fehlten mir ein wenig die Worte, aber die Schützen machten mir den Einstieg doch sehr einfach. Ich bin zufrieden. Den rund 200 Zuschauern hat es auch gefallen“, meint Pruski. Oberst Marc Rüschenschmidt ist mit dem Jubiläumsschützenfest sehr zufrieden. Besonders, weil am Freitagabend sehr viele befreundete Vereine am Kommersabend teilnahmen. „Die Stimmung war super, das Wetter hat mitgespielt, sogar die Getränke wurden knapp“, so Rüschenschmidt. Den ersten offiziellen Auftritt hat das neue Königspaar Ehlen beim Hüstener Schützenfest. „Ich werde dann ganz stolz mein Brautkleid tragen“, verriet die Königin.

Preise vergeben

Nach der Proklamation des neuen Königspaares Jörg und Sandra Ehlen bekamen noch die Insignien-Jäger vom Jubiläumsschießen am Freitag ihre Preise. Werner und David Rüschenschmidt schossen Krone, Apfel und Zepter ab. Jeder erhielt ein fünf Liter Fässchen Bier. Sebastian und Sonja Diers sagten noch: „Wir sind nicht traurig, dass wir nicht das Glück hatten, den Vogel abzuschießen. Aber nächstes Jahr gibt es wieder ein Schützenfest.“ Sebastian ergänzt: „40. Schützenkönig von Moosfelde wird man nur einmal. Aber in 2020 gibt es ja das Kreisschützenfest.“

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