Regionale-Projekt

Sauerland-Museum - Böse Überraschung aus der Tiefe

Die Variante A: Der Aufzug ist von außen nicht zu sehen. Gut erkennbar die drei Kuben.

Die Variante A: Der Aufzug ist von außen nicht zu sehen. Gut erkennbar die drei Kuben.

Foto: WP

Arnsberg.   Böse Überraschung aus der Tiefe: Die für die Erweiterung des Sauerland-Museums erforderliche Baugrube erfordert zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Dies ergab ein zweites Bodengutachten. Damit klettern die ursprünglich auf rund 12 Mio. Euro veranschlagten Kosten für dieses „Regionale 2013“-Projekt um 620.000 Euro nach oben. Doch der Anteil des Hochsauerlandkreises als Museumsträger bleibt mit 6,5 Mio. Euro unverändert.

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„Diese Nachricht hat natürlich in unserem Haus niemanden erfreut,“ sagte HSK-Sprecher Martin Reuther auf Anfrage der Westfalenpost. „Aber besser jetzt eine unangenehme Überraschung als später dann in der Bauphase.“ Um hier vorzubeugen, habe man einen externen Projektsteurer und eine eigens gebildete Baukommission mit ins Boot geholt, um schon vor Baubeginn mögliche Probleme erkennen zu können.

Kreisanteil bleibt unverändert

Die Auswertung des zweiten Bodengutachtens, so Reuther weiter, liege bereits seit Ende November, Anfang Dezember des vergangenen Jahres vor. Darin exakt aufgelistet der zusätzliche und unumgängliche Sicherheitsaufwand für die Baugrube. Kosten dafür: 500.000 Euro. Zudem sind dadurch Umplanungen erforderlich, die mit weiteren 120.000 Euro zu Buche schlagen.

Auf Basis dieses neuerlichen Gutachtens hat das mit der Erweiterung des Sauerland-Museums zum „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ beauftragte Architekturbüro „Bez+Kock Generalplaner“ (Stuttgart) drei verschiedene Varianten entwickelt und jetzt vorgelegt. Am Dienstag befassten sich damit bereits Baukommission, Projektsteurer und Kreisverwaltung, die einmütig die Variante A favorisieren und auch Kreiskulturausschuss und Kreistag empfehlen würden.

Ausstellungsraum, Multifunktionsraum, August-Macke-Saal

Diese Variante A sieht weiterhin die drei bislang geplanten Kuben - Ausstellungsraum, Multifunktionsraum und August-Macke-Saal - vor, allerdings verringert sich die ursprüngliche Gesamtfläche von 740 qm geringfügig um 28 qm. „Was zu vernachlässigen ist,“ so Martin Reuther.

Der Übergang vom Alt- zum Neubau soll nun an das dritte Untergeschoss des Altbaus angebunden werden, der Blick auf den Landsberger Hof bleibe aber unverstellt. „Der Aufzug im Altbau kann jedoch bei allen drei vorgelegten Varianten nicht mehr auf die Kellersohle der Ruhrstraße geführt werden.“ Daher müsse nun für den Neubau ist ein zweiter Aufzug her.

Die gute Nachricht in der schlechten: Für den Hochsauerlandkreis bleibt es bei dem Eigenanteil von 6,5 Mio. Euro. Und: Die Fördersumme des Landes habe sich um 389.000 Euro erhöht, weil das zuständige Ministerium die förderfähigen Kosten für die Erweiterung des Sauerland-Museums überraschend von ursprünglich 60 auf nun 70 Prozent angehoben habe.

Land hebt Fördersumme an

Darüber hinaus sei man im Kreishaus nicht untätig geblieben, habe mit spitzem Stift gerechnet und so bei Neukonzeption und Planung der neuen Ausstellung 120.000 Euro einsparen können. Zusammen also: 509.000 Euro. Reuther: „Die verbleibende Lücke von 111.000 Euro schließen wir durch die bereits vorhandene ,Reserve für Unvorhergesehenes’, die für solche Zwecke extra in die Finanzplanung eingestellt wurde.“

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